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Kategorie: Schriftkultur

 
01. Februar 2017
Wozu Handschrift?
Kategorie: Schriftkultur

 

Der Zweck der Schrift: gelesen werden

»Da sind wohl Hühner spazierengegangen«, seufzt die Lehrerin. Am häuslichen Schreibtisch beugt sie sich über das Heft eines Schülers, versucht dessen Schrift zu entziffern. In dieser Szenerie offenbart sich die ganze Sinnlosigkeit nachlässig angefertigter Niederschriften. Schrift, die man nicht lesen kann, ist ohne Funktionswert. Schrift ist optische Mitteilung über Raum und Zeit hinaus. Diesem Zweck gehorcht die Notwendigkeit einer Form-Normierung. In der Grundschule werden unsere Kinder in dieses genormte Schriftsystem eingeführt. Lesen und Schreiben sind grundlegende Kulturtechniken, die von jeder Generation neu erlernt werden müssen. Unter Anleitung des Lehrers üben Kinder die gebräuchlichen Buchstabenformen ein. Schreibenlernen verfolgt das Ziel, sich schriftlich mitteilen zu können. Eine Gesellschaft, die darauf verzichtet, ihre Kinder in das bestehende Normsystem einzuführen, wird dies unweigerlich mit der Einbuße des kulturellen Niveaus bezahlen müssen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
16. November 2016
Weshalb wir Handschrift pflegen sollten (Teil II)
Kategorie: Schriftkultur

Die eigene Handschrift zu verbessern, dafür ist es nie zu spät. Schauen wir einmal, was dazu alles nötig ist:

Das Schreibmaterial

Hilfreich sind Bleistift, Buntstift, Wachsmaler, Filzstift, Füller. Von Kuli oder Tintenroller ist abzuraten. Sie setzen der Handmotorik zu viel bzw. zu wenig Gleitwiderstand auf dem Papier entgegen. Radiergummi und Tintenkiller mögen nützlich sein für die Schreibpraxis; zum Üben der Handschrift schließen wir beides fort, denn ihre Benutzung stört Ablauf des Schreibens. Wer sich verschreibt, Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
06. November 2016
Weshalb wir Handschrift pflegen sollten (Teil I)
Kategorie: Schriftkultur
Rückgabe der Klassenarbeit in einem achten Schuljahr. Die Aufsatzhefte werden verteilt. Mit Spannung schlägt jeder Schüler das Heft auf, sobald er es vor sich liegen hat. Ein schlacksiger Blonder ist aufgestanden und tritt mit dem offenen Heft ans Pult, wo der Lehrer noch einige Eintragungen in das Klassenbuch vornimmt.
»Was heißt das?« Der Schüler deutet mit dem Finger auf die rote Schreibe unter seiner Arbeit. Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
22. September 2016
Schreiben heißt Denken
Kategorien: Schule | Schriftkultur

Weshalb das Schreiben so wichtig ist

Schreiben heißt Denken — Schreiben ist das langsame, bedächtige Abtasten von Wörtern und Begriffen. Dabei errichtet der Schreibende in Gedanken eine Brücke von der realen zur geistigen Welt. Schreiben, gemeint ist handschriftliches Niederlegen von Gedanken, ist im schulischen Unterricht unerlässlich, sofern dieser dem Anspruch gerecht werden will, Bildung zu vermitteln. Bildung entsteht nicht durch bloßen, spaßaffinen Konsum von Informationen. Ohne die Mühen des gedanklichen Durchdringens von Phänomenen gib es keinen Bildungserfolg. Das Rezept heißt vielmehr: Entschleunigung! Gedankliche Durchdringung gelingt, wenn das Tempo der heranbrandenden Wörter gedrosselt wird. Dies geschieht durch Schreiben.
Bildung bzw. das, was wir unausgesprochen darunter verstehen, bedarf trotz aller gegenläufigen Erscheinungen der geschriebenen Sprache. Lesen und Schreiben sind - und werden es bleiben - die wichtigsten Werkzeuge erfolgreichen Lernens. Schreiben heißt Denken. Sinnerfassendes, bildungsformendes Lesen ist ohne Schreibfertigkeit nicht denkbar. Und genau hier schließt sich der Kreis.

