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Archiv: September 2007

 
25. September 2007
Lesewettbewerb
Kategorien: Humor | Schriftkultur
Lest mal laut und ganz schnell die folgenden Wörter — jeder Versprecher kostet fünfzig Cent fürs Sparschwein. (Wenn ihr zusammenlegt, reicht es für einen Band »Lesetraining«!)

Einlassschluss
Schlusssitzungssaal
Esssaalsessel
Flussseeschwalbe
Ausschusssitzung
Schlussszene
Bissstelle
Nasszelle
Landesausschusssitzung
Ortsschlussschild
Erdnussschale
Schlossanlage
Bassschlüssel
Nussschokolade
 

 
23. September 2007
»Mach ich doch mit links!«
Kategorie: Besser lernen

 


foto: pixelio

Die Fähigkeit zur sicheren Unterscheidung von rechts und links ist für das Lernen sehr wichtig. Wenn ein Kind Probleme mit der Zuordnung hat, können wir ihm helfen — und zwar mit einem kleinen Trick: Wir üben intensiv nur eine einzige Richtung! Wir vermeiden alles, was das Kind durcheinanderbringt, bis es sicher ist bei dem, was es tut: das ist meine rechte Hand, das ist mein rechter Fuß, ich hüpfe jetzt nach rechts, ich zwinkere mit meinem rechten Auge ... wenn wir die immer gleiche rechte Seite üben, gibt es bald keine Probleme mehr — auch nicht mit links!

»Mach ich doch mit links«
aus: Textwerkstatt Lesen kinderleicht

 
20. September 2007
Friedrich Schiller sagte ...
Kategorie: Besinnliches

Zur moralischen Schönheit der Handlungen ist Freiheit des Willens die erste Bedingung, und diese Freiheit ist dahin, sobald man moralische Tugend durch gesetzliche Strafen erzwingen will.

 
11. September 2007
Nasenbluten, Schluckauf und Schneidersitz
Kategorie: Besinnliches

Wenn ein Schüler niest, rufen wir alle fröhlich »Gesundheit!«
Doch was machen wir, wenn ein Kind Nasenbluten bekommt? Nassen Bausch in den Nacken drücken, Kopf nach hinten legen, Taschentuch unter die Nase halten ... Manchmal hilft das nicht rasch genug.

Für den Fall, dass die verletzte Ader im vorderen Teil der Nase liegt, was meist zutrifft, empfehle ich folgende Prozedur, die mir ein Arzt empfohlen hat, und welche bei mir selbst immer rasch zum Erfolg geführt hat:
Die Nasenflügel werden mit beiden Fingern fest zusammengedrückt. Der Druck wird etwa zwei bis drei Minuten ohne Unterbrechung ausgeübt, dann ist die Blutung meist gestillt.

 

Und was machen wir bei Schluckauf? An Tante Emmi denken oder Hubert, den Schönen? Ich weiß etwas Besseres. Selbst den hartnäckigsten Schluckauf wird man mit der folgenden Übung garantiert los, vorausgesetzt man ist ein wenig gelenkig:
Auf den Boden legen, eine Kerze machen — oder wenn man kann — einen Kopfstand. Eine Weile so verharren, dann senkt sich das zuckende Zwerchfell und gibt Ruhe. Glauben Sie das nicht? Einfach mal versuchen ...

Und hier sei ein weiteres Geheimnis verraten, das eigentlich keines ist. Unsere westliche Lebensweise, die uns ein halbes Leben auf Stühlen sitzend verbringen lässt, oft mit übereinandergeschlagenen Beinen, verursacht im Alter Hüfterkrankungen. Macht nix, sagen Sie, wir lassen uns einfach ein künstliches Hüftgelenk einsetzen! Ist in Ordnung. Die Hüftgelenkproduzenten und -einsetzer tragen ja auch zum Bruttosozialprodukt bei. Ich aber ziehe es vor, mit den eigenen Hüften zu leben, so lang es geht. Die Hüftgelenke profitieren vom Schneider- oder Yogasitz! Wer zudem auf das bequeme Übereinanderschlagen der Beine verzichtet, überdehnt und strapaziert die Hüftgelenke nicht. In den Ländern, wo man traditionell mit gekreuzten Beinen auf der Erde sitzt, gibt es so gut wie keine Hüftgelenkdegeneration.

