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| 01. Juli 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
Wortsterne Über das Verblassen des des Wortsinnes | Worte sind wie Sterne. Im Verlauf des Alterns machen sie eine beeindruckende Metamorphose durch. In ihrer Jugend strahlen sie hell und klar. Sie erleuchten die Finsternis, jedermann dienen sie zur Orientierung. Doch wehe, wenn der erste — meist ist er Politiker — einen dieser makellosen Wortsterne für eigene Zwecke pflückt! Sogleich beginnt das Verblassen. Das Wort ist vom Himmel heruntergerissen und mitten unter uns. Man kann es anfassen, ohne auch nur den Arm ausstrecken zu müssen. Nicht mehr ein weit entfernter Gegen Gegenstand ehrfürchtigen Staunens ist der gefallene Stern. Was uns ganz nahe kommt, verliert allzuleicht das Geheimnis seiner Würde. Nun nimmt jeder das erniedrigte Wort in den Mund und saugt daran. Wie seltsam! Davon wird es nicht etwa kleiner — oh nein! Unter den Zungen der vielen quillt es auf, wird wolkenweich, bekommt fasrige Ränder, wächst unaufhörlich, hat im Munde kaum noch Platz. Schließlich dient es als Kissen, auf das sich denkmüde Häupter betten. Für alle und alles ist das Wort jetzt da, sich schamlos anbiedernd, tröstend oder drohend, beschönigend oder herabwürdigend — je nachdem. Der Werktätige benutzt es ernsthaft, der Müßiggänger macht es sich mit ihm bequem, die Politiker reiten darauf (hoffentlich) in das Land, wo der Pfeffer wächst, kurz, ein jeder gebraucht das Wort zu den unterschiedlichsten Zwecken; selbst die Schulkinder hopsen darauf herum. Das Wort sieht nicht mehr aus wie ein Wort — und schon gar nicht wie ein Stern. Es hat sich aufgebläht zu einer Supernova. Zum unüberwindlichen Hindernis ist es geworden, verstellt den offenen Blick der Menschen von Angesicht zu Angesicht. Im Nebel der Worte versteht einer den anderen nicht mehr. Jeder fühlt sich verloren. Endlich hebt einer der unglücklich Suchenden sein Gesicht und richtet die Augen zum Himmel empor: Da! Ein neuer Stern! Ein neues Wort! Im selben Moment lichten sich die Nebel, die Menschen finden zueinander, reichen sich die Hände, lachend und weinend zugleich. Sobald der erste — meist ist er Politiker — diesen makellosen Wortstern für eigene Zwecke pflückt, beginnt das Spiel von vorn. Karin Pfeiffer | | |
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Wortsterne Über das Verblassen des des Wortsinnes | Worte sind wie Sterne. Im Verlauf des Alterns machen sie eine beeindruckende Metamorphose durch. In ihrer Jugend strahlen sie hell und klar. Sie erleuchten die Finsternis, jedermann dienen sie zur Orientierung. Doch wehe, wenn der erste — meist ist er Politiker — einen dieser makellosen Wortsterne für eigene Zwecke pflückt! Sogleich beginnt das Verblassen. Das Wort ist vom Himmel heruntergerissen und mitten unter uns. Man kann es anfassen, ohne auch nur den Arm ausstrecken zu müssen. Nicht mehr ein weit entfernter Gegen Gegenstand ehrfürchtigen Staunens ist der gefallene Stern. Was uns ganz nahe kommt, verliert allzuleicht das Geheimnis seiner Würde. Nun nimmt jeder das erniedrigte Wort in den Mund und saugt daran. Wie seltsam! Davon wird es nicht etwa kleiner — oh nein! Unter den Zungen der vielen quillt es auf, wird wolkenweich, bekommt fasrige Ränder, wächst unaufhörlich, hat im Munde kaum noch Platz. Schließlich dient es als Kissen, auf das sich denkmüde Häupter betten. Für alle