Karin Pfeiffer


foto: christoph schmotz by pixelio
 
 

 

 
12. Mai 2016
Der Schulbuss kommt
Kategorie: Schriftkultur

 
29. Januar 2016
Seitenblick: NZZ zur Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

Voll geil

von Konrad Hummler

Dr. Konrad Hummler ist unbeschränkt haftender Teilhaber von Wegelin & Co. Privatbanquiers, St. Gallen, und Verwaltungsrat der AG für die Neue Zürcher Zeitung.

Erst stiess ich mich daran, wenn im Tram und auf Plätzen aus jugendlichen Mündern lautstark von voll-, mega- und obergeil die Rede war. Denn just bei diesem Wort sitzt die bisherige Begrifflich-keit aus naheliegenden Gründen ziemlich tief. Nun ertappte ich mich vor kurzem dabei, das Wort selber gebraucht zu haben. Als ich vom Abschluss der Vereinbarung zwischen Deutschland und der Schweiz über eine geplante Abgeltungssteuer erfuhr, entwich mir ein erleichtertes »Voll geil!«. Weiterlesen hier!

 
 
 
02. August 2015
Chaos im Schreiben und Denken
Kategorie: Schriftkultur
 

 


„Zehn Jahre nach der offiziellen Einführung der Rechtschreibreform ist die Bilanz dieses obrigkeitlichen Gewaltaktes der Kultusbürokratie an der Sprache so ernüchternd wie eh und je.“ Mit diesem Satz beginnt ein Kommentar von Heike Schmoll in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung anlässlich des Jahrestags der fragwürdigen Vergewaltigung der Sprache durch einige besessene Linguisten. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
30. Juli 2015
Überflüssige Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

 


Vor gut 20 Jahren beschlossen die Kultusminister neue Schreibregeln für Schüler. Der ehemalige bayerische Kultusminister Hans Zehetmair (CSU), der selbst an der Reform mitgewirkt hat, bereut dies heute. Die Neuregelung sei überflüssig gewesen, der Streit um die Reform sei „gespenstisch“.

Lesen Sie mehr dazu hier >>>>

 
   

 

 

 
03. Mai 2015
Punkt.
Kategorie: Schriftkultur

Ist ein Lehrer, der von seinen Erstklässlern verlangt, dass sie die i-Punkte genau über das i setzen, ein i-Tüpfel-Reiter? Sollte er den Schülern nicht lieber sagen: „Irgendwo über dem Buchstaben i könnt ihr, wenn ihr Lust habt, einen Punkt setzen. Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm, jeder soll das so machen, wie es ihm gefällt.“

 
10. März 2015
Schraibm nach gehöa
Kategorie: Schriftkultur
 

Schreiben nach Gehör

„Schreiben nach Gehör“ sei unterlassene Hilfeleistung, so die Redakteurin Uta Rasche in einem aktuellen Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die Beliebigkeitsmethode „verlegt das Lernen von der Schule nach Hause“, bürde den Eltern viel Arbeit auf und benachteilige Schüler aus bildungsfernen Elternhäusern, die keinen privaten Nachhilfeunterricht bekommen.

Lesen Sie hier weiter >>>

 
 

Diktate sind ein unverzichtbares pädagogisches Werkzeug im Rechtschreibunterricht. Richtig eingesetzt, ist das Diktateschreiben bei Schulkindern akzeptiert und sogar beliebt, weil der Zusammenhang zwischen Übung und Erfolg deutlich wird. Voraussetzung ist, dass die Texte vorher gut geübt werden! Das Schreiben von Diktaten in individuell angepasster Länge überfordert nicht, sondern ist ein Beitrag zur Schulung von Konzentration und Schreibintuition.

