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| 28. November 2010 |
| Kategorie: Besinnliches |
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Vier Wochen vor dem
Weihnachtsfest beginnt die Adventszeit.
Das Wort »Advent« stammt aus der lateinischen Sprache:
adventus heißt Ankunft. Wer soll denn ankommen? Die Christen
erwarten die Geburt von Jesus Christus. Mit dem ersten Advent
beginnt in der katholischen und evangelischen Kirche das neue
Kirchenjahr. Am Heiligen Abend mit dem Sonnenuntergang endet die
Adventszeit. Diesen Beitrag
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| 23. November 2010 |
| Kategorie: Schule |
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Lesen in der Antike -
schwieriger als heute
Bei den alten Römern war das Lesen eine schwierige
Aufgabe, denn das Lateinische wurde wie das Griechische fortlaufend
geschrieben, in der scriptio continua, ohne Worttrennung
und Zeichensetzung. Man hatte eine „Text- und
Buchstabenwüste“ vor sich. Der Leser mußte sich
damit vertraut machen und eine Struktur „hineindenken“,
die von vornherein nicht da war. Ein rasches Querlesen war nicht
möglich, das Lesetempo selbst für geübte Leser
gedrosselt. Wie mühsam es für Kinder war, das Lesen
überhaupt erst zu erlernen, können wir uns lebhaft
vorstellen. Um etwas vorzulesen, Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 18. November 2010 |
| Kategorie: Schule |
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Das Visuelle im
Unterricht
Die Pädagogik legt viel Wert auf Anschauung im Unterricht,
denn alles Begreifen geht vom Gegenständlichen aus, wie das
Wort be-greifen schon nahelegt. Was wir niemals gesehen,
gehört, gefühlt haben, können wir uns nicht
vorstellen. Das Abstrakte baut auf dem Konkreten auf, nicht
umgekehrt. Insofern ist Anschaulichkeit unentbehrlich für
jegliches Lernen.
Die Möglichkeit, Schüler etwas anschauen und angreifen zu
lassen, ist jedoch nicht alles. Anschauung führt nur dann zu
Erkenntnis, wenn das Kind selbst dabei aktiv wird. Passives
Betrachten ist nicht gleich Lernen. Die verbreitete
Auffassung, das tägliche Betrachten von Bildern, Schautafeln,
Merksätzen oder Filmen setze einen Lernprozeß in Gang,
ist nichts als ein bedauerlicher Irrtum. Was ihm bloß gezeigt
wird, kann der Mensch nicht lernen. Wäre das anders, so
würden Kinder nach einigen Jahren regelmäßigen
Fernsehkonsums Diesen Beitrag
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| 17. November 2010 |
| Kategorie: Schriftkultur |
| | Schon wieder umlernen? | 2011 kommt die neue Rechtschreibreform! Tunfisch oder Thunfisch, dass oder daß — der Rat für deutsche Rechtschreibung der Kultusministerkonferenz reformiert die Reformen. Alle fünf Jahre muß der Rat für deutsche Rechtschreibung der Kultusministerkonferenz (KMK) einen Bericht vorlegen, der Vorschläge zur Anpassung des Regelwerks enthält. So will es die Satzung. Nach der letzten Rechtschreibreform im Jahr 2006 ist es 2011 wieder soweit. Tatsächlich übergab der Rat für deutsche Rechtschreibung bereits am 1. Oktober seine Änderungsvorschläge. Doch kaum eine Zeitschrift oder Zeitung berichtete. Sind die Medien sauer, weil die schreibende Zunft nicht in die Reformdebatte miteinbezogen wird? Vermutlich nicht saurer als das Volk. Weiterlesen hier! | | | | |
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| 11. November 2010 |
| Kategorie: Schule |
April 1985 Mein Sohn, drittes Schuljahr, soll als Hausaufgabe zwei Beschreibungen anfertigen. Die Themen darf er sich selbst aussuchen. Als erstes Thema wählt er »Das Akwarium«. Beim Lesen seiner Beschreibung bezweifle ich, ob in dem beschriebenen, phantastischen Biotop Fische überleben könnten. Nun das zweite, frei gewählte Thema: »Der Kompjuter«. Seit einiger Zeit steht ein solcher in unserem Büro. Weil mir die Aquariumfische schon recht leid tun und ich um das Funktionieren unseres Computers ernsthaft besorgt bin, biete ich nun meine aktive Mithilfe bei den Formulierungen an. Dieses Ansinnen wird voller Entrüstung zurückgewiesen. Der Knabe schreibt tapfer drauflos und formuliert ohne jeden Anflug von Selbstzweifel: »Der Kompjuter besteht aus vier Teilen: dem Fernseher, der Schreibmaschine, dem Plattenspieler und dem Ratterkasten.