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Kategorie: Schriftkultur

 
03. März 2013
Mehr Rechtschreibfehler als früher
Kategorie: Schriftkultur
   
 

Wie gut sind die Schüler heute in der Rechtschreibung?

 
 

KARIN HECHLER: Gemessen an den 60er Jahren ist es deutlich schlechter geworden. Es gibt dafür klare Hinweise. Es gibt keinen fehlerfreien Aufsatz mehr, auch nicht bei den besten Schülern. Das war früher anders. Wir sind nicht zufrieden mit dem, was auch gute Schüler in Deutsch erbringen.

Weiterlesen hier>>>>

 
   
 Karin Hechler (63) ist Deutschlehrerin. Sie leitet die Schillerschule, eine von Frankfurts Schulen, die am Diktatwettbewerb teilnehmen. Mit ihr hat Thomas J. Schmidt von der »Frankfurter Neuen Presse« über die Orthografie und ihre Probleme gesprochen. 
   
 
13. Dezember 2012
Unbeherrschbar und fehlerhaft: die neue s-Schreibung
Kategorie: Schriftkultur
   
 

Die s-Regel der Rechtschreibreform — kritisch betrachtet

 
 

Seit die Reformschreibung in den Schulen verpflichtend eingeführt und von weiten Teilen der Schriftgemeinschaft mehr oder minder widerwillig übernommen wurde, hat sich vor allem die s-Schreibung zu einer unerschöpflichen Fehlerquelle entwickelt. An Warnungen hat es nicht gefehlt, dennoch wurde die neue s-Regel,  das Herzstück der Reform, als ein Meisterstück der Logik gelobt und ihrer vorgeblichen Einfachheit halber gepriesen. Nun stellte sich gerade die s-Schreibung schon recht früh als besonders knifflig heraus. Zunächst hoffte man auf ein Übergangsphänomen. Heute wissen wir es besser. Die s-Schreibung verschlechtert sich mit jeder Generation von Schülern, die nach den neuen Regeln schreiben lernt.
Ein Widerspruch?

Inge Müncher ist dieser Frage nachgegangen und fand heraus, daß die neuen s-Regeln eine unzulässige Verkürzung darstellen: sie sind nämlich unvollständig.

Weiterlesen hier>>>>

 
   
 Lesetip: Der große Blöff. Neue deutsche Rechtschreibung — einfach unlernbar.
von Claudia Ludwig und Karin Pfeiffer
 
   
 
13. September 2012
Handschrift und Lernen
Kategorie: Schriftkultur
 

foto: Gerd Altmann / pixelio
 
     
 

Entschleunigung durch Handschrift

Eine der wirksamsten Tempobremsen ist und bleibt das Schreiben mit der Hand. Leider ist in allen Schulstufen das Schreiben aus der Mode gekommen. Ist das Schreiben mit der Hand überflüssig geworden? Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
28. Juni 2012
Schreiben mit Anlauttabelle
Kategorie: Schriftkultur
   
 

Lesen durch Schreiben

 
 Während Kinder früher anhand einer Fibel Buchstabe für Buchstabe des Alphabets gelernt haben, benutzen viele heutzutage so genannte Anlauttabellen. Grundschüler in der ganzen Bundesrepublik lernen mittlerweile vermehrt nach der Methode »Lesen durch Schreiben«.
Nicht nur viele Eltern haben mit dem neuen Lernansatz Probleme. Auch unter Pädagogen ist die Methode umstritten. Eine Berliner Professorin für Grundschuldidaktik würde das Lernen nach »Anlauttabellen« lieber heute als morgen verbieten.  

Weiterlesen hier>>>> (Link zu RP online)

 
   
   
 
17. Februar 2012
Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

Mammutprojekt Rechtschreibreform ohne Erfolgskontrolle

Für Schüler sollte das Schreibenlernen leichter werden und für Schreibende die Schreibregeln leichter verständlich: Dies war das erklärte Ziel der Rechtschreibreform, die 1996 in Deutschland eingeführt wurde und 1998 offiziell bundesweit in Kraft trat. Die Einführung der Reform verursachte Millionenkosten, führte gerade bei Lehrern, Journalisten und Autoren zu jahrelangen Debatten.