Der Stolz Verlag bietet zahlreiche Übungsmaterialien, die sowohl in Schule als auch in Elternhaus erfolgreich eingesetzt werden können:

Übungshefte für die Klassen 1 bis 4

Übungshefte ab Klasse 5


 

 

 

 
24. Januar 2015
Sauklauenschrift
Kategorie: Schriftkultur
 

Die Vereinfachte Ausgangsschrift muss auf den Prüfstand!

Wir beobachten seit Jahren, dass unsere Azubis nicht mehr flüssig schreiben können. Die älteren Schulkinder in unserer Familie haben VA gelernt und „Sauklauen“ entwickelt. Andere Mütter berichteten, dass ihre Kinder in den weiterführenden Schulen aufgrund ihrer Schrift Probleme bekommen hätten und mit ihrer Schrift unglücklich wären. Das veranlasste mich, mich näher mit der Vereinfachten Ausgangsschrift (VA) zu beschäftigen. 

Lesen Sie hier weiter >>>

 
   
 

 

Richtig und schön schreiben kann jedes Kind lernen:

Damit du es lesen kannst

Handschrift-Trainer

 

 

 

 
23. November 2014
Niemand fühlt sich zuständig
Kategorie: Schriftkultur
 

Rechtschreibreform: Niemand fühlt sich zuständig

Seit der Rechtschreibreform weiß niemand mehr so genau, was richtig und was falsch ist. Vielfältige Schreibweisen verunsichern und beeinträchtigen Lesbarkeit und Verständnis von Texten. Die Aufgabe der bis 1996 gültigen allgemeinverbindlichen Norm muß daher als kultureller Rückschritt gewertet werden.
Während das Problem in Deutschland mit Stillschweigen übergangen wird, wollen sich die Schweizer Eidgenossen nicht mit dem Schreibchaos abfinden und hoffen, daß die deutschsprachigen Nachbarländer dem guten Beispiel folgen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
12. September 2014
Digitales Lernen - das Ende von Bildung?
Kategorie: Schriftkultur
 


Foto: Eklih Mmorf_pixelio.de


„Im Juni 2013 startete die Obama Administration das Programm ConnectED, eine Initiative für K-12 Schulen (Kindergarten bis 12. Klasse), die das Ziel hat, 99% der amerikanischen Schüler drahtlos ins Internet zu bringen. In diesem Rahmen werden lokale Schulträger ermutigt, Geräte für Schüler zu kaufen und die Budgets zu erhöhen, damit auch die Lehrer ausreichend ausgebildet werden, mit solchen Geräten zu arbeiten. Lehrer werden ermutigt, mehr computerbasierte Tests anzubieten und den Papierverbrauch zu reduzieren ...“

Nicht nur in Amerika, sondern auch bei uns schreitet die Digitalisierung des Unterrichts mit schnellen Schritten voran. Nicht alle Lehrer sind von dieser Entwicklung begeistert. Bei allen Vorteilen, welche die Technik bietet, sind die Schattenseiten unübersehbar. Bedeutet digitales Lernen das Ende von Bildung? Lesen Sie mehr dazu hier >>>>

 
   

 

 

 
17. Januar 2014
Grüß Gott, Herr Lehrerin!
Kategorie: Schriftkultur
 

Die politisch korrekte Gendersprache verlangt heute bei Nennung von Kategorien, die ungeachtet des Geschlechts für einen Beruf oder eine menschliche Beschäftigung stehen, die Nennung sowohl der weiblichen und männlichen Form. Auf diese Weise werden Texte sinnlos aufgebläht, bei konsequenter Anwendung des Gendersprech sogar unlesbar. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
09. November 2013
Doppelt so viele Fehler dank Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

Die neue Rechtschreibung verwirrt Schüler, statt zu helfen. Die Verantwortlichen wollen das nicht hören, aber neue Studien zeigen jetzt klar: Die Schreibleistung hat sich dramatisch verschlechtert.

