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| 23. April 2013 |
| Kategorie: Besser lernen |
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Hast macht
dumm
von Karin
Pfeiffer
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Vermeintlicher oder echter Mangel an Zeit verführt beim
schulischen Lernen zu flatterhafter Neugier, aus der kein
bleibendes Interesse erwächst. Beharrlichkeit ist die
Voraussetzung für Lernen. Es gibt dabei nur ein Problem: die
Zuwendung zu einer Sache, der wir uns mit dauerhaftem Interesse
widmen, kostet Zeit. Ist diese Zeit wirklich nicht vorhanden?
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| Kategorie: Anekdoten |
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Das
Wechselgeld
von Veronika Weinreich
Es war im September 1956, die Schule hatte gerade wieder
begonnen. Als wir am Mittag nach Hause kamen, stand das Essen
bereits auf dem Tisch. Es gab Erbseneintopf. Noch während wir
aßen, sagte der Vater: „Morgen geht ihr in den
Nachbarort und holt drei Hendl ab.“ Und Mutter fügte
hinzu: „Der Bauer hat uns am Vormittag besucht, mit dem haben
wir es ausgemacht.“ Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 10. April 2013 |
| Kategorie: Besser lernen |
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Vom Sprechen und
Zuhören
von Karin
Pfeiffer
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„Nichts
wird so oft überflüssigerweise geöffnet wie der
Mund“, sagt ein Sprichwort. Wo allzuviel geredet wird,
hört niemand mehr zu. Gelegentliches Schweigen erst gibt
den Worten einen Sinn. Ein Mensch, der gut zuhören kann, wird
allgemein geschätzt. Wer zuhört, ist dem Sprechenden
zugewandt, schaut ihn an und nimmt am Gesagten Anteil. Aktives
Zuhören erfordert Selbstdisziplin, spontane Bedürfnisse
sollen zurückgestellt, Anzeichen von Ungeduld vermieden
werden. Das gute Gespräch ist ausgewogen – im Wechsel
wird gesprochen und zugehört. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 03. März 2013 |
| Kategorie: Schriftkultur |
| | | | | | Wie gut sind die Schüler heute in der Rechtschreibung?
| | | | KARIN HECHLER: Gemessen an den 60er Jahren ist es deutlich schlechter geworden. Es gibt dafür klare Hinweise. Es gibt keinen fehlerfreien Aufsatz mehr, auch nicht bei den besten Schülern. Das war früher anders. Wir sind nicht zufrieden mit dem, was auch gute Schüler in Deutsch erbringen. Weiterlesen hier>>>> | | | | | | | | Karin Hechler (63) ist Deutschlehrerin. Sie leitet die Schillerschule, eine von Frankfurts Schulen, die am Diktatwettbewerb teilnehmen. Mit ihr hat Thomas J. Schmidt von der »Frankfurter Neuen Presse« über die Orthografie und ihre Probleme gesprochen. | | | | | |
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| Kategorie: Schule |
| | Keinen Augenblick lang herrscht in unserem Kopf Schweigen. Immerzu spricht es, das ist uns meist gar nicht bewusst. Wenn ein anderer Menschen mit uns redet und wir aufmerksam zuhören, wiederholen wir die gehörten Worte im Geiste. Auf diese Weise eignen wir uns einen Teil des Gesagten an. Kinder lernen Sprache nur durch Nachahmung. Denken ist stumme Zwiesprache mit sich selbst. Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft lassen sich schulen, wenn wir die Kinder zu innerem Nachsprechen anregen. Dies lässt sich auf spielerischem Wege erreichen, begleitet durch Ruhe und freundliche Zuwendung. Auch Denken will Weile haben. Neu aufgelegt: Zuhörspiele. Fitnessübungen für Ohr und Geist. >>> | | | | | | | | | | | | | |
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| 21. Februar 2013 |
| Kategorie: Besser lernen |
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Stören und
Trödeln
von Karin
Pfeiffer
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Wer keine Zeit hat, ist ärmer als der
ärmste Bettler.