und alles ist das Wort jetzt da, sich schamlos anbiedernd, tröstend oder drohend, beschönigend oder herabwürdigend — je nachdem. Der Werktätige benutzt es ernsthaft, der Müßiggänger macht es sich mit ihm bequem, die Politiker reiten darauf (hoffentlich) in das Land, wo der Pfeffer wächst, kurz, ein jeder gebraucht das Wort zu den unterschiedlichsten Zwecken; selbst die Schulkinder hopsen darauf herum. Das Wort sieht nicht mehr aus wie ein Wort — und schon gar nicht wie ein Stern. Es hat sich aufgebläht zu einer Supernova. Zum unüberwindlichen Hindernis ist es geworden, verstellt den offenen Blick der Menschen von Angesicht zu Angesicht. Im Nebel der Worte versteht einer den anderen nicht mehr. Jeder fühlt sich verloren. Endlich hebt einer der unglücklich Suchenden sein Gesicht und richtet die Augen zum Himmel empor: Da! Ein neuer Stern! Ein neues Wort! Im selben Moment lichten sich die Nebel, die Menschen finden zueinander, reichen sich die Hände, lachend und weinend zugleich. Sobald der erste — meist ist er Politiker — diesen makellosen Wortstern für eigene Zwecke pflückt, beginnt das Spiel von vorn. Karin Pfeiffer | | |
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| 18. Juni 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
Ein unliebsamer
Besucher Er will eingelassen
sein |
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Manchmal bekommen wir Besuch, der uns nicht willkommen
ist. Es ist der Zweifel - ein giftiges
Männchen, rot im Gesicht, mit hässlichen Runzeln und
behaarten Warzen. Er klopft an unserer Tür, und sowie wir
öffnen, huscht der Zwerg zwischen unseren Beinen hindurch und
ist schon drin in der guten Stube. Er macht es sich auf dem Sofa
bequem, als gehöre es ihm allein. Uns gefällt das nicht.
So lange der Besuch im Zimmer ist, finden wir nämlich keine
Ruhe mehr und müssen immer hin und her laufen wie der Tiger im
Käfig. Unser unliebsamer Besuch hockt mit gekreuzten Beinen da
und glotzt verkniffenen Blickes zu uns herüber. Aus
Nervosität lassen wir die Bratkartoffeln anbrennen, kleckern
beim Essen, stoßen das gefüllte Trinkglas um und
stolpern über die Teppichkante. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
Ein unliebsamer
Besucher Er will eingelassen
sein |
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Manchmal bekommen wir Besuch, der uns nicht willkommen
ist. Es ist der Zweifel - ein giftiges
Männchen, rot im Gesicht, mit häßlichen Runzeln und
behaarten Warzen. Er klopft an unserer Tür, und sowie wir
öffnen, huscht der Zwerg zwischen unseren Beinen hindurch und
ist schon drin in der guten Stube. Er macht es sich auf dem Sofa
bequem, als gehöre es ihm allein. Uns gefällt das nicht.
So lange der Besuch im Zimmer ist, finden wir nämlich keine
Ruhe mehr und müssen immer hin und her laufen wie der Tiger im
Käfig. Unser unliebsamer Besuch hockt mit gekreuzten Beinen da
und glotzt verkniffenen Blickes zu uns herüber. Aus
Nervosität lassen wir die Bratkartoffeln anbrennen, kleckern
beim Essen, stoßen das gefüllte Trinkglas um und
stolpern über die Teppichkante. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 02. Juni 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
Über Ungeduld und
Wartenkönnen Betrachtungen zum
Sozialverhalten in der Schule |
|
Drängeln, Ellenbogen, Rausrufen
...
Sowie in einer Kindergruppe ein bestimmtes Gut zur Verteilung
ansteht, beginnt ein ungebärdiges Drängeln und Schubsen.
