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| 31. Oktober 2007 |
| Kategorie: Besinnliches |
.. . Ein grünes Blatt Ein Blatt aus sommerlichen Tagen, Ich nahm es so im Wandern mit, auf daß es einst mir möge sagen, Wie laut die Nachtigall geschlagen, Wie grün der Wald, den ich durchschritt. Theodor Storm |
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| 28. Oktober 2007 |
| Kategorie: Humor |
| Laß dir von keinem Fachmann imponieren, der dir erzählt: »Lieber Freund, das mache ich schon seit zwanzig Jahren so!« – Man kann eine Sache auch zwanzig Jahre lang falsch machen. Kurt Tucholsky |
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| 24. Oktober 2007 |
| Kategorie: Politik |
Der
Sozialismus, der auszog, um die Menschen sozialer zu machen, hat
sie durch die Enteignung des Privateigentums und durch das
totalitäre politische Zwangsregime unter der Diktatur des
Proletariats egoistischer und asozialer gemacht und eine
eigentliche soziale Wüste hinterlassen. Die sozialistische
Methode hat die Erreichung der sozialen Ziele der eigenen Ideologie
verunmöglicht und in ihr Gegenteil verkehrt. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 20. Oktober 2007 |
| Kategorie: Besser lernen |
| Sollen Kinder mit Heften oder mit Ordnern lernen und arbeiten? Vorteile des Ordners - Arbeitsblätter, Texte, Zeichnungen lassen sich leicht einreihen und umordnen
- schlecht gelungene Blätter können ausgewechselt werden
- es lassen sich mehrere Abteilungen bilden, die zum Abheften verschiedener Lernfächer dienen
Nachteile des Ordners - verlangt viel Ordnungssinn und Selbstüberwindung beim Ordnen
- verführt zu Flüchtigkeit und ungeordnetem Abheften
- verführt zu schlampigem Abheften (keine oder schlechte Lochstanzung der Blätter)
- ist voluminöser und beim Blättern unhandlich
- erschwert die Übersicht bei Nachlässigkeit in der Ordnung
- erzeugt möglicherweise eine nachlässige Einstellung zur Ordnung, da diese nicht bindend und endgültig ist
Vorteile des Schulheftes - ist leicht und handlich
- erzieht zu Sorgfalt in Schrift und Platzeinteilung
- Reihenfolge der Seiten bleibt immer dieselbe
- Einträge erfolgen der Reihe nach: das Heft besitzt sowohl eine unveränderbare Chronographie als auch Chronologie; für das Lernen ist das vorteilhaft
- Der bindende Charakter des Schulheftes verleiht ihm einen wertvolleren Rang, als dies bei losen Blättern der Fall ist
Nachteile des Schulheftes - unflexibel, zwingt zu Arbeitsformen, die im modernen Unterricht zu selten gepflegt werden
- fehlerhafte Seiten können nicht entfernt oder ausgetauscht werden
- Bilder oder zusätzliche Informationsblätter können nicht dazwischengeheftet werden
- für Lehrerkontrolle muß das ganze Heft abgegeben werden und steht dem Schüler für die Zeit Korrektur nicht zur Verfügung
Viele Lehrer und Eltern kennen das Problem mit überquellenden und unvollständigen Ordnern. Die meisten Kinder im Grundschulalter sind damit überfordert. In der Schultasche sammeln sich dann verknitterte, verschmutzte und zerrissene Arbeitsblätter. Dies prägt die kindliche Einstellung zum Lernen negativ. Wer sich von Beginn an für Ordner und Sammelhefter entscheidet, muß beim Einordnen helfen und ständig kontrollieren. Mit Erklärungen allein ist nichts erreicht. Es gilt, positive Gewohnheiten zu bilden. Man könnte darüber nachdenken, ob in der Grundschule nicht doch dem Schulheft der Vorrang eingeräumt werden soll. Armin Beeler* sagt dazu: „Das Heft erfordert mehr Sorgfalt und überlegte Gestaltung, denn man reißt ja weniger schöne Seiten nicht einfach heraus. Man kann sowohl mit dem Ordner wie mit dem Heft zu Selbständigkeit in der Führung seiner Schriften anleiten. Ich ziehe Hefte vor, weil sie die Gestaltung bewußter fordern."* (*Armin Beeler in: „Wir helfen zu viel", Beiträge zur Unterrichtspraxis, Klett und Balmer Verlag, Zug 1999, Seite 71) |
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| 17. Oktober 2007 |
| Kategorie: Veranstaltungen |
Das war Frankfurt 2007 | Schon wie im Jahr zuvor ist unser Nachbar ein fröhlicher Verleger von Japanisch-Lehrwerken »Japanisch im Sauseschritt«. Uns »sauste« es aber auch so schon genug. Unbegreiflich, wie schnell die Woche vorbeigerauscht ist! Wo nur ist die Zeit hingekommen? Frankfurt: wie immer inspirierend! Besonders gefreut habe ich mich über anregende Gespräche mit Messebesuchern und Kollegen. Wie wichtig der lebendige Gedankenaustausch ist, spüre ich stets aufs neue: er beflügelt, erheitert, tröstet, macht Mut. Mein Dank an alle Gesprächspartner! | Eins, zwei, drei im Sauseschritt; eilt die Zeit – wir eilen mit! Karin Pfeiffer |
???

| Wer auf der Buchmesse in Ruhe schmökern will, nutzt dazu am besten den Vormittag. An den Nachmittagen — besonders aber am Wochenende — wälzen sich Besuchermassen durch die Gänge. Ein Fortschritt: Wen die Leselust überwältigt, der kann die Bücher seines Verlangens meist gleich an Ort und Stelle käuflich erwerben. |  |  | , | | Was gibt es Neues? Von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt und von den Medien schamhaft verschwiegen wird die Tatsache, dass (daß!) nach wie vor viele Verlage für ihre Neuerscheinungen die gute Rechtschreibung wählen.
