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mal ernst, mal heiter
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 Liebe Leserin, lieber Leser!

Was dem Menschen am Herzen liegt, das möchte er mitteilen! Unser Blog – das Tagebuch »mal ernst, mal heiter« – wächst allmählich aus den Kinderschuhen heraus. Die allererste Eintragung datiert zurück auf den 14. September 2006.

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07. März 2010
Vereinfachte Ausgangsschrift
Kategorie: Aktueller Lerntip (tip = englisch für Hinweis)
Eine weitere Zuschrift:

Sehr geehrte Frau Stolz,

ich bin gerade auf Ihr e-book gestoßen. Ich weiß leider nicht, wann es veröffentlicht wurde. Besonders die Sätze am Schluss sprechen mir und meinen Kolleginnen aus dem Bereich der Lerntherapie aus dem Herzen.

Eine unserer Schulmütter, Logopädin, verwies auch noch auf die einseitige Rechtsbeanspruchung nur einer Gehirnhälfte durch die fehlenden Drehrichtungswechsel bei der VA. Gerade Kindern mit Konzentrationsstörungen bereiten die fehlenden Verbindungen zwischen Groß-und Kleinbuchstaben zusätzliche Probleme. Da die Vermittlung der jeweiligen Schriften, gerade bei den jüngeren Kolleginnen und Kollegen, nicht mehr den einstigen Stellenwert hat, kommt bei der VA noch ein weiteres negatives Moment hinzu. Dies alles geht zu Lasten unserer Kinder. Gymnasialkollegen machten mit unseren Schülern, denen man die VA vermittelt hatte, die gleichen Erfahrungen, schon in der 5. Klasse. Sie baten uns, von der VA Abstand zu nehmen, da sie oft die unleserlichen Schriften nicht mehr entziffern könnten.

Meine Erfahrungen sind ebenso. Die Kinder haben große Schwierigkeiten mit der VA und ihre Handschrift ist schon in Klasse 3 kaum lesbar. Kinder, die ich auf die LA umstelle, sagen selbst, dass sie so viel leichter und sauberer schreiben.

Leider sind die Schulen, nicht nur im Bereich der Schrift, sehr stur. Generell werden noch immer Methoden angewendet (Z.B. Lesen durch Schreiben), die nachweislich das Lernen behindern und ursächlich sind für die aktuelle schlechte Rechtschreibung deutscher Schüler.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Christiansen

Es ist zu hoffen, daß künftig immer mehr Lehrer und Lehrerinnen den Mut haben, die angeblichen Vorzüge der Vereinfachten Ausgangsschrift als Kathederweisheit zu entlarven und in den Bereich der politisch-wirtschaftlich motivierten Fabeln und Märchen zu verbannen. Schriftpflege im schulischen Unterricht mag zwar keinen spontan sichtbaren Gewinn abwerfen — aber ein Volk, das es sich leistet, die junge Generation mit mangelhaften Kenntnissen und Fähigkeiten in fundamentalen Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) aus der Schule zu entlassen, wird langfristig ebendadurch wirtschaftlichen Schaden erleiden. Es ist wie bei der Gesundheit: viele Jahre lang kann der Mensch gegen die Naturgesetze verstoßen — vermeintlich folgenlos. Erst mit zeitlicher Verzögerung treten erste Symptome auf.

Die Absenderin obigen Schreibens hat ihre Zustimmung zur Veröffentlichung auf diesen Seiten gegeben. Dafür bedanken wir uns herzlich.