Von Dankwart Guratzsch

Hier geht es zum Beitrag >>>>>

 
 

Nachbemerkung: Von Anfang an haben wir speziell die einfache Handhabung der neuen s-Schreibung angezweifelt, weil sich deren vielgepriesene Logik nur demjenigen erschließt, der die herkömmliche s-Schreibung beherrscht. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
23. Oktober 2013
Rechtschreibung der Schüler so schlecht wie noch nie
Kategorie: Schriftkultur
 

Seit Einführung der Rechtschreibreform an den Schulen sind 15 Jahre vergangen. Die Hoffnung auf Erleichterung des Schreibens hat sich, wie zu erwarten war, nicht erfüllt. Schon von Anfang an hat die politisch erzwungene Änderung der tradierten Schreibweisen für reichlich Unmut gesorgt. Nach anderthalb Jahrzehnten ist die Bilanz entsprechend schlecht. Die neuen Regeln erwiesen sich als inkonsistent, und so entwickelte sich schon bald eine unübersichtliche Variantenschreibung. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
14. August 2013
Wird "Lesen durch Schreiben" verboten?
Kategorie: Schriftkultur
     
  Hamburg, 13. August 2013
Schädliche Praxis "Lesen durch Schreiben" endlich auf dem Prüfstand

 
 

„Die für Grundschüler schädliche Praxis „Lesen durch Schreiben“ kommt in Hamburg endlich auf den Prüfstand. Siehe hier und hier.

Bei Lesen durch Schreiben dürfen die Schüler zunächst die Wörter so schreiben, wie sie sie hören, d. h. so ungenau oder undeutlich, wie sie jeweils in ihrer Klasse verwendet werden. Zentrales Hilfsmittel ist eine „Anlaut- oder Buchstabentabelle“, die mit Bildern arbeitet. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
03. März 2013
Mehr Rechtschreibfehler als früher
Kategorie: Schriftkultur
   
 

Wie gut sind die Schüler heute in der Rechtschreibung?

 
 

KARIN HECHLER: Gemessen an den 60er Jahren ist es deutlich schlechter geworden. Es gibt dafür klare Hinweise. Es gibt keinen fehlerfreien Aufsatz mehr, auch nicht bei den besten Schülern. Das war früher anders. Wir sind nicht zufrieden mit dem, was auch gute Schüler in Deutsch erbringen.

Weiterlesen hier>>>>

 
   
 Karin Hechler (63) ist Deutschlehrerin. Sie leitet die Schillerschule, eine von Frankfurts Schulen, die am Diktatwettbewerb teilnehmen. Mit ihr hat Thomas J. Schmidt von der »Frankfurter Neuen Presse« über die Orthografie und ihre Probleme gesprochen. 
   
 
13. Dezember 2012
Unbeherrschbar und fehlerhaft: die neue s-Schreibung
Kategorie: Schriftkultur
   
 

Die s-Regel der Rechtschreibreform — kritisch betrachtet

 
 

Seit die Reformschreibung in den Schulen verpflichtend eingeführt und von weiten Teilen der Schriftgemeinschaft mehr oder minder widerwillig übernommen wurde, hat sich vor allem die s-Schreibung zu einer unerschöpflichen Fehlerquelle entwickelt. An Warnungen hat es nicht gefehlt, dennoch wurde die neue s-Regel,  das Herzstück der Reform, als ein Meisterstück der Logik gelobt und ihrer vorgeblichen Einfachheit halber gepriesen. Nun stellte sich gerade die s-Schreibung schon recht früh als besonders knifflig heraus. Zunächst hoffte man auf ein Übergangsphänomen. Heute wissen wir es besser. Die s-Schreibung verschlechtert sich mit jeder Generation von Schülern, die nach den neuen Regeln schreiben lernt.
Ein Widerspruch?

Inge Müncher ist dieser Frage nachgegangen und fand heraus, daß die neuen s-Regeln eine unzulässige Verkürzung darstellen: sie sind nämlich unvollständig.