(Volksmund)
Kleine Kinder wehren sich heftig, wenn sie
unter das Diktat der Stundenpläne gezwungen werden. Sie leben
nach der „natürlichen Uhr“, und diese tickt im
Einklang mit dem kosmischen Rhythmus, dem alles Lebendige
unterworfen ist. Die künstliche Zeit, der wir Erwachsenen
folgen, greift schmerzhaft in unsere echten Bedürfnisse ein
und verformt unser Wollen. Dauerhektik kann geistig und
körperlich krank machen. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 19. Februar 2013 |
| Kategorie: Besinnliches |
| | Wir leiden nicht unter Bauchschmerzen, wenn wir keine haben. Das ist jedem klar und überflüssig zu sagen. Oder doch nicht? Kürzlich las ich in einem sehr interessanten Buch mit dem Titel »Die Logik des Misslingens« die folgenden Sätze: »Jemand, der starke Kopfschmerzen hat und davon gequält wird, wird vermutlich gern zu einem Mittel greifen, welches die Kopfschmerzen beseitigt, selbst wenn als Nebenwirkungen Bauchschmerzen angekündigt werden. Die Kopfschmerzen sind real, die Bauchschmerzen abstrakte Zukunft – und werden vermutlich, solange sie nicht vorhanden sind, gern in Kauf genommen werden. Wenn sie aber einmal da sind, wird sich alles umkehren. Um die quälenden Bauchschmerzen loszuwerden, wird man bald zu einem Mittel greifen, welches ebendiese beseitigt, aber Kopfschmerzen produziert.« (Seite 100) Damit stecken wir in der Zwickmühle, bei der wir zwischen Kopf- und Bauchmerzen hin und her pendeln. Liegt nur genügend Zeit zwischen der »Kopfschmerzbekämpfung« und den ersten Symptomen der »Bauchschmerzen«, so werden die Wechselwirkungen nicht mehr als Ursache erkannt. Zahlreiche politische Eingriffe in die gesellschaftliche Wirklichkeit erzeugen langfristig unerwünschte Nebenwirkungen, die zwar bekannt sind, aber die, weil in abstrakter Ferne liegend, hingenommen werden in der vagen Hoffnung, so schlimm werde es schon nicht kommen. Millionen Raucher denken so. Und die Trinker tun es ihnen gleich. Auch Beispiele aus der Nationalökonomie, des Staats- und Gemeinwesens und der Politik gibt es zahlreich. Ein staatlicher Eingriff wird »Reform« genannt: Gesundheitsreform, Schulreform, Rechtschreibreform, Währungsreform, Agrarreform, Wirtschaftsreform, Familienreform, Steuerreform ... Und das funktioniert so: Ein Loch auf, das andere zu — bzw. Kopfschmerzen hie, Bauchschmerzen da. Ist doch ganz normal. Oder etwa nicht? | | | | Das SPÄTER ist gar zu abstrakt. | | | | | | | | Dietrich Dörner: Die Logik des Misslingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 2003 | |
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| 15. Januar 2013 |
| Kategorie: Besser lernen |
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Erleben wir den
Niedergang der Sprachkultur?
von Karin
Pfeiffer
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Buchvorstellung
Barry Sanders. Der Verlust der Sprachkultur. S. Fischer Verlag
1995
Einige Zitate aus dem Buch:
„ ... die Zuhilfenahme von mehr Computerleistung wird das
Problem [der zunehmenden Analphabetisierung] nur verschärfen.
Indem man die Schüler an den Bildschirm fesselt, ...
zerstört man ihre Anlagen für das Lesen und Schreiben.
... Im Ergebnis bringt der Computer sie dem Analphabetismus immer
näher. Er zerrüttet das Verhältnis zu den
Mitmenschen und verstärkt den Effekt der zerrütteten
Familienverhältnisse, die zu Hause erlebt werden. Der
Gesellschaftsvertrag wurde nicht an einem Textverarbeitungscomputer
verfaßt. Er läßt sich auch nicht an einem
Textverarbeitungscomputer wieder herstellen.“ (S. 170)
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| 06. Januar 2013 |
| Kategorie: Besinnliches |
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Eine
große unerledigte Aufgabe bildet ein unüberwindliches
Hindernis für die Erledigung zahlreicher kleiner
Aufgaben.
