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| 03. März 2013 |
| Kategorie: Schule |
| | Keinen Augenblick lang herrscht in unserem Kopf Schweigen. Immerzu spricht es, das ist uns meist gar nicht bewusst. Wenn ein anderer Menschen mit uns redet und wir aufmerksam zuhören, wiederholen wir die gehörten Worte im Geiste. Auf diese Weise eignen wir uns einen Teil des Gesagten an. Kinder lernen Sprache nur durch Nachahmung. Denken ist stumme Zwiesprache mit sich selbst. Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft lassen sich schulen, wenn wir die Kinder zu innerem Nachsprechen anregen. Dies lässt sich auf spielerischem Wege erreichen, begleitet durch Ruhe und freundliche Zuwendung. Auch Denken will Weile haben. Neu aufgelegt: Zuhörspiele. Fitnessübungen für Ohr und Geist. >>> | | | | | | | | | | | | | |
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| 12. Mai 2012 |
| Kategorien: Schule | Besser lernen |
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Effektiver
Frontalunterricht
Vor ein paar Tagen entdeckte ich im Internet folgende Meldung:
»Eine bislang im deutschsprachigen Raum kaum bekannt
gewordene Unterrichtsstudie der »Hebrew University of Jerusalem« aus dem Jahr
2011 kommt zu dem Schluss, dass Schüler durch zwei
Unterrichtsverfahren besonders gefördert werden: Zum einen
haben Schüler vor allem Nutzen von der eher als
»traditionell«, eventuell sogar als
»altmodisch« geltenden Unterrichtsmethode. Das ist die
Methode, bei der Lehrer viel Wert auf Verstehen, Wiederholung und
Übung legen. Diesen
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| 14. April 2012 |
| Kategorie: Schule |
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Inhalt oder Form — was ist
wichtiger? Teil II (Die Textkultur des
Als-Ob)
In unseren Bildungsstätten herrsche
längst eine Textkultur des Als-Ob, so der
Sachverständigengutachter für wissenschaftliche Plagiate,
Stefan Weber. Bei der Bewertung umfangreicher Prüfungsarbeiten
in höheren Jahrgangsstufen gehe es selten um mehr als
„einen ersten flüchtigen Blick“. Das ist paradox,
denn in den ersten Schuljahren wird, diametral dazu, gerade auf die
Form zu wenig Wert gelegt; Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 05. März 2012 |
| Kategorie: Schule |
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Inhalt oder Form — was ist
wichtiger?
Form und Inhalt gehören zusammen.
Gießen wir Wasser in ein Gefäß, dann passt es sich
der Form dieses Gefäßes an. Jeder Inhalt wiederum
verlangt eine bestimmte Form. Der Versuch, Wasser im Sieb zu
tragen, wird scheitern. Inhalt und Form bedingen und beeinflussen
einander. Diesen Beitrag zu
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| 15. Februar 2012 |
| Kategorien: Schule | Besinnliches |
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X
für U – von der Verführbarkeit
Unmündiger
Wenn ich heute vor Erstklässlern an die Tafel schreibe: 7 +
2 = 10, dann werden es die meisten Schüler in ihre Hefte
schreiben, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Sie werden
schlicht nicht darüber nachdenken.
Ein paar wenige aber werden irritiert schauen, und dann schnellen
Finger in die Höhe. Gewiss wird eines von diesen Kindern mich
auf den Fehler aufmerksam machen. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 06. Dezember 2011 |
| Kategorie: Schule |
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Die Seele und
Seelenkräfte
Aus einem
Lesebuch für Schulen Anno 1805
(Diesem Textabschnitt voran stehen Betrachtungen über das
Wesen von Pflanzen und Tieren.)