Die Leser anspruchsvoller Literatur bevorzugen allgemein die traditionelle Rechtschreibung — aus bekanntem Grunde: Komplexes kann nur mit Hilfe einer differenzierten und allgemeingültigen Rechtschreibung ausgedrückt werden. Der moderne Beliebigkeitsmischmasch eignet sich dazu nicht. Er verwirrt die Sinne und beleidigt das Auge. Welchen Ausweg gäbe es als den, sich der Schreibweisen zu bedienen, welche beim Lesen (und inzwischen wohl auch beim Schreiben) weniger Schwierigkeiten bereiten? Es gab niemanden, der die Reformschreibung als geglückt bezeichnet hätte. Ist nun die einzige Alternative jene, das Mißglückte auf Ewigkeiten tapfer und gehorsam anzuwenden? Weshalb eigentlich? Die das Schreibchaos betreffenden, stets abwertenden Kommentare möchten wir hier nicht wiederholen, jeder kennt sie. Und weil das Problem in der Presse kein Thema mehr ist, denkt der Bürger, das Problem sei abgeschlossen. Mitnichten! (Apropos Presse: Viel spannender als Rechtschreibreformen sind die verschiedenen Ferkel, die zum Gaudium aller guten Menschen unter Hohn und Spott durchs Dorf zu getrieben werden.) Abtrünnige Schweiz ... Weithin unbekannt dürfte zum Beispiel sein, daß sich die Eidgenossen inzwischen von der Reform abgekoppelt haben — für aufmerksame Beobachter ist das keine Überraschung. Maßgebliche Personen aus Presse und Verlagen arbeiten in dem eigens dafür gegründeten Gremium mit, der SOK (Schweizer Orthographie-Konferenz). Man arbeitet sich zurück (oder vor?) zu den traditionellen Formen der klassischen Rechtschreibung. Die Schweizer Agenturen und Zeitungen werden sie übernehmen. Standhaft schweigen deutsche Zeitungen zu dieser mehr als blamablen Entwicklung. Paradoxie eines erzwungenenen Weges: erst die sogenannte Rechtschreibreform hat zu einer (vorher nicht dagewesenen) Spaltung der deutschen Sprachgemeinschaft geführt.
|  | Eine leere Messehalle hat etwas Melancholisches. Rasch eingepackt, und ab nach Hause. Ade, bis zum nächsten Jahr! |
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| 11. Oktober 2007 |
| Kategorie: Besinnliches |
In einem Buch von Armin Beeler fand ich Gedanken, die ich Ihnen hier vorstellen möchte, weil ich sie für wichtig halte: Denken bedeutet für Beeler eine Übung in Redlichkeit und Demut. »Die kleinste Denküberheblichkeit macht Anstrengungen zur Denkerziehung zunichte. Dummheit ist nicht ein Problem von mangelnder Intelligenz, sondern eine Frage der Bescheidenheit beim Denken. [Hervorhebung vom Rezipienten] Wer einsieht und zugibt, dass ein bestimmter Zusammenhang für ihn zu anspruchsvoll ist, um daraus Schlüsse zu ziehen, Prognosen zu stellen oder entscheide zu fällen, verfügt über Bescheidenheit. Denkerziehung heißt also für uns auch Erziehung zu intellektueller Bescheidenheit. Ich kenne einfache, eher unterdurchschnittlich intelligente Menschen, die sich keineswegs dumm benehmen. Sie maßen sich nicht Fähigkeiten, Schlüsse, Urteile an, die ihre Fährikeiten übersteigen. Ich kenne auch intelligente Leute, die sich gelegentlich dumm benehmen, weil sie zu selbstsicher über Dinge urteilen, ohne die Bedingungen genügend zu kennen. Wer ist gegen solche Dummheit ganz gefeit?« (Armin Beeler in: „Wir helfen zu viel", Beiträge zur Unterrichtspraxis, Klett und Balmer Verlag, Zug 1999, Seite 79)
Die Versuchung des Geistes, der "Gewissheit" heißt, ist groß — ihm nicht zu erliegen, erfordert ständige Innenschau und Wachsamkeit. Das kann auch wehtun. Wahre menschliche Größe zeigt sich jedoch nicht in eitel zur Schau getragenen Rechthaberei, sondern auch in bescheiden geäußertem Zweifel ... |
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| 07. Oktober 2007 |
| Kategorie: Besinnliches |
Irgendwo sollte eine Hochzeit gefeiert werden. Die Brautleute hatten nicht viel Geld, aber dennoch waren sie der Meinung, daß viele Leute mitfeiern sollten. Es sollte ein großes Fest werden. Sie baten die Eingeladenen, je eine Flasche Wein mitzubringen. Am Eingang würde ein großes Holzfaß stehen, in das sie ihren Wein gießen könnten. Und so sollte jeder die Gabe des anderen mittrinken und jeder mit jedem froh sein. Als nun das Fest eröffnet wurde, liefern die Kellner zu dem großen Faß und schöpften daraus. Doch wie groß war das Erschrecken, als die Gäste den ersten Schluck aus den Gläsern nahmen: es war Wasser! Wie versteinert saßen sie alle da, als ihnen bewußt wurde, was geschehen war. Nicht nur der einzelne, sondern ein jeder von ihnen hatte gedacht: Die eine, die einzige Flasche Wasser, die ich selbst hineingieße, wird man in der Menge des von den anderen mitgebrachten Weins nicht schmecken, nicht merken. Heute will ich auf Kosten anderer feiern. — Das Fest hat nicht stattgefunden. Parabel
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