Mit Ermahnungen, Appellen oder der Androhung von Strafen ist wenig
auszurichten. Kündigt sich das Unterrichtsende an, hängt
eine Traube von Dränglern an der Tür, Körper
quetschen sich panikartig in eine Richtung. Wie leicht wird aus
einer Gruppe von denkenden Individuen ein geistloses Kollektiv,
welches bar jeglicher Vernunft zu sein scheint. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
Über Ungeduld und
Wartenkönnen Betrachtungen zum
Sozialverhalten in der Schule |
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Drängeln, Ellenbogen, Rausrufen
...
Sowie in einer Kindergruppe ein bestimmtes Gut zur Verteilung
ansteht, beginnt ein ungebärdiges Drängeln und Schubsen.
Mit Ermahnungen, Appellen oder der Androhung von Strafen ist wenig
auszurichten. Kündigt sich das Unterrichtsende an, hängt
eine Traube von Dränglern an der Tür, Körper
quetschen sich panikartig in eine Richtung. Wie leicht wird aus
einer Gruppe von denkenden Individuen ein geistloses Kollektiv,
welches bar jeglicher Vernunft zu sein scheint. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 13. Mai 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
| Erziehung ins soziale
Abseits |
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Liebe Lehrer!
Liebe Eltern!
Heute will ich eine Episode schildern, welche sich erst vor
wenigen Wochen genauso abgespielt hat. Ich besuchte den
Sonntagsgottesdienst. In unserer kleinen Kirche befindet sich bei
der letzten Sitzreihe eine Holzbox mit zahlreichen bunten
Bilderbüchern, damit den jüngsten Kirchenbesuchern die
Zeit nicht so lange werde. Ich nahm nahe dieser Holzbox Platz.
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| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
| Erziehung ins soziale
Abseits |
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Liebe Lehrer!
Liebe Eltern!
Heute will ich eine Episode schildern,
welche sich erst vor wenigen Wochen genauso abgespielt hat. Ich
besuchte den Sonntagsgottesdienst. In unserer kleinen Kirche
befindet sich bei der letzten Sitzreihe eine Holzbox mit
zahlreichen bunten Bilderbüchern, damit den jüngsten
Kirchenbesuchern die Zeit nicht so lange werde. Ich nahm nahe
dieser Holzbox Platz. Diesen
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| 05. Mai 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
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Version 1: Schulrechtschreibung mit
»ss«
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Die
Waage lügt |
|
Im vergangenen Jahr quälte mich wochenlang ein Schmerz, der
im rechten Gesäß seinen Ausgang nahm und bis in den
Oberschenkel hineinstrahlte. Als Ursache entpuppte sich nicht etwa
ein Bandscheibenschaden, sondern ein kleiner Muskel in der
Hüftmuskulatur mit dem einprägsamen Namen »Musculus
piriformis«. Offensichtlich war dieser Muskel verspannt und
klemmte den Ischiasnerv ein. Das Gehen schmerzte, das Sitzen
schmerzte, das Lauftraining entfiel. Gymnastische Dehnübungen
halfen ebensowenig wie Wärme- oder Kälteanwendungen.
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| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
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Version 2: TraRS-Schreibung mit
»ß«
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Die
Waage lügt |
|
Im vergangenen Jahr quälte mich wochenlang ein Schmerz, der
im rechten Gesäß seinen Ausgang nahm und bis in den
Oberschenkel hineinstrahlte. Als Ursache entpuppte sich nicht
etwa ein Bandscheibenschaden, sondern ein kleiner Muskel in der
Hüftmuskulatur mit dem einprägsamen Namen »Musculus
piriformis«. Offensichtlich war dieser Muskel verspannt und
klemmte den Ischiasnerv ein. Das Gehen schmerzte, das Sitzen
schmerzte, das Lauftraining entfiel. Gymnastische Dehnübungen
halfen ebensowenig wie Wärme- oder Kälteanwendungen.