Weiterlesen hier>>>>

 
   
 Lesetip: Der große Blöff. Neue deutsche Rechtschreibung — einfach unlernbar.
von Claudia Ludwig und Karin Pfeiffer
 
   
 
13. September 2012
Handschrift und Lernen
Kategorie: Schriftkultur
 

foto: Gerd Altmann / pixelio
 
     
 

Entschleunigung durch Handschrift

Eine der wirksamsten Tempobremsen ist und bleibt das Schreiben mit der Hand. Leider ist in allen Schulstufen das Schreiben aus der Mode gekommen. Ist das Schreiben mit der Hand überflüssig geworden? Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
28. Juni 2012
Schreiben mit Anlauttabelle
Kategorie: Schriftkultur
   
 

Lesen durch Schreiben

 
 Während Kinder früher anhand einer Fibel Buchstabe für Buchstabe des Alphabets gelernt haben, benutzen viele heutzutage so genannte Anlauttabellen. Grundschüler in der ganzen Bundesrepublik lernen mittlerweile vermehrt nach der Methode »Lesen durch Schreiben«.
Nicht nur viele Eltern haben mit dem neuen Lernansatz Probleme. Auch unter Pädagogen ist die Methode umstritten. Eine Berliner Professorin für Grundschuldidaktik würde das Lernen nach »Anlauttabellen« lieber heute als morgen verbieten.  

Weiterlesen hier>>>> (Link zu RP online)

 
   
   
 
12. Juni 2012
Smartphone, Handy und Co.
Kategorie: Schriftkultur
Wenn wir nicht mehr direkt miteinander kommunizieren ...

Keine Frage, die modernen Medien verändern unsere Kommunikationskultur. Niemand könnte jedoch heute schon sagen, mit welchen konkreten Auswirkungen wir es in etlichen Jahren zu tun haben werden. Eins ist klar: das direkte Gespräch zwischen Menschen ist grundsätzlich anders, als wenn ein technisches Mittel dazwischensteht. Denn neben der hörbaren Sprache gibt es auch eine sichtbare: die Körpersprache. Auch das Schweigen gehört zum direkten Gespräch und ist beredt. Anders beim Telefonieren. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
17. Februar 2012
Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

Mammutprojekt Rechtschreibreform ohne Erfolgskontrolle

Für Schüler sollte das Schreibenlernen leichter werden und für Schreibende die Schreibregeln leichter verständlich: Dies war das erklärte Ziel der Rechtschreibreform, die 1996 in Deutschland eingeführt wurde und 1998 offiziell bundesweit in Kraft trat. Die Einführung der Reform verursachte Millionenkosten, führte gerade bei Lehrern, Journalisten und Autoren zu jahrelangen Debatten.

Weiterlesen hier>>>> (Link zur Mainpost)

 
 
 
13. Dezember 2011
Abschaffung der Schreibschrift
Kategorie: Schriftkultur
 

Lasst die Schnörkel leben!

Auch bei der Süddeutschen macht man sich jetzt Sorgen um den Niedergang der Schreibkultur. Seit der Grundschulverband e.V. konsequent und unbeirrt die Abschaffung der Schreibschrift vorantreibt, Hand in Hand mit der Politik, scheint das Schicksal der Schreibschrift besiegelt zu sein. Ein Containerschiff, das mit Hilfe und Segen der mächtigen Ministerialbürokratie vom Stapel läuft, wird niemand aufhalten können, weder mit Bitten noch mit sachkräftigen Argumenten und Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
22. November 2011
Semantischer Gendersalat
Kategorie: Schriftkultur

Mitteilung für Patienten

Bereits die mildeste und häufigste Form der Trennung einer »Rolle des Verantwortungstragens« (Arzt/Ärztin) von einer »Rolle des sich-Anvertrauens und sich-Unterordnens« (Patient/in) reduziert die Eigenverantwortlichkeit, mit der der/die Patient/in Entscheidungen in Bezug auf seine/ihre Gesundheit trifft. Damit wird der/die »beratende Arzt/Ärztin« zum/zur »entscheidenden Arzt/Ärztin«. In bestimmten Situationen haben Patient/in und Arzt/Ärztin natürlich keine andere Wahl (zum Beispiel bei einer Notfallbehandlung eines/einer Bewusstlosen). Doch bereits die Entscheidung, ob ein vom Arzt/Ärztin empfohlener Wahleingriff durchgeführt werden soll, will der/die mündige Patient/in in Eigenverantwortlichkeit selbst treffen. Demgegenüber nimmt der/die unmündige Patient/in seine/ihre Eigenverantwortlichkeit nicht wahr, ohne dass er/sie durch zwingende Gründe daran gehindert würde.