Weiterlesen hier>>>> (Link zur Mainpost)

 
 
 
13. Dezember 2011
Abschaffung der Schreibschrift
Kategorie: Schriftkultur
 

Lasst die Schnörkel leben!

Auch bei der Süddeutschen macht man sich jetzt Sorgen um den Niedergang der Schreibkultur. Seit der Grundschulverband e.V. konsequent und unbeirrt die Abschaffung der Schreibschrift vorantreibt, Hand in Hand mit der Politik, scheint das Schicksal der Schreibschrift besiegelt zu sein. Ein Containerschiff, das mit Hilfe und Segen der mächtigen Ministerialbürokratie vom Stapel läuft, wird niemand aufhalten können, weder mit Bitten noch mit sachkräftigen Argumenten und Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
27. Oktober 2011
Schrift und Rechtschreibung gehören zusammen
Kategorien: Schule | Schriftkultur

Es ist eine Binsenweisheit: Schrift und Rechtschreibung sind voneinander getrennt gar nicht denkbar. Schreiben lernen bedeutet deshalb immer auch zugleich Rechtschreiben lernen. Heute wird im ersten Schreibunterricht der Schule die Orthographie vielerorts ausgeklammert. Im eigentlichen Sinne kann dann nicht von Schreibenlernen gesprochen werden. Kinder lernen das Nachzeichnen von Buchstaben, sie üben sich ohne Anleitung im phonetischen Kritzeln — nicht aber im herkömmlichen Schreiben! Schreiben heißt immer auch richtig schreiben. Siehe oben. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
09. Oktober 2011
Lesen durch Schreiben
Kategorie: Schriftkultur

Wenn in der Schule Falsches richtig ist

»Toa« statt »Tor«: Viele Grundschüler lernen mit einer Methode Lesen und Schreiben, bei der auf Regeln verzichtet wird. Pädagogen warnen.

Lesen Sie hier weiter >>>>>>>>


Zum Weiterlesen:

Vom Abschreiben
Weshalb wir die Handschrift pflegen sollten (Teil I)
Weshalb wir die Handschrift pflegen sollten (Teil II)
Computer und Lernen
Vereinfachte Ausgangsschrift
Die VA: Eine Schrift aus der Retorte

Zum Verständnis der unsinnigen Reformwut in Schulen:

Wer hat das Sagen in deutschen Klassenzimmern

 
02. August 2011
Umfrage zur Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

Mehrheit lehnt die Rechtschreibreform weiter ab

München (RP). 15 Jahre nach ihrer Einführung wird die Rechtschreibreform immer noch von einer Mehrheit der Deutschen abgelehnt. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid, das im Auftrag des "Focus" 1001 ausgewählte Personen befragte. Demnach wird die Reform von 1996 nur von einem Drittel der Bevölkerung begrüßt, 62 Prozent halten sie weiterhin für falsch. Das Interesse an korrekter Rechtschreibung sei nach wie vor ungebrochen hoch: Lediglich 15 Prozent halten sie für überflüssig, dagegen ist sie für 85 Prozent der Befragten wichtig. Mehr als die Hälfte der Deutschen (52 Prozent) gaben an, dass Rechtschreibung in ihrem Alltag eine große Rolle spiele.
 
Quelle: Mehrheit lehnt die Rechtschreibreform weiter ab (RP ONLINE, 01.08.2011) >RP ONLINE
 
 
08. Juni 2011
Es tut mir Leid — Es tut mir leid
Kategorie: Schriftkultur
 

15 Jahre Rechtschreibereform

Es tut mir Leid - Es tut mir leid
In der Kolumne «Übrigens» des Walliser Boten schreibt Dr. Alois Grichting zum 15jährigen Jubiläum der Rechtschreibreform (1996-2011):
Übrigens ... «feiern» die Verursacher der überstürzten, auf Impuls der Deutschen Kultusministerkonferenz in die Welt gesetzten Rechtschreibereform des Jahres 1996, das Jubiläum «15 Jahre Rechtschreibreform». Dass es hier eigentlich nichts zu feiern gibt, drückte die Präsidentin dieser famosen Konferenz, Frau Ministerin Johann Wanka, in der NZZ wie folgt aus: «Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibereform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden».  weiterlesen »»»
 
