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Kategorie: Newsletter-Beiträge

 
01. Juli 2009
Newsletter Nr. 33 - Juni 2009 (ss-Schreibung)
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Wortsterne
Über das Verblassen des des Wortsinnes

Worte sind wie Sterne. Im Verlauf des Alterns machen sie eine beeindruckende Metamorphose durch. In ihrer Jugend strahlen sie hell und klar. Sie erleuchten die Finsternis, jedermann dienen sie zur Orientierung. Doch wehe, wenn der erste — meist ist er Politiker — einen dieser makellosen Wortsterne für eigene Zwecke pflückt! Sogleich beginnt das Verblassen. Das Wort ist vom Himmel heruntergerissen und mitten unter uns. Man kann es anfassen, ohne auch nur den Arm ausstrecken zu müssen. Nicht mehr ein weit entfernter Gegen Gegenstand ehrfürchtigen Staunens ist der gefallene Stern. Was uns ganz nahe kommt, verliert allzuleicht das Geheimnis seiner Würde.

Nun nimmt jeder das erniedrigte Wort in den Mund und saugt daran. Wie seltsam! Davon wird es nicht etwa kleiner — oh nein! Unter den Zungen der vielen quillt es auf, wird wolkenweich, bekommt fasrige Ränder, wächst unaufhörlich, hat im Munde kaum noch Platz. Schließlich dient es als Kissen, auf das sich denkmüde Häupter betten. Für alle und alles ist das Wort jetzt da, sich schamlos anbiedernd, tröstend oder drohend, beschönigend oder herabwürdigend — je nachdem. Der Werktätige benutzt es ernsthaft, der Müßiggänger macht es sich mit ihm bequem, die Politiker reiten darauf (hoffentlich) in das Land, wo der Pfeffer wächst, kurz, ein jeder gebraucht das Wort zu den unterschiedlichsten Zwecken; selbst die Schulkinder hopsen darauf herum. Das Wort sieht nicht mehr aus wie ein Wort — und schon gar nicht wie ein Stern.

Es hat sich aufgebläht zu einer Supernova. Zum unüberwindlichen Hindernis ist es geworden, verstellt den offenen Blick der Menschen von Angesicht zu Angesicht. Im Nebel der Worte versteht einer den anderen nicht mehr. Jeder fühlt sich verloren. Endlich hebt einer der unglücklich Suchenden sein Gesicht und richtet die Augen zum Himmel empor: Da! Ein neuer Stern! Ein neues Wort! Im selben Moment lichten sich die Nebel, die Menschen finden zueinander, reichen sich die Hände, lachend und weinend zugleich.
Sobald der erste — meist ist er Politiker — diesen makellosen Wortstern für eigene Zwecke pflückt, beginnt das Spiel von vorn.

Karin Pfeiffer

 
 
Newsletter Nr. 33 - Juni 2009 (ß-Schreibung)
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Wortsterne
Über das Verblassen des des Wortsinnes

Worte sind wie Sterne. Im Verlauf des Alterns machen sie eine beeindruckende Metamorphose durch. In ihrer Jugend strahlen sie hell und klar. Sie erleuchten die Finsternis, jedermann dienen sie zur Orientierung. Doch wehe, wenn der erste — meist ist er Politiker — einen dieser makellosen Wortsterne für eigene Zwecke pflückt! Sogleich beginnt das Verblassen. Das Wort ist vom Himmel heruntergerissen und mitten unter uns. Man kann es anfassen, ohne auch nur den Arm ausstrecken zu müssen. Nicht mehr ein weit entfernter Gegen Gegenstand ehrfürchtigen Staunens ist der gefallene Stern. Was uns ganz nahe kommt, verliert allzuleicht das Geheimnis seiner Würde.