Karin Pfeiffer

Zum Weiterlesen:

Vom Abschreiben
Weshalb wir die Handschrift pflegen sollten (Teil I)
Weshalb wir die Handschrift pflegen sollten (Teil II)
Computer und Lernen
Vereinfachte Ausgangsschrift
Die VA: Eine Schrift aus der Retorte

Zum Verständnis der unsinnigen Reformwut in Schulen:

Wer hat das Sagen in deutschen Klassenzimmern

 
05. März 2010
Gesunde Ernährung
Kategorie: Gesundheit und Fitness


 

Essgewohnheiten sind entscheidend

Richtiges Essen kann eine Vielzahl von Krankheiten abwenden. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) legt viel Wert auf richtige Ernährung und ausgeglichene Essgewohnheiten. Letzteres bedeutet, man sollte sich beim Essen mäßigen. Ein altes chinesisches Sprichwort lautet: „Um Kinder gesund sein zu lassen, gebe man ihnen ein Drittel Hunger und ein Drittel Kälte." Mit dem „Drittel Hunger" ist gemeint, dass man nicht über den Hunger hinaus essen sollte, damit das Essen leichter verdaut werden kann. Mit dem „Drittel Kälte" ist gemeint, dass man nicht zu warme Kleidung tragen sollte. Der Körper lernt dadurch, die Kälte besser zu ertragen und im Winter Krankheiten besser zu widerstehen.

Quelle: Epoch Times Deutschland vom 9.7.2009

Informations- und Lernhefte zum Thema Essen bei STOLZ:

Gesund und Lecker: richtig essen leicht gemacht
Obst und Gemüse
Getreide und Brot

 
 
28. Februar 2010
Wie Gerüchte ein Eigenleben bekommen
Kategorien: Humor | Besinnliches


foto: pixelio
 

Der Fisch auf dem Fahrrad

Es war einmal ein alter Mann, der vom Fenster seiner Parterrewohnung aus die Leute in der Gasse narrte: »Am Neuen Tor fährt ein Lachs mit dem Fahrrad!« Und er schmunzelte nicht schlecht in seinen Bart, als die Leute davoneilten, den radelnden Lachs zu sehen. Als aber die Gasse schwarz war von Schwatzenden und Drängenden, da wurde ihm nachdenklich zumute, und er sah seinen Spazierstock an und ergriff ihn und sprach: »Vielleicht fährt doch ein Lachs draußen Rad — ?« Und schon stand er auf der Gasse.

In Anlehnung an Kurt Tucholsky

Anmerkung:
Wir schmunzeln über die Torheit des Mannes. Aber bei genauer Betrachtung vergeht uns das Schmunzeln wieder, denn genau so funktioniert die Meinungsbildung in unserer Zeit, und die Massenmedien spielen dabei die Hauptrolle. Was über einen gewissen Zeitraum hinweg immer wieder aus unterschiedlichen Quellen gehört und gelesen wird, gewinnt allein aus diesem nichtigen Grund alsbald an Glaubwürdigkeit. Die überwiegende Zahl von Meldungen entzieht sich der individuellen Nachprüfbarkeit. Ständige Wiederholung macht aus Unwahrheiten keine Wahrheiten — das ist unserem Verstand wohl klar. Dennoch durchlaufen sogar die seltsamsten und unsinnigsten Nachrichten eine Metamorphose, alsbald hält man Erfindungen für Fakten, und sogar Lügen erhalten unter Umständen die Weihen der allgemeinen Glaubwürdigkeit.
Lehrern und Eltern sei im Rahmen der verantwortungsvollen Erzieherstätigkeit geraten, Kinder und Jugendliche über diese psychologische Falle aufzuklären, um ihnen die Chance zu öffnen, sich zu selbständig denkenden Menschen zu entwickeln. Das übergeordnete Motto in der sogenannten Informationsgesellschaft laute stets: »Was jedermann für ausgemacht hält, verdient am meisten untersucht zu werden.« (Georg Christoph Lichtenberg)

Karin Pfeiffer

 
 
24. Februar 2010
Das schiefe Bild
Kategorie: Besinnliches

 