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| 15. April 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
| Was ADS mit Zeit zu tun
hat |
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Liebe Lehrer!
Liebe Eltern!
Als Dornröschen 100 Jahre schlief Wer
aus kurzsichtigen Beweggründen — ganz ohne böse
Absicht, eben nur unbedacht — einen wesentlichen Aspekt
im Leben nicht berücksichtigt, wird auf lange Sicht mit Folgen
konfrontiert, die durch Vorkehrungen aller Art nicht aus der Welt
zu schaffen sind. Die dreizehnte Weise wird aus dem Grunde nicht
ins Königsschloß geladen, weil nur zwölf goldene
Teller vorhanden sind. Das daraufhin verhängte Schicksal
vermeint der König durch einen technokratischen Trick abwenden
zu können. Er läßt alle Spindeln im Reiche
vernichten. Wie wir wissen, ist dies vergeblich gewesen. 100 Jahre
müssen vergehen, ehe sich die Dornenhecke wie von allein
auftut und Erlösung zuläßt in Gestalt eines
Jünglings. Die Schlüsselbotschaft lautet: Alle
erzwungenen Erlösungsversuche müssen scheitern, wenn
nicht die Zeit dafür reif ist. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 29. März 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
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Nachtrag zu meiner Kolumne im Newsletter Nr.
29
„Zu
schnell gefahren?
Der Tacho ist schuld!"
Wie zu erwarten war, wird das Thema (ADHS) kontrovers
diskutiert. (Lesermeinungen:»»)
Bezeichnend ist, daß nicht die objektiven Tatsachen als
vielmehr gekränkte Gefühle die Erste Geige spielen. Die
Munition wird auf Nebenkriegsschauplätzen verschossen. Mir
aber geht es um Grundsätzliches von großer
gesellschaftlicher, historischer und kultureller Tragweite. Ich
weiß nicht, ob es mir möglich ist, dieses zu vermitteln.
Dennoch werde ich es versuchen:
Im nächsten Newsletter Anfang April
will ich das Thema aufgreifen und umfassend antworten. Bleiben Sie
dran!
Karin
Pfeiffer --------------------------------------------------------------------------------
Zu den aktuellen Einträgen:
Sehr geehrte Frau Stotz-Breidenbach,
sehr geehrte Frau von Hagen-Baralt!
Für Ihre ausführlichen Stellungnahmen bedanke ich mich
sehr. Diese zeigen, daß meine Beiträge gelesen und
diskutiert werden. Inzwischen habe ich den Wortlaut Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 28. März 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
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Zu
schnell gefahren? Der Tacho ist
schuld! |
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Von Ursachen und Symptomen und der Gewohnheit,
beides zu vertauschen
Seit Winnenden wird wieder einmal nachgedacht, ob auch
Drogen bei Gewalttaten eine Rolle spielen könnten. Millionen
Kinder und Jugendlicher schlucken heute mehr oder minder
regelmäßig Drogen, ganz »legal«: diese
werden vom Arzt verordnet und strategisch eingesetzt zur
medikamentösen Behandlung einer Zivilisationserscheinung mit
der sperrigen Abkürzung ADHS. Welchen direkten und indirekten
Einfluß nehmen chemische Stoffe auf Verhalten und Handeln des
Menschen? Ist die Bereitschaft zur Gewalttätigkeit nicht
unabhängig von chemischen Einflüssen bereits latent
vorhanden? Ein Mensch, der unter Einwirkung von Drogen aus eigenem
Antrieb in wilder Rage tötet, hat schon lange Zeit zuvor
gravierende Probleme mit sich herumgetragen. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 04. März 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
| Ich habe ihm jetzt Augen
drangenäht |
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Liebe Lehrer!
Liebe Eltern!