Nun nimmt jeder das erniedrigte Wort in den Mund und saugt daran. Wie seltsam! Davon wird es nicht etwa kleiner — oh nein! Unter den Zungen der vielen quillt es auf, wird wolkenweich, bekommt fasrige Ränder, wächst unaufhörlich, hat im Munde kaum noch Platz. Schließlich dient es als Kissen, auf das sich denkmüde Häupter betten. Für alle und alles ist das Wort jetzt da, sich schamlos anbiedernd, tröstend oder drohend, beschönigend oder herabwürdigend — je nachdem. Der Werktätige benutzt es ernsthaft, der Müßiggänger macht es sich mit ihm bequem, die Politiker reiten darauf (hoffentlich) in das Land, wo der Pfeffer wächst, kurz, ein jeder gebraucht das Wort zu den unterschiedlichsten Zwecken; selbst die Schulkinder hopsen darauf herum. Das Wort sieht nicht mehr aus wie ein Wort — und schon gar nicht wie ein Stern.

Es hat sich aufgebläht zu einer Supernova. Zum unüberwindlichen Hindernis ist es geworden, verstellt den offenen Blick der Menschen von Angesicht zu Angesicht. Im Nebel der Worte versteht einer den anderen nicht mehr. Jeder fühlt sich verloren. Endlich hebt einer der unglücklich Suchenden sein Gesicht und richtet die Augen zum Himmel empor: Da! Ein neuer Stern! Ein neues Wort! Im selben Moment lichten sich die Nebel, die Menschen finden zueinander, reichen sich die Hände, lachend und weinend zugleich.
Sobald der erste — meist ist er Politiker — diesen makellosen Wortstern für eigene Zwecke pflückt, beginnt das Spiel von vorn.

Karin Pfeiffer

 
 
18. Juni 2009
Extra-Njuuslätta Nr. 24 (ss-Schreibung)
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Ein unliebsamer Besucher
Er will eingelassen sein

Manchmal bekommen wir Besuch, der uns nicht willkommen ist. Es ist der Zweifel - ein giftiges Männchen, rot im Gesicht, mit hässlichen Runzeln und behaarten Warzen. Er klopft an unserer Tür, und sowie wir öffnen, huscht der Zwerg zwischen unseren Beinen hindurch und ist schon drin in der guten Stube. Er macht es sich auf dem Sofa bequem, als gehöre es ihm allein. Uns gefällt das nicht. So lange der Besuch im Zimmer ist, finden wir nämlich keine Ruhe mehr und müssen immer hin und her laufen wie der Tiger im Käfig. Unser unliebsamer Besuch hockt mit gekreuzten Beinen da und glotzt verkniffenen Blickes zu uns herüber. Aus Nervosität lassen wir die Bratkartoffeln anbrennen, kleckern beim Essen, stoßen das gefüllte Trinkglas um und stolpern über die Teppichkante. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
Extra-Njuuslätta Nr. 24 (ß-Schreibung)
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Ein unliebsamer Besucher
Er will eingelassen sein

Manchmal bekommen wir Besuch, der uns nicht willkommen ist. Es ist der Zweifel - ein giftiges Männchen, rot im Gesicht, mit häßlichen Runzeln und behaarten Warzen. Er klopft an unserer Tür, und sowie wir öffnen, huscht der Zwerg zwischen unseren Beinen hindurch und ist schon drin in der guten Stube. Er macht es sich auf dem Sofa bequem, als gehöre es ihm allein. Uns gefällt das nicht. So lange der Besuch im Zimmer ist, finden wir nämlich keine Ruhe mehr und müssen immer hin und her laufen wie der Tiger im Käfig. Unser unliebsamer Besuch hockt mit gekreuzten Beinen da und glotzt verkniffenen Blickes zu uns herüber. Aus Nervosität lassen wir die Bratkartoffeln anbrennen, kleckern beim Essen, stoßen das gefüllte Trinkglas um und stolpern über die Teppichkante. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
02. Juni 2009
Newsletter Nr. 32 - Juni 2009 (ß-Schreibung)
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Über Ungeduld und Wartenkönnen
Betrachtungen zum Sozialverhalten in der Schule