Weitere kritische Beiträge zum Thema: SOK (Schweizer Orthographische Konferenz)
 
 
18. Januar 2011
Das Ende der Rechtschreibung
Kategorie: Schriftkultur
 

Die Entropie der Schrift

Im Kosmos wirken zwei gegenläufige Kräfte: das ist zum einen die Syntropie, eine aufbauende Energie, welche hilft, die vorhandene Ordnung zu bewahren. Gleichzeitig gibt es eine Tendenz zur Entropie, welche zu Unordnung und Verfall neigt. Auch in der menschlichen Gesellschaft wirken Syntropie und Entropie, jeweils in unterschiedlichem Maße und auf unterschiedlichen Sektoren. Alles ist stets im Flusse — Aufbau und Abbau finden gleichzeitig statt.

Im Jahre 2003 erschien zu diesem Thema im dtv-Verlag ein Buch mit dem Titel »Das Ende der Zivilisation«. Anders als der düstere Titel es nahelegt, ist die Lektüre beinahe vergnüglich, denn der Autor — der Soziologe Manfred Wöhlke — trägt Nachdenkenswertes mit bissigem Humor vor. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
15. Dezember 2010
Seitenblick: NZZ zur Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

Voll geil

von Konrad Hummler

Dr. Konrad Hummler ist unbeschränkt haftender Teilhaber von Wegelin & Co. Privatbanquiers, St. Gallen, und Verwaltungsrat der AG für die Neue Zürcher Zeitung.

Erst stiess ich mich daran, wenn im Tram und auf Plätzen aus jugendlichen Mündern lautstark von voll-, mega- und obergeil die Rede war. Denn just bei diesem Wort sitzt die bisherige Begrifflich-keit aus naheliegenden Gründen ziemlich tief. Nun ertappte ich mich vor kurzem dabei, das Wort selber gebraucht zu haben. Als ich vom Abschluss der Vereinbarung zwischen Deutschland und der Schweiz über eine geplante Abgeltungssteuer erfuhr, entwich mir ein erleichtertes »Voll geil!«. Weiterlesen hier!

 
 
 
17. November 2010
2011 kommt die neue Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

Schon wieder umlernen?

2011 kommt die neue Rechtschreibreform!

Tunfisch oder Thunfisch, dass oder daß — der Rat für deutsche Rechtschreibung der Kultusministerkonferenz reformiert die Reformen.

Alle fünf Jahre muß der Rat für deutsche Rechtschreibung der Kultusministerkonferenz (KMK) einen Bericht vorlegen, der Vorschläge zur Anpassung des Regelwerks enthält. So will es die Satzung. Nach der letzten Rechtschreibreform im Jahr 2006 ist es 2011 wieder soweit. Tatsächlich übergab der Rat für deutsche Rechtschreibung bereits am 1. Oktober seine Änderungsvorschläge. Doch kaum eine Zeitschrift oder Zeitung berichtete. Sind die Medien sauer, weil die schreibende Zunft nicht in die Reformdebatte miteinbezogen wird? Vermutlich nicht saurer als das Volk. Weiterlesen hier!

 
 
 
19. Oktober 2010
Veranstaltungshinweis
Kategorie: Schriftkultur
 

Podiumsdiskussion auf der BuchBasel

Die Rechtschreibung ist völlig aus dem Häuschen, wer wollte das bestreiten! Heitere Anarchie allerorten, an orthographischen Varianten fehlt es nicht, und täglich kommen neue hinzu. Die saloppe Unbefangenheit im Umgang mit Wort und Schrift mag zwar bequem sein für Schriftproduzenten, den Leser hingegen (ver)stört das. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
22. September 2010
Die Reform wird nicht mehr rückgängig gemacht, weil wir ...
Kategorien: Schriftkultur | Humor
 