Von Zeit zu Zeit stecke ich Kissen und Decken unseres
Hündchens in die Waschmaschine und säubere seinen
Schlafplatz, um zu verhindern, daß dort allzu viele
ungebetene Kostgänger Asyl beantragen und erhalten. Auch die
graue Stoffmaus kommt in die Trommel. Daß sie bislang keine
Augen hatte, kommt nicht vom häufigen Waschen. Die Augen
fehlten von jenem Moment an, als Hund und Maus gemeinsam bei uns
einzogen. Mit der Maus hat es nämlich so seine Bewandtnis.
Dazu möchte ich dem geschätzten Leser eine kleine
Geschichte erzählen; eine Geschichte, die uns etwas über
Wesen, Ursprung und Voraussetzungen der Friedfertigkeit
verdeutlichen wird. Diesen
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| 22. Februar 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
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Bühnenspaß
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Das alles ist
Theaterspiel: spannend, lustig, anstrengend, ernsthaft,
kreativ, herausfordernd, lehrreich, nützlich, unterhaltsam,
pädagogisch wertvoll, sinnstiftend; was wäre noch dazu zu
sagen?
Persönlichkeitsentfaltung
Wer bin ich? Nicht nur Jugendliche, die gerade mit der
Selbstfindung beschäftigt sind, stellen sich diese Frage. Wer
in verschiedene Rollen schlüpft, merkt rasch, was ihm
besonders gut liegt. Erkenntnisse gewinnen wir durch
Konfrontation von Bekanntem und Gewohntem mit Neuem und
Abweichenden. Theaterspielen dient der Persönlichkeitsbildung;
es erfordert Disziplin, Bereitschaft zur Teamarbeit, Unterordnung
unter Sachzwänge, Konzentration und Fleiß. Der Spieler
muss sich der Kritik stellen. Das mag schmerzhaft sein, ist aber
Voraussetzung für die Entwicklung jener Tugenden, die in
unserer Gesellschaft allgemein geschätzt werden und die ein
Zusammenleben im Alltag erst ermöglichen.
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| 03. Februar 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
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Fehlerwörter
üben —
eine »löchrige« Geschichte |
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Liebe Lehrer! Liebe Eltern! In einer
Zeitschrift für Pädagogik ist folgende Aussage zu
lesen:
»Zum Einüben der
Rechtschreibung kann man sich auf solche Wörter konzentrieren,
die die Kinder immer wieder falsch schreiben. Eine gute Strategie
ist es, vornehmlich diejenigen fehleranfälligen Wörter
einzuüben, die in Diktaten und Aufsätzen besonders oft
vorkommen.«
Klingt überzeugend einfach. Ist vor allem einfach
durchzuführen, so wie man den Vorgaben für ein Kochrezept
folgt: Man nehme ...
Klingt absolut schlüssig! Man greife sich die
Fehlerwörter — nichts anderes als die
Fehlerwörter — aus dem Textband heraus, packe sie
am Schopf, schüttele sie kräftig und drohe ihnen mit
pädagogischer Inbrunst: »Du, du! Jetzt zeige ich dir,
wie man sich korrekt abbildet!« Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 25. Januar 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
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Das Netz des
Fischers |
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Was ich nicht fangen kann, ist kein
Fisch! Ein Mann sitzt am Ufer und wirft ein Netz aus.
Er fängt Fische. Ein Wanderer kommt vorbei und fragt:
»Was tust du da?«
Der Gefragte antwortet: »Ich fange Fische.«
»Was kannst du über Fische aussagen?«
»Ich habe zwei Erkenntnisse gewonnen. Erstens, alle Fische
haben Kiemen. Zweitens, alle Fische haben einen Umfang von
mindestens 5 cm.«
Der Wanderer betrachtet das Netz. Dabei stellt er fest, daß
die Knüpfung des Netzes eine Maschenweite von just 5 cm Umfang
aufweist. Der Wanderer ist ein kluger Mann. Er sagt zu dem Fischer:
»Nehmen wir an, Diesen
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| 07. Januar 2009 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
Was mich der
Jahreswechsel
gelehrt hat |
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Liebe Lehrer! Liebe Eltern!