Es ist nicht lange her, da kostete mich die Erledigung
täglicher Routineaufgaben große Überwindung. Ich
erkannte die Ursache, gleichwohl konnte sie nicht beseitigen. Die
unbewältigte Aufgabe lag vor mir wie ein gewaltiges
Bergmassiv. Ich schob die große Aufgabe vor mir her und
fühlte mich täglich erschöpfter und mutloser, weil
ich viel wertvolle Zeit mit sinnlosem Tun vergeudete. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 13. Dezember 2012 |
| Kategorie: Schriftkultur |
| | | | | | Die s-Regel der Rechtschreibreform — kritisch betrachtet
| | | | Seit die Reformschreibung in den Schulen verpflichtend eingeführt und von weiten Teilen der Schriftgemeinschaft mehr oder minder widerwillig übernommen wurde, hat sich vor allem die s-Schreibung zu einer unerschöpflichen Fehlerquelle entwickelt. An Warnungen hat es nicht gefehlt, dennoch wurde die neue s-Regel, das Herzstück der Reform, als ein Meisterstück der Logik gelobt und ihrer vorgeblichen Einfachheit halber gepriesen. Nun stellte sich gerade die s-Schreibung schon recht früh als besonders knifflig heraus. Zunächst hoffte man auf ein Übergangsphänomen. Heute wissen wir es besser. Die s-Schreibung verschlechtert sich mit jeder Generation von Schülern, die nach den neuen Regeln schreiben lernt. Ein Widerspruch? Inge Müncher ist dieser Frage nachgegangen und fand heraus, daß die neuen s-Regeln eine unzulässige Verkürzung darstellen: sie sind nämlich unvollständig. Weiterlesen hier>>>> | | | | | | | | Lesetip: Der große Blöff. Neue deutsche Rechtschreibung — einfach unlernbar. von Claudia Ludwig und Karin Pfeiffer
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| 12. Dezember 2012 |
| Kategorie: Besser lernen |
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Jeder Dummkopf kann
eine Maschine bedienen
von Karin
Pfeiffer
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Wenn ich das Christkind wäre (das echte
– denn vom Geburtsdatum 25. Dezember her bin ich eines), dann
würde ich Ihnen – Eltern und Lehrern – ein
bestimmtes Buch unter den Weihnachtsbaum legen und Ihnen die
Lektüre dringend empfehlen. Die folgenden Zitate stammen aus
diesem Buch.
Mathematik:
„Der Computer und sein kleiner Bruder, der Taschenrechner,
verhindern, dass man die Grundlagen des Rechnens lernt. Sie
verhindern, dass man einen Blick für das Wesen der Mathematik
entwickelt, dass man mit Zahlen vertraut wird oder Algebra wirklich
versteht.“ Diesen
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| 20. November 2012 |
| Kategorie: Besinnliches |
Bildung erscheint heute als eine Art Konsumartikel, den man am Stück oder im Sonderangebot kaufen kann. Abgangszeugnisse werden durch die Schule verteilt, und wir nennen sie »Bildungszertifikate«. Neben der Schule ist das Internet ein Mega-Supermarkt, in dem man je nach Bildungshunger beliebig »shoppen« kann. Ist das wirklich »Bildung« im ursprünglichen Sinne des Wortes? Was ist denn überhaupt Bildung? Ist Bildung, daß ich weiß, welchen Knopf ich an der Maschine drücken muß? Welche Buchseite ich aufschlagen muß? Ist jemand gebildet, der weiß, wie man die Suchmaschine im Internet bedient? Ist derjenige gebildet, der sich dem Zeitgeist grundsätzlich unterwirft oder jener, der trotz Gegenwindes an Verhaltensweisen oder Werten festhält, die sich bewährt haben und von denen wir mit gutem Grund annehmen, daß sie zeitlos sind? Ist gebildet, wer die Nebenflüsse der Donau aufzählen kann? Ist nur der gebildet, der ein glänzendes Abgangszeugnis einer Schule oder einen akademischen Grad vorweisen kann? Was ist Bildung? | | |
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