... zu viel investiert haben

»Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.« Da sagte Albert Einstein aber etwas! Da muß etwas Wahres dran sein, das erleben wir am Beispiel der allseits geliebten Rechtschreibreform. Sobald sich jemand mühsam in eine Sache eingearbeitet hat, will er partout nicht mehr von ihr lassen, da mag das Ergebnis noch so absurd sein. Liegt nicht etwas Irrationales im verbissenen Kampf um das Verlorene? Im Nachhinein sind wir endlich klüger. Dann bricht das große Staunen aus über die eigene Torheit. Woher kommt bloß die seltsame Leidensbereitschaft, die sich beharrlich weigert, sogar große Brocken nicht aus dem Weg zu räumen, über die man doch andauernd stolpert wie Freddy Frinton im Kultsketch »Dinner for one«? Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
03. August 2010
Rechtschreibregeln führen zu Fehlern
Kategorie: Schriftkultur
 

Verunglückt: Rechtschreibregeln

Unter die Rubrik »Verwissenschaftlichung« des Unterrichts gehören auch zahlreiche, Rechtschreibregeln, deren Formulierung eindeutig mißglückt ist. Diese haben seit 1996 nach und nach in die Pädagogik Eingang gefunden, wo ihnen ein langes Leben beschieden sein dürfte.
Gesehen kürzlich auf einer Schulbuchausstellung: Ein Plakat, ersonnen zum Zweck der visuellen Unterweisung und als Begleitmedium zu einem Rechtschreiblehrwerk für Grundschüler, verkündet folgenden sinnschweren Satz, der hiermit wörtlich wiedergegeben sei: Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
07. Juli 2010
Herkömmliche Rechtschreibung in Schulbüchern
Kategorie: Schriftkultur
 

Vertrag mit den Schulbuchverlegern

Im Verlaufe der sechsten Tagung der Schweizer Orthographischen Konferenz (SOK) am 20. Mai 2010 berichtete Ludwig Laher (IG Österreichische Autorinnen und Autoren, Rat für deutsche Rechtschreibung), „daß die Autorinnen und Autoren Österreichs in einem Vertrag mit den Schulverlegern erreicht haben, daß ihre Texte in Schulbüchern nicht ohne ihre Zustimmung an neue Normen angepaßt werden dürfen. In den Schulbüchern Österreichs werden damit wieder literarische Texte in herkömmlicher Rechtschreibung erscheinen. Dies wertet auch die SOK als wichtigen Erfolg im Kampf gegen amtlich verordnete Eingriffe in Sprache, Schrift und Gestalt eines Textes."

(aus der Pressemitteilung der SOK vom 20. Mai 2010)

Weitere Berichte:
SOK-Herbsttagung 2007
Tagung der SOK im Juni 2009
Link zur SOK (viele lesenswerte Beiträge)
 
 
28. Mai 2010
Tagungsbericht SOK
Kategorie: Schriftkultur
 

Sechste Tagung der Schweizer Orthographischen Konferenz (SOK)
Zunfthaus zur Waag, Zürich den 20. Mai 2010

Am Donnerstag, dem 20. Mai 2010, fand in Zürich die sechste Tagung der Schweizer Orthographischen Konferenz (SOK) statt. Mehr als 50 Teilnehmer aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland versammelten sich im Zunfthaus zur Waag, um gemeinsam die aktuelle Situation zu diskutieren und weitere Schritte zur Verbesserung der Lage abzusprechen. Mehr denn je besteht Handlungsbedarf zur Korrektur der Orthographieregeln. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
20. Februar 2010
Konfus!
Kategorie: Schriftkultur

Die konfuse neue Rechtschreibung

In der Schweiz wird in Sachen Rechtschreibung hinter den Kulissen heftig geplant und verhandelt. Ab und zu leuchtet in der Öffentlichkeit ein Widerschein auf – neuestes Beispiel: Die Kolumne »Übrigens« im Walliser Boten. Übrigens … die Auseinandersetzung ist noch lange nicht zu Ende, auch in Deutschland nicht. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
05. Februar 2010
Paradoxer Wildwuchs
Kategorie: Schriftkultur

Neue Rechtschreibung: Paradoxer Wildwuchs

Im Wallis macht sich eine weitere Stimme bemerkbar. Wir können gespannt sein, ob die Lehrer den ihnen zugespielten Ball annehmen.