Drängeln, Ellenbogen, Rausrufen ...
Sowie in einer Kindergruppe ein bestimmtes Gut zur Verteilung ansteht, beginnt ein ungebärdiges Drängeln und Schubsen. Mit Ermahnungen, Appellen oder der Androhung von Strafen ist wenig auszurichten. Kündigt sich das Unterrichtsende an, hängt eine Traube von Dränglern an der Tür, Körper quetschen sich panikartig in eine Richtung. Wie leicht wird aus einer Gruppe von denkenden Individuen ein geistloses Kollektiv, welches bar jeglicher Vernunft zu sein scheint. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
Newsletter Nr. 32 - Juni 2009 (ss-Schreibung)
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Über Ungeduld und Wartenkönnen
Betrachtungen zum Sozialverhalten in der Schule

Drängeln, Ellenbogen, Rausrufen ...
Sowie in einer Kindergruppe ein bestimmtes Gut zur Verteilung ansteht, beginnt ein ungebärdiges Drängeln und Schubsen. Mit Ermahnungen, Appellen oder der Androhung von Strafen ist wenig auszurichten. Kündigt sich das Unterrichtsende an, hängt eine Traube von Dränglern an der Tür, Körper quetschen sich panikartig in eine Richtung. Wie leicht wird aus einer Gruppe von denkenden Individuen ein geistloses Kollektiv, welches bar jeglicher Vernunft zu sein scheint. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
13. Mai 2009
Extra-Njuuslätta Nr. 23 - Mai 2009 (ß-Schreibung)
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Erziehung ins soziale Abseits

Liebe Lehrer!
Liebe Eltern!

Heute will ich eine Episode schildern, welche sich erst vor wenigen Wochen genauso abgespielt hat. Ich besuchte den Sonntagsgottesdienst. In unserer kleinen Kirche befindet sich bei der letzten Sitzreihe eine Holzbox mit zahlreichen bunten Bilderbüchern, damit den jüngsten Kirchenbesuchern die Zeit nicht so lange werde. Ich nahm nahe dieser Holzbox Platz. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
Extra-Njuuslätta Nr. 23 - Mai 2009 (ss-Schreibung)
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Erziehung ins soziale Abseits

Liebe Lehrer!
Liebe Eltern!

Heute will ich eine Episode schildern, welche sich erst vor wenigen Wochen genauso abgespielt hat. Ich besuchte den Sonntagsgottesdienst. In unserer kleinen Kirche befindet sich bei der letzten Sitzreihe eine Holzbox mit zahlreichen bunten Bilderbüchern, damit den jüngsten Kirchenbesuchern die Zeit nicht so lange werde. Ich nahm nahe dieser Holzbox Platz. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
05. Mai 2009
Newsletter Nr. 31 – Mai 2009
Kategorie: Newsletter-Beiträge

Version 1: Schulrechtschreibung mit »ss«

Die Waage lügt

Im vergangenen Jahr quälte mich wochenlang ein Schmerz, der im rechten Gesäß seinen Ausgang nahm und bis in den Oberschenkel hineinstrahlte. Als Ursache entpuppte sich nicht etwa ein Bandscheibenschaden, sondern ein kleiner Muskel in der Hüftmuskulatur mit dem einprägsamen Namen »Musculus piriformis«. Offensichtlich war dieser Muskel verspannt und klemmte den Ischiasnerv ein. Das Gehen schmerzte, das Sitzen schmerzte, das Lauftraining entfiel. Gymnastische Dehnübungen halfen ebensowenig wie Wärme- oder Kälteanwendungen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
Newsletter Nr. 31 – Mai 2009
Kategorie: Newsletter-Beiträge

Version 2TraRS-Schreibung mit »ß«

Die Waage lügt

Im vergangenen Jahr quälte mich wochenlang ein Schmerz, der im rechten Gesäß seinen Ausgang nahm und bis in den Oberschenkel hineinstrahlte. Als Ursache entpuppte sich nicht etwa ein Bandscheibenschaden, sondern ein kleiner Muskel in der Hüftmuskulatur mit dem einprägsamen Namen »Musculus piriformis«. Offensichtlich war dieser Muskel verspannt und klemmte den Ischiasnerv ein. Das Gehen schmerzte, das Sitzen schmerzte, das Lauftraining entfiel. Gymnastische Dehnübungen halfen ebensowenig wie Wärme- oder Kälteanwendungen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
15. April 2009
Extra-Njuuslätta Nr. 22 – März 2009
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Was ADS mit Zeit zu tun hat
 
Für Newsletterkunden:
Hier geht es direkt zur Fortsetzung im Text»
 

Liebe Lehrer!
Liebe Eltern!