Na, alles auf Anhieb verstanden?
 
 

 

 
27. Oktober 2011
Schrift und Rechtschreibung gehören zusammen
Kategorien: Besser lernen | Schriftkultur

Es ist eine Binsenweisheit: Schrift und Rechtschreibung sind voneinander getrennt gar nicht denkbar. Schreiben lernen bedeutet deshalb immer auch zugleich Rechtschreiben lernen. Heute wird im ersten Schreibunterricht der Schule die Orthographie vielerorts ausgeklammert. Im eigentlichen Sinne kann dann nicht von Schreibenlernen gesprochen werden. Kinder lernen das Nachzeichnen von Buchstaben, sie üben sich ohne Anleitung im phonetischen Kritzeln — nicht aber im herkömmlichen Schreiben! Schreiben heißt immer auch richtig schreiben. Siehe oben. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
17. Oktober 2011
Der pädagogischen Weisheit letzter Schluss
Kategorien: Schriftkultur | Besser lernen

»Diktate sind nicht dienlich, um Rechtschreibung zu erwerben.«
»Diktate setzen Schüler unnötig unter Streß«
»Diktate dienen der Selektion.«

Diese Weisheiten sind vor Jahren von hochbezahlten Wissenschaftlern in jahrelanger Forschungsarbeit erarbeitet und der anfangs überraschten Lehrerschaft präsentiert worden. Aber nicht nur das. Dem Kind müsse außerdem Gelegenheit gegeben werden, die Schrift selbst zu entdecken und auszuprobieren, wie diese wohl funktioniere. Je weniger ein Schüler beim Schreibenlernen gegängelt werde, desto besser beherrsche er später die Schriftsprache.

Weil elfenbeintürmelnde Wissenschaft im Vergleich zum profanen Erfahrungswissen besser abschneidet, haben sich die Praktiker beschämt gezeigt und sich alsbald bereiterklärt, das »Freie Schreiben« ohne Diktatstress im Unterricht zu praktizieren. In der Schule sind seither herrliche Zeiten angebrochen! Und es klappt doch wie am Schnürchen, oder was! Ist es daher nicht an der Zeit, die wertvollen Erkenntnisse auch auf andere Gesellschaftsbereiche zu übertragen? Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
02. August 2011
Umfrage zur Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

Mehrheit lehnt die Rechtschreibreform weiter ab

München (RP). 15 Jahre nach ihrer Einführung wird die Rechtschreibreform immer noch von einer Mehrheit der Deutschen abgelehnt. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid, das im Auftrag des "Focus" 1001 ausgewählte Personen befragte. Demnach wird die Reform von 1996 nur von einem Drittel der Bevölkerung begrüßt, 62 Prozent halten sie weiterhin für falsch. Das Interesse an korrekter Rechtschreibung sei nach wie vor ungebrochen hoch: Lediglich 15 Prozent halten sie für überflüssig, dagegen ist sie für 85 Prozent der Befragten wichtig. Mehr als die Hälfte der Deutschen (52 Prozent) gaben an, dass Rechtschreibung in ihrem Alltag eine große Rolle spiele.
 