„Eine klassische Verschlimmbesserung“
von Leander Bregy

Es gibt Menschen, denen ist nur alles Neue gut genug, recht und richtig. Es handelt sich dabei sehr oft um Menschen, die glauben, nur in ständigen Veränderungen und im Neuen liege das Heil der Welt. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
27. Januar 2010
Beim Eis Laufen ...
Kategorie: Schriftkultur


»Beim Eis Laufen kann man sich prächtig unter halten und ein Mal so richtig aus toben.« 

In der Schriftsprache grassiert ein Virus, der zu einer unübersehbaren Flut wunderbarer Wortvermehrung geführt hat. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
23. Januar 2010
Steigern, und wie!
Kategorie: Schriftkultur

Papa, wie steigert man furchterregend?
Lass mich in Ruh, ich lese gerade die Zeitung.
Papa, wie steigert man alleinstehend?
Was soll das jetzt schon wieder?
Papa, ich weiß nicht, wie man benzinsparend steigert! 
Ich steigere dir gleich was!

Alles muss man selber machen, denkt Hannes.
Aber er kann es ja! Morgen wird der Lehrer staunen, bei soviel Einfallsreichtum:

Furcht erregend — Fürchter erregend — am Fürchterlichsten regend
allein stehend — alleiner stehend — am alleinsten stehend
Benzin sparend — Benziner sparend — am Benzin sparendsten

 
 
06. November 2009
Autoren ärgern sich über die Folgen der Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur

Autoren verlangen Respekt für die Gestalt ihrer Texte
SOK Schweizer Orthographische Konferenz
Der Verband AdS, Autorinnen und Autoren der Schweiz, verlangt, dass die von ihnen gewählte Gestalt eines Textes respektiert wird. Zur Gestalt gehöre ausdrücklich auch die Rechtschreibung. Der Verband ersucht die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates in einer Eingabe vom 20. August 2009, »dafür zu sorgen, dass das amtliche Regelwerk endlich unabhängig von Politik, Ideologie und wirtschaftlichen Interessen korrigiert wird und dass die neue Rechtschreibung in der dafür nötigen Zeit in Schule und Verwaltung ausgesetzt wird. Für einen gangbaren Weg halten wir die Empfehlungen der Schweizer Orthographischen Konferenz (SOK).« Weiterlesen>>>>

Auch in Österreich bewegt sich etwas. Beispielhaft ist die Vereinbarung zwischen der Interessengemeinschaft österreichischer Autorinnen und Autoren und den österreichischen Schulbuchverlagen, die am 1. Januar 2010 in Kraft treten soll. Danach haben die Schulbuchverlage das Recht, Ausschnitte aus Werken zu publizieren, dürfen die Texte dabei aber nicht bearbeiten und entstellen. »Auch Rechtschreibanpassungen (inklusive Interpunktion) bedürfen der Einwilligung der Urheber.« Die Vereinbarung hat auch die Unterstützung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. Zur Präambel der Vereinbarung.

 
Quelle: Homepage der SOK http://www.sok.ch/
 
29. Oktober 2009
Schriftbild und Sprache
Kategorie: Schriftkultur

Sprechen und Denken werden durch unsere Schriftsprache mehr geformt, als wir ahnen. Könnte es sein, daß die Vorstellung vom Begriff und damit die Sicht der Welt eng zusammenhängen mit dem Schriftbild eines Wortes? Bevor ein Mensch schreiben kann, ist sein Sprachverständnis verwaschen, die Wörter und ihre Botschaften werden eigenwillig interpretiert. Dazu drei Beispiele. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
11. September 2009
Rechtschreibreform: ein gutes Geschäft?
Kategorie: Schriftkultur

Vom Duden für dumm verkauft
von Hans Krieger
Duden & Co machen sich wieder wichtig. Wenn man schon mit einer Rechtschreibreform die allgemeine orthographische Verunsicherung herbeiverordnet hat (nicht nur in der Sozialpolitik nennt man Verschlechterungen »Reform«), dann muß diese Verunsicherung auch geschäftlich genutzt werden. Drei Jahre ist es immerhin schon her, daß der Deutsche Rechtschreibrat die Reform reformiert und damit neue Wörterbücher nötig gemacht hat. Und irgend etwas muß in so langer Zeit doch wohl passiert sein, das die Anschaffung eines noch neueren Rechtschreibwörterbuches unabdingbar macht. Orthographisch ist aber rein gar nichts passiert; nicht einmal die Schilder »Ausfahrt freihalten« müssen in »Ausfahrt frei halten« geändert werden, wie die Süddeutsche Zeitung herausgefunden zu haben glaubt, denn freihalten durfte man schon bisher nur einen Gast, aber keine Ausfahrt. Warum also Neuauflagen bei Duden wie beim Konkurrenzunternehmen Wahrig? Weiterlesen>>>>