Als Dornröschen 100 Jahre schlief
Wer aus kurzsichtigen Beweggründen — ganz ohne böse Absicht, eben nur unbedacht — einen wesentlichen Aspekt im Leben nicht berücksichtigt, wird auf lange Sicht mit Folgen konfrontiert, die durch Vorkehrungen aller Art nicht aus der Welt zu schaffen sind. Die dreizehnte Weise wird aus dem Grunde nicht ins Königsschloß geladen, weil nur zwölf goldene Teller vorhanden sind. Das daraufhin verhängte Schicksal vermeint der König durch einen technokratischen Trick abwenden zu können. Er läßt alle Spindeln im Reiche vernichten. Wie wir wissen, ist dies vergeblich gewesen. 100 Jahre müssen vergehen, ehe sich die Dornenhecke wie von allein auftut und Erlösung zuläßt in Gestalt eines Jünglings. Die Schlüsselbotschaft lautet: Alle erzwungenen Erlösungsversuche müssen scheitern, wenn nicht die Zeit dafür reif ist. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
29. März 2009
Eine Antwort
Kategorie: Newsletter-Beiträge

Nachtrag zu meiner Kolumne im Newsletter Nr. 29


„Zu schnell gefahren?
Der Tacho ist schuld!"
 

Wie zu erwarten war, wird das Thema (ADHS) kontrovers diskutiert. (Lesermeinungen:»») Bezeichnend ist, daß nicht die objektiven Tatsachen als vielmehr gekränkte Gefühle die Erste Geige spielen. Die Munition wird auf Nebenkriegsschauplätzen verschossen. Mir aber geht es um Grundsätzliches von großer gesellschaftlicher, historischer und kultureller Tragweite. Ich weiß nicht, ob es mir möglich ist, dieses zu vermitteln. Dennoch werde ich es versuchen:

Im nächsten Newsletter Anfang April will ich das Thema aufgreifen und umfassend antworten. Bleiben Sie dran!

Karin Pfeiffer
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Zu den aktuellen Einträgen:

Sehr geehrte Frau Stotz-Breidenbach,
sehr geehrte Frau von Hagen-Baralt!

Für Ihre ausführlichen Stellungnahmen bedanke ich mich sehr. Diese zeigen, daß meine Beiträge gelesen und diskutiert werden. Inzwischen habe ich den Wortlaut Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
28. März 2009
Newsletter Nr. 29 – Februar 2009
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Zu schnell gefahren? Der Tacho ist schuld!

Von Ursachen und Symptomen und der Gewohnheit, beides zu vertauschen

Seit Winnenden wird wieder einmal nachgedacht, ob auch Drogen bei Gewalttaten eine Rolle spielen könnten. Millionen Kinder und Jugendlicher schlucken heute mehr oder minder regelmäßig Drogen, ganz »legal«: diese werden vom Arzt verordnet und strategisch eingesetzt zur medikamentösen Behandlung einer Zivilisationserscheinung mit der sperrigen Abkürzung ADHS. Welchen direkten und indirekten Einfluß nehmen chemische Stoffe auf Verhalten und Handeln des Menschen? Ist die Bereitschaft zur Gewalttätigkeit nicht unabhängig von chemischen Einflüssen bereits latent vorhanden? Ein Mensch, der unter Einwirkung von Drogen aus eigenem Antrieb in wilder Rage tötet, hat schon lange Zeit zuvor gravierende Probleme mit sich herumgetragen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
04. März 2009
Extra-Njuuslätta Nr. 21 – März 2009
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Ich habe ihm jetzt Augen drangenäht
 
 

Liebe Lehrer!
Liebe Eltern!