Ich kann noch mehr, ich kann reden, das kann ein Thier nicht;
ich kann die Ursache und Wirkung von etwas begreifen, oder warum
etwas so und nicht anders ist; z.B. ich kann begreifen, warum es
jetzt warm in der Stube und kalt auf der Straße ist; warum
man die Kinder in die Schule schickt, warum man ackert und
pflügt, und düngt und sät. Ich begreife, daß
man nichts weiß, wenn man nicht lernet, daß manche
Menschen arm sind, weil sie nicht arbeiten wollen, daß man
gemeiniglich in Verachtung geräth, wenn man sich schlecht
aufführt. Wie die Saat, so die Erndte! Diesen Beitrag zu Ende lesen
»
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| 27. Oktober 2011 |
| Kategorien: Schule | Schriftkultur |
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Es ist eine Binsenweisheit:
Schrift und Rechtschreibung sind voneinander
getrennt gar nicht denkbar. Schreiben lernen bedeutet
deshalb immer auch zugleich Rechtschreiben lernen.
Heute wird im ersten Schreibunterricht der Schule die Orthographie
vielerorts ausgeklammert. Im eigentlichen Sinne kann dann nicht von
Schreibenlernen gesprochen werden. Kinder lernen das
Nachzeichnen von Buchstaben, sie üben sich ohne Anleitung im
phonetischen Kritzeln — nicht aber im herkömmlichen
Schreiben! Schreiben heißt immer
auch richtig schreiben. Siehe oben. Diesen Beitrag zu Ende lesen
»
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| 23. September 2011 |
| Kategorien: Schule | Erziehung |
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| Darüber reden ist nicht dasselbe wie ... |
... es zu tun. |
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Reden, reden, reden
In der modernen Schule wird viel Zeit darauf verwendet, über
richtige Einstellungen und erwünschtes Verhalten zu sprechen.
So wurde zum Beispiel das Fach Ethik in den Stundenplan
eingegliedert. Wozu dies? Glauben wir, das wohlmeinende Appellieren
an den Verstand der Schüler brächte irgendwelche
tatsächlichen Verhaltensänderungen mit sich? Wir tun so,
als könnten wir Diesen
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| 26. August 2011 |
| Kategorien: Schule | Erziehung |
»Es ist bedauerlich, daß man den Kindern heute alles erleichtern will, nicht nur jedes Lernen, jede Aneignung von Kenntnissen, sondern selbst das Spiel, und die Spielsachen sollen dazu beitragen. Kaum beginnt das Kind die ersten Worte zu lallen, da ist man schon bemüht, ihm alles zu erleichtern. Die ganze Pädagogik kennt jetzt nur noch die Sorge um die Erleichterung. Eine solche Erleichterung ist aber mitunter keineswegs eine Förderung der Entwicklung, sondern im Gegenteil eine Verleitung zu Oberflächlichkeit, gewissermaßen eine Abstumpfung. Ein paar Gedanken, ein paar Eindrücke, die der Mensch in der Kindheit aus eigener Kraft (ja, meinetwegen auch unter Schmerzen) tiefer erlebt hat, werden das Kind viel tiefer mit dem Leben vertraut machen, als es jede erleichterte Schule tun könnte, aus der denn auch in der Regel nichts Persönliches hervorgeht, weder dies noch das, weder Gutes noch Böses, selbst im Laster nichts Lasterhaftes und auch in der Tugend nichts Tugendhaftes.« | Diese Zeilen stammen nicht, wie man vermuten könnte, von einem Zeitgenossen. Sie wurden vor rund 150 Jahren zu Papier gebracht. Urheber ist der russische Philosoph und Dichter Dichter Fjodor Michailowitsch Dostojewskij. (1821 - 1881)
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| 20. August 2011 |
| Kategorien: Schule | Erziehung |
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Als ich heute meine Morgenrunde
ging — ich richte mich da nach den Bedürfnissen
meines Hundes — begegnete ich der Nachbarin, die
ebenfalls mit ihrem Vierbeiner unterwegs war. Wir sprachen dies und
das und landeten dann beim Thema Kinder. Meine Nachbarin berichtete
mir von einem ihrer Bekannten, deren Dreijähriger bereits