Zum Jahreswechsel haben wir einander alles Gute gewünscht.
Was »das Gute« sein soll, können wir auf Nachfrage
nur nebulös umschreiben. Allenfalls der überraschend
eintretende Verlust von etwas schärft die Sinne. Materielle
Schäden kann man ausgleichen, Immaterielles ist nicht in jedem
Fall ersetzbar, Gesundheit läßt sich oft nur
eingeschränkt wiederherstellen, Leben grundsätzlich
nicht. Diesen Beitrag zu Ende
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| 20. Dezember 2008 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
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Lärm in der
»stillen«
Zeit |
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Müssen Kinder Lärm
machen? Die Route meiner vormittäglichen Laufrunde
führte mich am örtlichen Kindergarten vorüber. Trotz
geschlossener Fenster drang das Lärmen der Kinderstimmen bis
auf die Straße heraus, zwar gut gedämpft, dennoch
deutlich zu hören. Müssen Kinder Lärm erzeugen
— mehr als Erwachsene?
Unter gewissen Bedingungen wird das Lärmen zu einer
Art »Notwehr« gegen Nichtgehörtwerden,
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| 20. November 2008 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
| ... Es ist wirklich ganz
einfach! |
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Liebe Lehrer! Liebe Eltern!
Ein College-Professor ließ seine Soziologiestudenten in
die Slums von Baltimore gehen, um Fallgeschichten über
zweihundert Jugendliche zu sammeln. Sie wurden mit der Aufgabe
betraut, eine Bewertung über die Zukunft eines jeden Jungen zu
schreiben. In jedem einzelnen Fall schrieben die Studenten:
»Er hat keine Chance.« Fünfundzwanzig Jahre
später stieß ein anderer Soziologieprofessor auf die
frühere Studie. Er ließ seine Studenten das Projekt
nachvollziehen, um zu sehen, was mit diesen Jungen passiert war.
Die Studenten entdeckten, daß mit Ausnahme von zwanzig
Jungen, die weggezogen oder gestorben waren, 176 der verbliebenen
180 einen mehr als ungewöhnlichen Erfolg als Anwälte,
Doktoren und Geschäftsleute errungen hatten. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 15. November 2008 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
|
»Er verkauft mir die
Eier« |
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Bericht über ein herzerwärmendes Gespräch
mit einer engagierten Mutter
»Erziehung ist sinnlos, die Kinder machen uns ja doch
alles nach!« spottete Erich Kästner. Wir grinsen, wenn
wir Humor haben. Und wir nicken, wenn wir zu Ende gegrinst haben,
denn hinter diesem Bonmot steht die tiefe Einsicht, daß
Kinder nur vom menschlichen Vorbild und nicht nach raffinierten
Rezepten lernen. Werte, mentale Einstellungen und kulturelle
Fähigkeiten können eben nicht abstrakt gelehrt werden.
Sie werden durch das Miteinander in den Familien unbewußt
eingeübt. Jeder Lehrer weiß, wie fruchtlos seine
Bemühungen sind, wenn ein Kind nicht lernen will oder kann,
weshalb auch immer. Die Wurzeln für Leistungsbereitschaft und
Leistungsfähigkeit wachsen im Elternhaus. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 04. November 2008 |
| Kategorie: Newsletter-Beiträge |
| ... und was du dir
wünschst, wird wahr! |
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Drei Wünsche Beim Aufräumen geriet
mir ein Büchlein in die Hand. Darin wird das Märchen von
den drei Wünschen erzählt. Der lustige Hergang der
Geschichte täuscht nicht darüber hinweg, in welches
Dilemma der Mensch gerät, wenn er sich etwas wünschen
soll, dessen Diesen Beitrag
zu Ende lesen »
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