Karin Pfeiffer

 
 
06. September 2007
Frontalunterricht, Faktenwissen, Langeweile
Kategorie: Schule

Ketzerisches zum Schulunterricht aus der Schweiz

Frontalunterricht
Schon länger passé ist auch der Unterricht von vorne, der ja ziemlich langweilig sein kann, je nachdem welches Temperament und Vortragsgeschick der betreffende Lehrer besitzt. An die Stelle des lehrerzentrierten Vortrags-, Frage und Instruktionsunterrichts trat das selbständige Lernen: Gruppenarbeit oder der sogenannte Werkstatt-Unterricht.
Ein älterer Lehrer berichtet, wie er unzählige Praktikantinnen erlebt hat und immer wieder erlebt, die aufwendig und liebevoll vorbereitete „Werkstätten“ mit in den Unterricht bringen. Er hege manchmal den Verdacht, die Junglehrerinnen wollten sich dahinter verstecken. Denn arbeiten die Kinder selbständig, ist man aus der Linie. Das Ergebnis sei oft nicht dem Aufwand entsprechend. Was aber beispielsweise der Postenlauf durchs Klassenzimmer garantiert bringt: viel Unruhe. Die schwachen Schüler flutschen unbehelligt mit, ohne viel zu lernen, derweil die Alphatiere an jedem Posten die gestellten Aufgaben erledigen. ... Oft geht es darum, daß etwas läuft im Schulzimmer, daß Abwechslung herrscht. Es soll den Schülern wohl sein ... 

Langeweile tut dem Lernen gut
Der britische Lehrerverband stellte jüngst fest, der Schulunterricht könne gar nicht langweilig genug sein, wie die Tageszeitung „The Independent“ berichtete. Durch Fernsehen, Computer und Videogames seien die Schüler überstimuliert, zu vielen Reizen ausgesetzt. Da könne ein ruhiger Unterricht eine gute Abwechslung sein. Wer gelangweilt sei, werde dazu gebracht, sich Gedanken zu machen und Fantasie zu entwickeln.
... 

Faktenlernen wird vernachlässigt
Traditionelles Lernen von Fakten – zum Beispiel in der Geographie – kommt kaum noch vor. Man unterrichtet „ganzheitlich“. Über große Themen diskutieren, mit wohlklingenden Titeln. Viertklässler sollen aus verschiedenen Medien Informationen über Vergangenes und Gegenwärtiges entnehmen. Sie sollen sich nun also als veritable Historiker betätigen: Quellensammlungen studieren und  so weiter – also das tun, was angehende Geschichtswissenschaftler in mehreren Studienjahren erst mühsam lernen müssen. Was sagt mir ein Dokument, beispielsweise aus dem 15. Jahrhundert,  wenn ich über die damalige Zeit nichts weiß? Würden die Primarschüler nicht gescheiter einfach ein Geschichtsbuch lesen? Aber eben, das ist ja unmodern ... 

Vernetztes Denken: im pädagogischer Nebel
Der Lehrmittelautor Jules Fickler sagt: „Man will den Schülern beibringen, vernetzt zu denken. Und vergisst dabei, dass ein Netz aus einzelnen Knoten besteht. Diese Knoten wären das Faktenwissen.“ Er hat als Lehrer selber die Ratlosigkeit erlebt, die diese großen Diskussionsthemen bei den Schülern auslösen. „Es kommt dann höchstens ein: „Ich weiß auch nicht.“ Diskutieren kann man erst, wenn man Fakten hat.“ Und abgesehen davon seien Kinder stolz, wenn sie etwas wissen.
 Der Unterricht will offenbar den heutigen Alltag nachbilden: Im Fernsehen läuft eine Sendung über Tiger in Indien, dann kommt etwas zur Oscar-Verleihung, und am Radio diskutieren sie über Feinstaub, gefolgt von einem Beitrag über die Lage der Maori auf Tasmanien. Bruchstückwissen, Häppchenkost. Ein anderer Lehrer sagt: „Wir leben in einer oberflächlichen Gesellschaft, man redet über alles und jedes, ohne vertiefte Kenntnisse. Lehrer sind nur so gut wie die Gesellschaft.“ 

(Quelle: Die Weltwoche 5/2006)

 
Die Generation von damals, zu der auch viele unserer Kunden zählen, sie lernte nach »altmodischen« Prinzipien. Und, so fragen wir jetzt einmal:
Wie steht es um Bildung, um Wissen und Können und um die Lebenstüchtigkeit dieser Generation? 
Besitzt denn all das, was dazumal erfolgreich in der Pädagogik angewendet wurde, heute keine Gültigkeit mehr?
Müssen wir immerzu
das Rad neu erfinden und uns dabei zwangsläufig
so oft schmerzhaft irren?
 
Fotos: pixelio 
 
01. September 2007
Allzu eifrig
Kategorie: Humor

  Ein Mensch sagt — und ist stolz darauf —
Er geh' in seinen Pflichten auf.
Bald aber, nicht mehr ganz so munter,
Geht er in seinen Pflichten unter.

Eugen Roth

[In diesem Sinne wünscht Ihnen allen einen guten Schulbeginn — die Redaktion]


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