einen Computer besäße. »Aber keinen Babycomputer,
so'n Plastikdings, sondern einen richtigen.« Sie fände
dies überflüssig. Ein Kind müsse doch zuerst einmal
mit den realen Dingen des Lebens konfrontiert werden. Ich stimmte
ihr zu. Diesen Beitrag zu
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| 02. August 2011 |
| Kategorie: Schule |
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foto: birgitH / pixelio
Die Schrift
fördert das Sprachverständnis
Schriftsprache
und Denken – Teil I
von Karin Pfeiffer
Durch Schreiben gewinnt man
Gedankenklarheit. Der fertige Text ist eher ein Nebenprodukt des
Schreibens, weshalb es auch nicht darauf ankommt, Texte
möglichst schnell und leicht produzieren zu können, wie
es die Trendpädagogik fordert. Was das Schreiben für uns
so wertvoll macht, ist der Schreibprozeß selbst. Er
setzt die geistige Auseinandersetzung mit einem Thema in Gang,
also das, was wir gemeinhin als Denken bezeichnen. Dem Denken
werden durch das Schreiben Zügel angelegt. Dies kommt der
inhaltlichen Genauigkeit in der kognitiven Auseinandersetzung mit
der Welt zugute. Sprache ist das Medium des Denkens. Der
menschliche Verstand hat sich parallel zur Fähigkeit, den
Dingen Namen zu geben, entwickelt. Während jedoch das
gesprochene Wort allzu schnell verweht, zwingt die Niederschrift
zum geistigen Verharren und Reflektieren. Das ist die Geburtsstunde
des Verstehens, der Vernunft. Seine Kontur und Begriffsschärfe
gewinnt das menschliche Denken allein durch die Niederschrift.
Wissenschaft wurzelt im geschriebenen Wort. Die erste und
wichtigste Aufgabe der Schule besteht daher in der geduldigen
Unterweisung aller Kinder im Lesen und Schreiben. Maßnahmen
zur Beschleunigung und Abkürzung des Lernvorgangs, sind
nicht nur sinnlos, sondern schädlich. Ein Plädoyer
für die Besinnung auf eine realistische Unterrichtskultur in
der Grundschule. Diesen
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| 08. Juli 2011 |
| Kategorie: Schule |
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War es vor
rund 20 Jahren das Deutschdiktat, welches als Ursache für
Schulangst und Lernversagen aus dem Methodenschatz der
Schulpädagogik entfernt wurde, so steht heute – in
konsequenter Weiterentwicklung dieses Gedankens – das
Schreiben selbst zur Disposition. Schon sind technische Geräte
entwickelt, die es lese- und rechtschreibschwachen Schülern
ermöglichen, Lernstoff allein über das Ohr aufzunehmen.
Neu entwickelte »Lesestifte« tun das, was früher
alle Schüler bereits im ersten Schuljahr lernten und alsbald
recht gut beherrschten: sie lesen Texte laut vor. Wem es
gefällt, der kann bald »lesen und schreiben
lassen«. Wir sind dabei, unsere Kompetenzen an Maschinen
abzugeben und meinen, die Bedienung der Maschine ersetze eigenes
Können und Wissen.
Ahnen wir, was wir da in Gang setzen? In einem 1995 erschienenen
Buch warnt Barry Sanders, Professor für englische Literatur
und Ideengeschichte vor dem Verlust der Sprachkultur. Es war das
Wort, das den Menschen zum Menschen machte, die Sprache, die Kultur
schuf und damit unsere arbeitsteilige Welt, die zu noch nie
dagewesenem Wohlstand geführt hat. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 05. Juli 2011 |
| Kategorie: Schule |
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Der Zweck der
Schrift: gelesen werden
»Da sind wohl
Hühner spazierengegangen«, seufzt die Lehrerin. Am
häuslichen Schreibtisch beugt sie sich über das Heft
eines Schülers, versucht dessen Schrift zu entziffern. In
dieser Szenerie offenbart sich die ganze Sinnlosigkeit
nachlässig angefertigter Niederschriften. Schrift, die man
nicht lesen kann, ist ohne Funktionswert. Schrift ist optische
Mitteilung über Raum und Zeit hinaus. Diesem Zweck gehorcht
die Notwendigkeit einer Form-Normierung. In der Grundschule werden
unsere Kinder in dieses genormte Schriftsystem eingeführt.