Wie Dinge einen verfolgen können

Meist fühle ich mich aus unerfindlichen Gründen gehetzt und eile durch die Pflichten des Tages. Gestern hängte ich ein Bild an die Wand, es befand sich danach nicht ganz im Lot. Ich sage zum Bild: Das ist mir jetzt wurscht! Dann gehe ich anderen Arbeiten nach. Doch das Bild steht wie ein bösartiges Phantom hinter mir und zwickt und zwackt mich: „Du, ich hänge schief!" Da kann ich hingehen, wo ich mag: ins Büro, in den Garten, aufs Klo. Das Phantom verfolgt mich überall hin. Es spricht: „Du, ich hänge schief! Schief! Schief!!!" Mir bricht der Schweiß aus, nervös zucken meine Fingerspitzen. Schließlich gehe ich widerstrebend an den Ort zurück, von dem die physisch spürbare Störung ausgeht. Ich betrachte das Bild giftig und rücke es dann zurecht.

So aber geschieht es mit allen Dingen. Der Eßlöffel, der nach dem Einräumen im Besteckfach auf dem Kopfe liegt, das Buch, das im Regal aus der Reihe der anderen Bücher herausragt. Das Schreibheft mit dem Eselsohr, der leergeschriebene Füller, die unordentlich übereinander abgelegten Schriftstücke, die Fransen, die unter den Teppichkörper geraten sind, die Schuhe, die sich als Paar verkracht haben ... ja sogar der Topfdeckel, der sich in die falsche Schublade verirrt hat - sie alle werden zu Bildern, die einen so lange verfolgen können, bis man zu ihnen zurückkehrt und Ordnung schafft. Erst dann ziehen Ruhe und Stille im Geiste ein.

Karin Pfeiffer

 
 
20. Februar 2010
Konfus!
Kategorie: Rechtschreibung

Die konfuse neue Rechtschreibung

In der Schweiz wird in Sachen Rechtschreibung hinter den Kulissen heftig geplant und verhandelt. Ab und zu leuchtet in der Öffentlichkeit ein Widerschein auf – neuestes Beispiel: Die Kolumne »Übrigens« im Walliser Boten. Übrigens … die Auseinandersetzung ist noch lange nicht zu Ende, auch in Deutschland nicht.

Der «Leitfaden 3» – und was davon zu halten ist
von Dr. Alois Grichting

Übrigens … wurde am 1. August 2009 die konfuse neue Rechtschreibung, die 13 Jahre lang immer wieder verändert worden war, für die schweizerischen Schulen als bindend erklärt. Unsere Bundeskanzlei hat 2008 in dritter Auflage dazu einen «Leitfaden zur deutschen Rechtschreibung» herausgebracht. Nennen wir ihn «Leitfaden 3». Diese dritte Auflage wurde nötig, weil der «Rat für Rechtschreibung» 2006 vieles von dem rückgängig machte, was in den Jahren zuvor als «Neue Rechtschreibung» gepriesen worden war. So läuft das Possenspiel «Reform der Reformen»: Tat uns einst, reformbedingt, etwas «Leid», so tut es uns nun wieder «leid» – wie es vor der Reform war; was «so genannt» hiess, darf nun wieder «sogenannt» sein usw. Da die Autoren von «Leitfaden 3» nicht erläutern, warum etliche Jahre lang «Leid tun», «so genannt» usw. zu schreiben war, wird die Sache immer dubioser. Die Autoren stellen damit – auf die Vergesslichkeit der Leute hoffend – unehrlich als Neuregelungen vor, was eigentlich Rücknahmen der Reform sind. Wenn sie schrieben, die neue Regelung hätte viele Gegner, verschweigen sie, dass sie als Folge gewaltigen Widerstands gegen ihr liederliches Tun selbst Gegner dieser Reform werden mussten.
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Quelle: Walliser Bote, 15. Januar 2010, Seite 5
 
15. Februar 2010
Traurige Erkenntnis
Kategorie: Spruch der Woche

 

Leider können wir nicht mehr so werden wie die Kinder, stattdessen müssen wir mit ansehen, dass die Kinder so werden wie wir. 