Von Zeit zu Zeit stecke ich Kissen und Decken unseres Hündchens in die Waschmaschine und säubere seinen Schlafplatz, um zu verhindern, daß dort allzu viele ungebetene Kostgänger Asyl beantragen und erhalten. Auch die graue Stoffmaus kommt in die Trommel. Daß sie bislang keine Augen hatte, kommt nicht vom häufigen Waschen. Die Augen fehlten von jenem Moment an, als Hund und Maus gemeinsam bei uns einzogen. Mit der Maus hat es nämlich so seine Bewandtnis. Dazu möchte ich dem geschätzten Leser eine kleine Geschichte erzählen; eine Geschichte, die uns etwas über Wesen, Ursprung und Voraussetzungen der Friedfertigkeit verdeutlichen wird. Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
22. Februar 2009
Newsletter Nr. 29 – Februar 2009
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Bühnenspaß

Das alles ist Theaterspiel:
spannend, lustig, anstrengend, ernsthaft, kreativ, herausfordernd, lehrreich, nützlich, unterhaltsam, pädagogisch wertvoll, sinnstiftend; was wäre noch dazu zu sagen?

Persönlichkeitsentfaltung
Wer bin ich? Nicht nur Jugendliche, die gerade mit der Selbstfindung beschäftigt sind, stellen sich diese Frage. Wer in verschiedene Rollen schlüpft, merkt rasch, was ihm besonders gut liegt. Erkenntnisse gewinnen wir durch Konfron­tation von Bekanntem und Gewohntem mit Neuem und Abweichenden. Theaterspielen dient der Persönlichkeitsbildung; es erfordert Disziplin, Bereitschaft zur Teamarbeit, Unterordnung unter Sachzwänge, Konzentration und Fleiß. Der Spieler muss sich der Kritik stellen. Das mag schmerzhaft sein, ist aber Voraussetzung für die Entwicklung jener Tugenden, die in unserer Gesellschaft allgemein geschätzt werden und die ein Zusammenleben im Alltag erst ermöglichen.
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03. Februar 2009
Extra-Njuuslätta Nr. 21 – Februar 2009
Kategorie: Newsletter-Beiträge

 

Fehlerwörter üben
eine »löchrige« Geschichte

Liebe Lehrer! Liebe Eltern!
In einer Zeitschrift für Pädagogik ist folgende Aussage zu lesen:

»Zum Einüben der Rechtschreibung kann man sich auf solche Wörter konzentrieren, die die Kinder immer wieder falsch schreiben. Eine gute Strategie ist es, vornehmlich diejenigen fehleranfälligen Wörter einzuüben, die in Diktaten und Aufsätzen besonders oft vorkommen.«

Klingt überzeugend einfach. Ist vor allem einfach durchzuführen, so wie man den Vorgaben für ein Kochrezept folgt: Man nehme ...
Klingt absolut schlüssig! Man greife sich die Fehlerwörter — nichts anderes als die Fehlerwörter — aus dem Textband heraus, packe sie am Schopf, schüttele sie kräftig und drohe ihnen mit pädagogischer Inbrunst: »Du, du! Jetzt zeige ich dir, wie man sich korrekt abbildet!« Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
25. Januar 2009
Newsletter Nr. 28 – Januar 2009
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Das Netz des Fischers 
 

Was ich nicht fangen kann, ist kein Fisch!
Ein Mann sitzt am Ufer und wirft ein Netz aus. Er fängt Fische. Ein Wanderer kommt vorbei und fragt: »Was tust du da?«
Der Gefragte antwortet: »Ich fange Fische.«
»Was kannst du über Fische aussagen?«
»Ich habe zwei Erkenntnisse gewonnen. Erstens, alle Fische haben Kiemen. Zweitens, alle Fische haben einen Umfang von mindestens 5 cm.«
Der Wanderer betrachtet das Netz. Dabei stellt er fest, daß die Knüpfung des Netzes eine Maschenweite von just 5 cm Umfang aufweist. Der Wanderer ist ein kluger Mann. Er sagt zu dem Fischer: »Nehmen wir an, Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
07. Januar 2009
Extra-Njuuslätta Nr. 19 – Januar 2009
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Was mich der Jahreswechsel
gelehrt hat

Liebe Lehrer! Liebe Eltern!