Lesen und Schreiben sind grundlegende Kulturtechniken, die von
jeder Generation neu erlernt werden müssen. Unter Anleitung
des Lehrers üben Kinder die gebräuchlichen
Buchstabenformen ein. Schreibenlernen verfolgt das Ziel, sich
schriftlich mitteilen zu können. Eine Gesellschaft, die darauf
verzichtet, ihre Kinder in das bestehende Normsystem
einzuführen, wird dies unweigerlich mit der Einbuße des
kulturellen Niveaus bezahlen müssen. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 01. Juni 2011 |
| Kategorie: Schule |
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Als ich mir
vor einigen Jahren bei einem Sturz das linke Handgelenk brach,
war es vorerst mit dem Schnelltippen auf der Tastatur des Computers
vorbei. Mühsam suchte ich mir die Buchstaben zusammen und
bastelte meine Texte. Dabei fiel mir auf, wie sehr das zeitraubende
Suchen nach den richtigen Buchstaben auf der Tastatur den
Denkprozeß behinderte. Vom Inhalt des Schreibens wurde meine
Aufmerksam abgelenkt auf den mechanischen Vorgang. Ich griff also
zum Füller und schrieb wieder per Hand. Dabei ging mir auf:
das Schreiben auf der Tastatur ist eine feine Sache. Es geht rasch
der Denkfluß bleibt ungestört. Voraussetzung ist die
Beherrschung des Zehnfingersystems und das automatisierte
Tippen. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 12. Mai 2011 |
| Kategorie: Schule |
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Abfragen statt Lernen Fortwährend
durchgeführte überregionale
Leistungstests (Evaluationen) an den öffentlichen Schulen
sind unnütz, ja schädlich. Der
ständig prüfende Lehrer gleicht jenem Arzt, der in
regelmäßigen Abständen und mit großem
Brimbramborium die Körperfunktionen testet, ohne
gleichzeitig dem Patienten mittels therapeutischer Maßnahmen
zu einem stabileren Gesundheitszustand zu verhelfen. Diesen Beitrag zu Ende lesen
»
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| 01. Mai 2011 |
| Kategorie: Schule |
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Abkürzungen beim Lernen schaden
Lernen wird vielfach verwechselt mit
lustbetontem Aktionismus, während jede Abkürzung auf dem
Weg zum Ziel willkommen ist. In Schulen ist seit Jahren eine
atemberaubende Beschleunigung und Verfrühung von Lerninhalten
und -methoden zu beobachten. Selbst nach PISA sind die
pädagogischen Botschaften dieselben geblieben:
Funktionalität, Mühelosigkeit, Schnelligkeit, Kurzweil.
Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 09. April 2011 |
| Kategorie: Schule |
Weshalb das Schreiben so wichtig ist Schreiben heißt Denken — Schreiben ist das langsame, bedächtige Abtasten von Wörtern und Begriffen. Dabei errichtet der Schreibende in Gedanken eine Brücke von der realen zur geistigen Welt. Schreiben ist für die Schule unerläßlich, sofern Schulunterricht dem Anspruch gerecht werden will, Bildung zu vermitteln. Bildung ist etwas anderes als bloßer Konsum von Informationen. Ohne die Mühen des gedanklichen Durchdringens von Phänomenen kein Bildungserfolg. Gedankliche Durchdringung gelingt, wenn das Tempo der heranbrandenden Wörter gedrosselt wird. Dies geschieht durch Schreiben. Bildung bedarf der geschriebenen Sprache. Lesen und Schreiben sind die wichtigsten Werkzeuge des Lernprozesses. Schreiben heißt Denken. Hier schließt sich der Kreis. Karin Pfeiffer | foto: christoph schmotz by pixelio | | |
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| 28. März 2011 |
| Kategorie: Schule |
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Das Multiple-Choice-Verfahren (kurz: MC)
(deutsch: mehrfache Auswahl im Sinne von mehreren
Möglichkeiten, die zur Auswahl stehen) ist ein statistisches
Verfahren zur Datenerhebung.
Aufgrund der relativen Einfachheit in der Auswertung, wird es gern
bei Tests bzw. Prüfungen verwendet, aber auch bei qualitativen
Befragungen in der Sozialforschung. Hierbei werden zu einer Frage
oder Feststellung verschiedene Antwortmöglichkeiten
vorgegeben, aus denen der Befragte eine oder mehrere auswählen
muss, die er für richtig hält.