Erich Kästner

 
10. Februar 2010
Null!
Kategorie: Politik, Bürokratie und andere Glückseligkeiten

 

Null!

»Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück — Null!«

Voltaire (französischer Schriftsteller und Philosoph; 1694 - 1778)

 
 
08. Februar 2010
Der Scheinwerfer
Kategorien: Humor | Spruch der Woche


 
 
05. Februar 2010
Paradoxer Wildwuchs
Kategorie: Rechtschreibung

Neue Rechtschreibung: Paradoxer Wildwuchs

Im Wallis macht sich eine weitere Stimme bemerkbar. Wir können gespannt sein, ob die Lehrer den ihnen zugespielten Ball annehmen.

„Eine klassische Verschlimmbesserung“
von Leander Bregy

Es gibt Menschen, denen ist nur alles Neue gut genug, recht und richtig. Es handelt sich dabei sehr oft um Menschen, die glauben, nur in ständigen Veränderungen und im Neuen liege das Heil der Welt. Und wer mit dieser Kategorie von stets verändernden Menschen nicht einverstanden ist, wird von diesen «Heilbringenden» bald einmal als rückständig, hinterwäldlerisch, konservativ und nicht zeitgemäss abgekanzelt.

Klar: Wer nicht mit der Zeit geht, mit dem geht man mit der Zeit … An dieser Aussage haftet zweifelsohne viel Wahres. Und: Was sich nicht bewährt, Probleme schafft, absolut überholt ist usw. darf und soll geändert, erneuert und verbessert werden. Aber: Die Erfahrung lehrt uns immer wieder, dass vieles vom Neuen, vom Geänderten, vom sogenannt Verbesserten in Tat und Wahrheit reinrassige Verschlimmbesserung ist!
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Quelle: Walliser Bote, 27. Januar 2010, Seite 5
 
Was uns die Geschichte des Geldes lehren kann
Kategorie: Politik, Bürokratie und andere Glückseligkeiten

 

Geldwertpolitik — knapp 100 Jahre zurückgeblickt

Inflationismus ist die Geldwertpolitik, die die Vermehrung der Geldmenge anstrebt.

Der naive Inflationismus fordert Vermehrung der Geldmenge ohne zu ahnen, daß die Vermehrung der Geldmenge die Kaufkraft der Geldeinheit vermindert. Er will mehr Geld sehen, weil Geldfülle in seinen Augen schon Reichtum ist. Fiat money! [Es werde Geld! — also Geldschöpfung aus dem Nichts] Der Staat möge Geld »schaffen«, um die Armen reich zu machen und von der Zinsknechtschaft der Kapitalisten zu befreien. Wie töricht doch, wenn man auf die Möglichkeit, alle reich und damit glücklich zu machen, die dem Staat durch das Recht der Geldschöpfung verliehen wurde, verzichten wollte, weil es den Interessen der Reichen zuwiderläuft! Wie verbrecherisch von den Nationalökonomen, zu behaupten, es stünde nicht in der Macht des Staates, durch die Notenpresse Reichtum zu schaffen! Ihr wollt Bahnen bauen, Staatsmänner, und klagt über Ebbe in den öffentlichen Kassen? So bettelt doch nicht bei den Kapitalisten um Darlehen und rechnet nicht ängstlich nach, ob eure Bahnen so viel tragen werden, daß ihr die Schuld werdet verzinsen und abtragen können! Helft euch selbst und schaffet Geld! Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
30. Januar 2010
Mund halten
Kategorie: Spruch der Woche

 

Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und trotzdem den Mund halten. 

Karl Valentin

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Veranstaltungen:
12.03.2010 - 13.03.2010
Mittelfränkischer Lehrertag, Schwabach, Karl-Dehm-Schule
16.03.2010 - 20.03.2010
didacta - die Bildungsmesse, Köln, Messegelände



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