Zum Jahreswechsel haben wir einander alles Gute gewünscht. Was »das Gute« sein soll, können wir auf Nachfrage nur nebulös umschreiben. Allenfalls der überraschend eintretende Verlust von etwas schärft die Sinne. Materielle Schäden kann man ausgleichen, Immaterielles ist nicht in jedem Fall ersetzbar, Gesundheit läßt sich oft nur eingeschränkt wiederherstellen, Leben grundsätzlich nicht. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
20. Dezember 2008
Newsletter Nr. 27 – Dezember 2008
Kategorie: Newsletter-Beiträge
Lärm in der »stillen« Zeit 

Müssen Kinder Lärm machen?
Die Route meiner vormittäglichen Laufrunde führte mich am örtlichen Kindergarten vorüber. Trotz geschlossener Fenster drang das Lärmen der Kinderstimmen bis auf die Straße heraus, zwar gut gedämpft, dennoch deutlich zu hören. Müssen Kinder Lärm erzeugen — mehr als Erwachsene?
Unter gewissen Bedingungen wird das Lärmen zu einer Art »Notwehr« gegen Nichtgehörtwerden, Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
20. November 2008
Extra-Njuuslätta Nr. 18 – November 2008
Kategorie: Newsletter-Beiträge
... Es ist wirklich ganz einfach!

Liebe Lehrer! Liebe Eltern!

Ein College-Professor ließ seine Soziologiestudenten in die Slums von Baltimore gehen, um Fallgeschichten über zweihundert Jugendliche zu sammeln. Sie wurden mit der Aufgabe betraut, eine Bewertung über die Zukunft eines jeden Jungen zu schreiben. In jedem einzelnen Fall schrieben die Studenten: »Er hat keine Chance.« Fünfundzwanzig Jahre später stieß ein anderer Soziologieprofessor auf die frühere Studie. Er ließ seine Studenten das Projekt nachvollziehen, um zu sehen, was mit diesen Jungen passiert war. Die Studenten entdeckten, daß mit Ausnahme von zwanzig Jungen, die weggezogen oder gestorben waren, 176 der verbliebenen 180 einen mehr als ungewöhnlichen Erfolg als Anwälte, Doktoren und Geschäftsleute errungen hatten. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
15. November 2008
Newsletter Nr. 26 – November 2008
Kategorie: Newsletter-Beiträge
»Er verkauft mir die Eier« 

Bericht über ein herzerwärmendes Gespräch mit einer engagierten Mutter

»Erziehung ist sinnlos, die Kinder machen uns ja doch alles nach!« spottete Erich Kästner. Wir grinsen, wenn wir Humor haben. Und wir nicken, wenn wir zu Ende gegrinst haben, denn hinter diesem Bonmot steht die tiefe Einsicht, daß Kinder nur vom menschlichen Vorbild und nicht nach raffinierten Rezepten lernen. Werte, mentale Einstellungen und kulturelle Fähigkeiten können eben nicht abstrakt gelehrt werden. Sie werden durch das Miteinander in den Familien unbewußt eingeübt. Jeder Lehrer weiß, wie fruchtlos seine Bemühungen sind, wenn ein Kind nicht lernen will oder kann, weshalb auch immer. Die Wurzeln für Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit wachsen im Elternhaus. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
04. November 2008
Extra-Njuuslätta Nr. 17 – November 2008
Kategorie: Newsletter-Beiträge
... und was du dir wünschst, wird wahr!
 

Drei Wünsche
Beim Aufräumen geriet mir ein Büchlein in die Hand. Darin wird das Märchen von den drei Wünschen erzählt. Der lustige Hergang der Geschichte täuscht nicht darüber hinweg, in welches Dilemma der Mensch gerät, wenn er sich etwas wünschen soll, dessen Diesen Beitrag zu Ende lesen »


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Veranstaltungen:
noch bis 13.03.2010
Mittelfränkischer Lehrertag, Schwabach, Karl-Dehm-Schule
16.03.2010 - 20.03.2010
didacta - die Bildungsmesse, Köln, Messegelände



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