Meist stehen drei oder vier Antwortmöglichkeiten
zur Auswahl, es können aber auch wesentlich
mehr sein.
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Wie viele
Bundesländer gehörten zur Bundesrepublik
Deutschland?
Kreuze die richtige Antwort an:
13
12
16
10

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Multiple-Choice in der
Schule Frageverfahren mit Mehrfachantworten, von
denen die richtige Antwort erkannt und angekreuzt werden soll,
kommen aus der Statistik. Schon lange haben sie in die Schule
Eingang gefunden. Beliebt sind sie vor allem deshalb, weil sie
rasch auszuwerten sind.
Der Arbeits- und Zeitaufwand für die Erstellung
Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 14. März 2011 |
| Kategorie: Schule |
Weshalb die Person des Lehrers wichtiger ist als alles andere Herr Professor Roth, der Untertitel Ihres neuen Buches lautet »Wie Lernen gelingt«. Es gibt aber eine große Gruppe von Schülern, bei denen das Lernen nicht gelingt: Seit Beginn der PISA-Erhebung 2000 liegt die Zahl der sogenannten Risikoschüler konstant bei rund 20 Prozent eines Altersjahrgangs. Woran liegt das? Prof. Dr. Gerhard Roth: Da läuft etwas prinzipiell schief. Zunächst einmal: Die Rolle des Lehrers wird grundlegend verkannt. Die Lehrer sind völlig verunsichert. Denn in den letzten Jahren hat sich die Auffassung durchgesetzt, der Lehrer müsste sich vollkommen zurücknehmen und das Lernen müsste selbstorganisiert und selbstreguliert vonstatten gehen. Das ist grundfalsch. Alle einschlägigen Untersuchungen zeigen, dass ein wesentlicher Teil des Lernerfolgs der Schüler davon abhängt, wie der Lehrer aufgestellt ist, ob er eine Vertrauensperson ist und ob er sich in die Psyche und die intellektuellen Fähigkeiten des Schülers hineinversetzen kann. Kurzum, ob er Fähigkeiten hat, die unabdingbar für den Unterricht und für die Wissensvermittlung sind. Auszug aus einem Interview mit dem Hirnforscher Dr. Gerhard Roth zum Thema Lernen. Das ganze Interview können Sie auf bildungsklick.de nachlesen. | | | |
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| 23. Februar 2011 |
| Kategorie: Schule |
Wir lernen durch das Tun Vor einigen Jahren habe ich angefangen, Cello zu spielen. Die meisten Leute würden sagen, dass das, was ich tue, darin besteht, Cello »spielen zu lernen«. Aber diese Worte rufen in unseren Gedanken die seltsame Vorstellung hervor, dass es zwei verschiedene Vorgänge gibt: erstens Cello spielen zu lernen; und zweitens Cello zu spielen. Sie deuten an, dass ich das erste tue, bis ich es abgeschlossen habe, an welchem Punkt ich den ersten Vorgang beende und mit dem zweiten beginne. Kurz, ich fahre fort, »spielen zu lernen«, bis ich »spielen gelernt habe«, und dann fange ich an zu spielen. Natürlich ist das Unsinn. Es gibt keine zwei Vorgänge, sondern nur einen. Wir lernen etwas, indem wir es tun. Es gibt keinen anderen Weg. John Holt |  foto: Dirk Schelpe / pixelio | | |
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| 06. Dezember 2010 |
| Kategorien: Schule | Besinnliches |
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Lernen muss einen Anfang haben und ein Ende. Es muss eingerahmt
sein in sinnvolle Rituale der Stille, des Wartenkönnens, des
Aushaltenkönnens, der Unlust. Ja, auch der Unlust! Denn aus
richtig dosierter Selbstüberwindung kann Freude werden. Der
Weg des Menschen war allzeit steinig, und das wird sich niemals
ändern, keine High-Tech kann uns die Arbeit an uns selbst
abnehmen. Lernen ist immer Arbeit an sich selbst. Diesen Beitrag zu Ende lesen
»
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| 23. November 2010 |
| Kategorie: Schule |
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Lesen in der Antike -