 
Quelle: Ossietzky. Zweiwochenschrift für Politik/Kultur/Wirtschaft
 
20. August 2009
Zusammen oder getrennt?
Kategorie: Schriftkultur

Rechtschreibempfehlungen aus dem neuen Duden
aufgespießt von Theodor Ickler
Die Zusammen- und Getrenntschreibung ist leichter geworden. Wer den neuen Duden gekauft hat, kann sich gleich davon überzeugen. Der Germanist Theodor Ickler hat einige Beispiele für die Erleichterungen durch die Rechtschreibreform zusammengetragen:

Furcht einflößend, furchterregend, Energie sparend, platzsparend, Raum sparend, zeitsparend, Staaten bildend, klassenbildend, Sporen bildend, blutbildend, Segen spendend, gnadenbringend, kaputt machen, kaputtsparen, stramm ziehen, strammstehen, geradebiegen, gerade richten, allgemeingültig, allgemein verbindlich, nichtssagend, nichts ahnend, weit gereist, weitverbreitet, hochdekoriert, hoch dotiert, eine Handvoll, eine Zeit lang

Alles klar?

 
 
 
01. August 2009
Welt online: Die Rechtschreibreform ist gescheitert
Kategorie: Schriftkultur

Die Leidtragenden sind die Schüler
von Dankwart Guratzsch
Im verflixten 13. Jahr nach der umstrittenen Rechtschreibreform legen Duden und Wahrig parallel zwei neue deutsche Wörterbücher vor — und bescheinigen damit ungewollt der größten Umstellung der deutschen Schriftsprache seit Konrad Duden ihr völliges Scheitern. Denn statt einer gemeinsamen Orthographie — also Richtigschreibung — für das Deutsche präsentieren sie zwei. Weiterlesen>>>>

 
 
 
07. Juni 2009
SOK fordert Rechtschreibmoratorium
Kategorie: Schriftkultur

Am 4. Juni 2009 trafen sich in Zürich hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Presse, Verlagwesen und Schule zur Frühlingstagung der Schweizer Orthographischen Konferenz (SOK). Unter den zahlreich erschienenen Teilnehmern befanden sich auch Gäste aus Deutschland und Österreich. Das zentrale Anliegen aller Anwesenden zeigte sich in der Sorge um das Kulturgut Schriftsprache. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
01. Juni 2009
Ein Rechtschreibpanorama - Rückblick und Ausblick
Kategorie: Schriftkultur

In der ersten Ausgabe 2009 der Zeitschrift des Philologenverbandes »Gymnasium in Niedersachsen« gibt Wolfgang Steinbrecht einen lesenswerten Überblick über Entstehungsgeschichte und Folgen der sogenannten Rechtschreibreform. Hier geht es zum Text»

Übergeordneter Link: SOK Schweizer Orthographische Konferenz

 
 
 
20. Mai 2009
Die Schweiz weist den Weg aus dem Chaos
Kategorie: Schriftkultur

In der NZZ Online erschien am 17. Mai ein Beitrag über Möglichkeiten, das Chaos in der Rechtschreibung zu beenden. Seit 2004 ist fast allen klar, dass die deutsche Rechtschreibreform von 1996 gescheitert ist. Anstatt sie zurückzunehmen, hat man sie 2006 mit der Freigabe unzähliger Varianten ins Kraut schießen lassen. Die jetzige Situation ist zutiefst unbegriedigend. Rudolf Wachter, der Verfasser des Artikels, ist Professor für historische Sprachwissenschaft an den Universitäten Basel und Lausanne. Die beherzten Schritte, die in der Schweiz zur Lösung des untragbaren Problems unternommen werden, können auch für Deutschland wegweisend sein. Hier geht es zum Text»

 
 

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