« Mit dem Ratterkasten meint er den Drucker. Der Plattenspieler ist die Diskettenstation. Die Tastatur erinnert ihn an unsere alte Schreibmaschine, und der Fernseher ist Mattscheibe. Heute wie damals. Das ist nun 25 Jahre her. Was müssen Schulkinder heute schreiben und beschreiben? Und was kommt dabei heraus? Sind solche Aufgaben nicht doch vielleicht etwas am Horizont von Neunjährigen vorbei ... heute wie damals? Ich frage ja nur. Karin Pfeiffer | 
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| 09. November 2010 |
| Kategorie: Schule |
Denken und Bildung »Unser Denken wird nicht von Informationen gesteuert, sondern von Ideen, Erfindungen und Einfällen. Nicht ein Berg von Informationen führt zum Verstehen, sondern Wissen. Jenseits des Wissens liegt das, was wir anstreben sollten: Weisheit. Leider schätzt unsere Informationsgesellschaft Daten höher ein als Erfahrung, Reife, Einfühlungsvermögen und Erleuchtung.« Und Informationen ersetzen nicht die Wirklichkeit. Informationen sind tot, wenn sie nicht zum Leben zurückführen, zum Fühlen, Riechen, Schmecken, Handeln ... Clifford Stoll Literaturhinweis: Clifford Stoll, LogOut, Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien, S.Fischer Verlag, Ffm 2001; obiges Zitag: Seite 210 | 
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| 07. November 2010 |
| Kategorie: Humor |
März 1985 Mit dem Humor ist es schon so eine Sache. Da rief aus Bayern eine Frau S. an und bestellte einige Titel aus unserem »humorvollen Lernprogramm«. Sie sagte: »Schicken Sie das bitte an das Fürther Lernzentrum«. Es folgte die Durchgabe der vollständige Anschrift. Bekanntlich liegt zwischen dem Telefonapparat in Fürth und dem Telefonhörer in Düren ein recht langer Draht. Das hatte akustische Folgen. Und wir erfuhren: was ähnlich klingt, muß noch längst nicht dasselbe sein. Zumindest der Postbote in Fürth ließ sich durch die kreativ abgewandelte Anschrift nicht narren und lieferte die Sendung brav an ihrem richtigen Bestimmungsort ab. Bei uns im Verlag klingelte aber noch am selben Vormittag unheilvoll schrillend das Telefon. Eine sehr erboste Frau S. aus Fürth war dran. Wir sollten jemand anderen veräppeln als ausgerechnet die seriöse Einrichtung, in deren Namen sie bestellt habe. Man sei ein Lernzentrum, kein Narrenzentrum, wie Adreßetikett und Rechnungsanschrift das ehrverletzend auswiesen. Unter solchen Umständen wolle man nichts mehr im Verlag mit dem »humorvollen Lernprogramm« bestellen, weshalb sie die Löschung der Adresse aus dem Pool verlange. Alle Erklärungs- und Beschwichtigungsversuche unsererseits waren vergeblich. Mit dem Humor ist es schon so eine Sache. Karin Pfeiffer | 
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| 03. November 2010 |
| Kategorie: Erziehung |
Das Hausaufgabenheft Die Hände ballten sich zu Fäusten, die jetzt wie im Fieber zuckten. Der schmächtige Junge hob die Arme leicht an. Ruckartig schleuderte er die Ellenbogen auf und nieder, so, als ob er wegfliegen wolle. Oder kämpfen. Heftig und mit unkoordinierten Schlägen hämmerten die kleinen Fäuste gegen die Hosentaschen. Im Gesicht des Knaben arbeitete es; die Mundwinkel tanzten, die Augenbrauen sträubten sich borstig, stiegen empor, schoben die Nasenwurzelhaut zu einem Faltengebirge zusammen; um den Mund zuckte es, sein Blick flackerte, während die Augen einen glasigen Schimmer bekamen. Man konnte förmlich sehen, welch schauriges Gewitter hinter seiner Stirne tobte. Also verzichtete ich auf einen Eintrag in das Hausaufgabenheft und händigte es ihm wieder aus. Hubert nahm es flugs an sich und sagte, immer noch sehr erregt: »Sonst bekomm' ich wieder furchtbare Schläge.« Das war 1984 in einem ersten Schuljahr. Was mag wohl aus Hubert geworden sein? |  Foto: pixelio
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