schwieriger als heute
Bei den alten Römern war das Lesen eine schwierige
Aufgabe, denn das Lateinische wurde wie das Griechische fortlaufend
geschrieben, in der scriptio continua, ohne Worttrennung
und Zeichensetzung. Man hatte eine „Text- und
Buchstabenwüste“ vor sich. Der Leser mußte sich
damit vertraut machen und eine Struktur „hineindenken“,
die von vornherein nicht da war. Ein rasches Querlesen war nicht
möglich, das Lesetempo selbst für geübte Leser
gedrosselt. Wie mühsam es für Kinder war, das Lesen
überhaupt erst zu erlernen, können wir uns lebhaft
vorstellen. Um etwas vorzulesen, Diesen Beitrag zu Ende lesen
»
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| 18. November 2010 |
| Kategorie: Schule |
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Das Visuelle im
Unterricht
Die Pädagogik legt viel Wert auf Anschauung im Unterricht,
denn alles Begreifen geht vom Gegenständlichen aus, wie das
Wort be-greifen schon nahelegt. Was wir niemals gesehen,
gehört, gefühlt haben, können wir uns nicht
vorstellen. Das Abstrakte baut auf dem Konkreten auf, nicht
umgekehrt. Insofern ist Anschaulichkeit unentbehrlich für
jegliches Lernen.
Die Möglichkeit, Schüler etwas anschauen und angreifen zu
lassen, ist jedoch nicht alles. Anschauung führt nur dann zu
Erkenntnis, wenn das Kind selbst dabei aktiv wird. Passives
Betrachten ist nicht gleich Lernen. Die verbreitete
Auffassung, das tägliche Betrachten von Bildern, Schautafeln,
Merksätzen oder Filmen setze einen Lernprozeß in Gang,
ist nichts als ein bedauerlicher Irrtum. Was ihm bloß gezeigt
wird, kann der Mensch nicht lernen. Wäre das anders, so
würden Kinder nach einigen Jahren regelmäßigen
Fernsehkonsums Diesen Beitrag
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| 11. November 2010 |
| Kategorie: Schule |
April 1985 Mein Sohn, drittes Schuljahr, soll als Hausaufgabe zwei Beschreibungen anfertigen. Die Themen darf er sich selbst aussuchen. Als erstes Thema wählt er »Das Akwarium«. Beim Lesen seiner Beschreibung bezweifle ich, ob in dem beschriebenen, phantastischen Biotop Fische überleben könnten. Nun das zweite, frei gewählte Thema: »Der Kompjuter«. Seit einiger Zeit steht ein solcher in unserem Büro. Weil mir die Aquariumfische schon recht leid tun und ich um das Funktionieren unseres Computers ernsthaft besorgt bin, biete ich nun meine aktive Mithilfe bei den Formulierungen an. Dieses Ansinnen wird voller Entrüstung zurückgewiesen. Der Knabe schreibt tapfer drauflos und formuliert ohne jeden Anflug von Selbstzweifel: »Der Kompjuter besteht aus vier Teilen: dem Fernseher, der Schreibmaschine, dem Plattenspieler und dem Ratterkasten.« Mit dem Ratterkasten meint er den Drucker. Der Plattenspieler ist die Diskettenstation. Die Tastatur erinnert ihn an unsere alte Schreibmaschine, und der Fernseher ist Mattscheibe. Heute wie damals. Das ist nun 25 Jahre her. Was müssen Schulkinder heute schreiben und beschreiben? Und was kommt dabei heraus? Sind solche Aufgaben nicht doch vielleicht etwas am Horizont von Neunjährigen vorbei ... heute wie damals? Ich frage ja nur. Karin Pfeiffer | 
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| 09. November 2010 |
| Kategorie: Schule |
Denken und Bildung »Unser Denken wird nicht von Informationen gesteuert, sondern von Ideen, Erfindungen und Einfällen. Nicht ein Berg von Informationen führt zum Verstehen, sondern Wissen. Jenseits des Wissens liegt das, was wir anstreben sollten: Weisheit. Leider schätzt unsere Informationsgesellschaft Daten höher ein als Erfahrung, Reife, Einfühlungsvermögen und Erleuchtung.« Und Informationen ersetzen nicht die Wirklichkeit. Informationen sind tot, wenn sie nicht zum Leben zurückführen, zum Fühlen, Riechen, Schmecken, Handeln ... Clifford Stoll Literaturhinweis: Clifford Stoll, LogOut, Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien, S.Fischer Verlag, Ffm 2001; obiges Zitag: Seite 210 | 