Quelle: Mehrheit lehnt die Rechtschreibreform weiter ab (RP ONLINE, 01.08.2011) >RP ONLINE
 
 
Schriftsprache und Denken – Teil I
Kategorie: Schriftkultur


foto: birgitH / pixelio 

Die Schrift fördert das Sprachverständnis

Schriftsprache und Denken – Teil I
von Karin Pfeiffer

Durch Schreiben gewinnt man Gedankenklarheit. Der fertige Text ist eher ein Nebenprodukt des Schreibens, weshalb es auch nicht darauf ankommt, Texte möglichst schnell und leicht produzieren zu können, wie es die Trendpädagogik fordert. Was das Schreiben für uns so wertvoll macht, ist der Schreibprozeß selbst. Er setzt die geistige Auseinandersetzung mit einem Thema in Gang, also das, was wir gemeinhin als Denken bezeichnen. Dem Denken werden durch das Schreiben Zügel angelegt. Dies kommt der inhaltlichen Genauigkeit in der kognitiven Auseinandersetzung mit der Welt zugute. Sprache ist das Medium des Denkens. Der menschliche Verstand hat sich parallel zur Fähigkeit, den Dingen Namen zu geben, entwickelt. Während jedoch das gesprochene Wort allzu schnell verweht, zwingt die Niederschrift zum geistigen Verharren und Reflektieren. Das ist die Geburtsstunde des Verstehens, der Vernunft. Seine Kontur und Begriffsschärfe gewinnt das menschliche Denken allein durch die Niederschrift. Wissenschaft wurzelt im geschriebenen Wort. Die erste und wichtigste Aufgabe der Schule besteht daher in der geduldigen Unterweisung aller Kinder im Lesen und Schreiben. Maßnahmen zur Beschleunigung und Abkürzung des Lernvorgangs, sind nicht nur sinnlos, sondern schädlich. Ein Plädoyer für die Besinnung auf eine realistische Unterrichtskultur in der Grundschule. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
08. Juli 2011
Abschied von der Schriftsprache
Kategorie: Schriftkultur

War es vor rund 20 Jahren das Deutschdiktat, welches als Ursache für Schulangst und Lernversagen aus dem Methodenschatz der Schulpädagogik entfernt wurde, so steht heute – in konsequenter Weiterentwicklung dieses Gedankens – das Schreiben selbst zur Disposition. Schon sind technische Geräte entwickelt, die es lese- und rechtschreibschwachen Schülern ermöglichen, Lernstoff allein über das Ohr aufzunehmen. Neu entwickelte »Lesestifte« tun das, was früher alle Schüler bereits im ersten Schuljahr lernten und alsbald recht gut beherrschten: sie lesen Texte laut vor. Wem es gefällt, der kann bald »lesen und schreiben lassen«. Wir sind dabei, unsere Kompetenzen an Maschinen abzugeben und meinen, die Bedienung der Maschine ersetze eigenes Können und Wissen.

Ahnen wir, was wir da in Gang setzen? In einem 1995 erschienenen Buch warnt Barry Sanders, Professor für englische Literatur und Ideengeschichte vor dem Verlust der Sprachkultur. Es war das Wort, das den Menschen zum Menschen machte, die Sprache, die Kultur schuf und damit unsere arbeitsteilige Welt, die zu noch nie dagewesenem Wohlstand geführt hat. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
08. Juni 2011
Es tut mir Leid — Es tut mir leid
Kategorie: Schriftkultur
 

15 Jahre Rechtschreibereform

Es tut mir Leid - Es tut mir leid
In der Kolumne «Übrigens» des Walliser Boten schreibt Dr. Alois Grichting zum 15jährigen Jubiläum der Rechtschreibreform (1996-2011):
Übrigens ... «feiern» die Verursacher der überstürzten, auf Impuls der Deutschen Kultusministerkonferenz in die Welt gesetzten Rechtschreibereform des Jahres 1996, das Jubiläum «15 Jahre Rechtschreibreform». Dass es hier eigentlich nichts zu feiern gibt, drückte die Präsidentin dieser famosen Konferenz, Frau Ministerin Johann Wanka, in der NZZ wie folgt aus: «Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibereform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden».  weiterlesen »»»
 
Weitere kritische Beiträge zum Thema: SOK (Schweizer Orthographische Konferenz)
 

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