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| 24. Oktober 2010 |
| Kategorie: Schule |
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Selbständiges Lernen
Kinder treiben, kaum sind sie sich selbst überlassen,
»Unfug« anstatt zu lernen. Wer hätte diese
Erfahrung nicht schon gemacht? Da hat man ihnen wunderbares
Material ausgehändigt, hat ihnen das Nötige erklärt,
und die fröhliche Ermunterung ausgesprochen: »Mit diesen
wunderbaren Sachen könnt ihr jetzt lernen!«
Kaum hat man sich weggedreht, machen die Plagen Unsinn oder
tändeln herum. Diesen
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| 23. September 2010 |
| Kategorien: Schule | Besser lernen |
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Von der
Wichtigkeit des praktischen Übens
Besonders wichtig sind heute
Übungen, durch welche die sprachlichen Kompetenzen der
Schüler im mündlichen wie auch im schriftlichen Bereich
trainiert werden. Nur wer sich mündlich und schriftlich sicher
und gewandt ausdrücken kann, wird »das Lernen
lernen«. Die Beherrschung von Sprache in Wort und Schrift
wird allein durch beständiges und hartnäckiges Lernen und
Üben erreicht. Das ist ohne eigenes Zutun, ohne eigene
Anstrengung nicht möglich. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 07. September 2010 |
| Kategorien: Schule | Humor |
Liebe Lehrer! Nehmt euren Schülern nicht das Papier weg, und die Stifte! Lasst sie mit Tinte klecksen und mit Killer Löcher in die Heftseiten reiben! Ist dies alles erst einmal virtuell, dann wird zuerst die Welt des Lernens verschwinden, und bald auch unsere reale Welt. | | |
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| 01. September 2010 |
| Kategorie: Schule |
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Lernen braucht
Zeit!
Ja, ich reite auf der Zeit herum! Wir alle reiten nämlich
auf der Zeit, nur merken die wenigsten, wohin sie die Zeit gebracht
hat, die sie einsparen wollten.
Erinnern Sie sich: Als Sie zuletzt bei der Ankunft auf einem
fremden Bahnhof aus dem Zug gestiegen sind, was haben sie als
erstes gemacht? Was taten sie, als sie aus dem Bahnhofsgebäude
heraustraten, in das Gewimmel fremder Menschen, in den
ungegliederten Raum der Verwirrung an optischen und akustischen
Eindrücken? Diesen
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| 24. August 2010 |
| Kategorie: Schule |
Gedanken zu Sprache und Schrift Sprache wird über das Ohr wahrgenommen. Die gesprochenen Wörter treffen in zeitlicher Aufeinanderfolge auf das Ohr. Schrift wird vom Auge aufgenommen. Die geschriebenen Wörter treffen in räumlichem Nebeneinander auf das Auge. Das Ohr nimmt die Zeit wahr. Das Auge erforscht den Raum. Das Ohr erfaßt das Nacheinander der Geräusche. Es schlüsselt die Chronologie der Ereignisse auf. Das Auge unterscheidet zwischen oben und unten, hinten und vorn. Es vermittelt die räumlichen Dimensionen. Das Ohr hört den vergänglichen Ton. Das Auge kann sehen, was sich nicht verändert. Laute gehören zur Welt des Hörens. Buchstaben gehören zur Welt des Sehens. Was aufgeschrieben wird, muß zuerst gesprochen worden sein. Wer keine Gedanken hat, kann nicht sprechen. Wer keine Sprache hat, kann auch nicht schreiben. Analog gilt: Wer nicht sprechen kann, weil ihm die Wörter fehlen, kann nicht lesen lernen. Sprachgestörte Kinder tun sich beim Lesen- und Schreibenlernen schwer. Woher kommen Sprachstörungen? Karin Pfeiffer | | |
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