Buchsuche:
  Startseite
 
Tagebuch:
mal ernst, mal heiter
Kunden in der Schweiz Kunden in Österreich Der Stolz Verlag stellt sich vor Kontakt  

Kategorie: Besser lernen

 
01. Februar 2017
Lesen durch Schreiben
Kategorie: Besser lernen

Wenn in der Schule Falsches richtig ist

»Toa« statt »Tor«: Viele Grundschüler lernen mit einer Methode Lesen und Schreiben, bei der auf Regeln verzichtet wird. Pädagogen warnen.

Lesen Sie hier weiter >>>>>>>>


Zum Weiterlesen:

Vom Abschreiben
Weshalb wir die Handschrift pflegen sollten (Teil I)
Weshalb wir die Handschrift pflegen sollten (Teil II)
Computer und Lernen
Vereinfachte Ausgangsschrift
Die VA: Eine Schrift aus der Retorte

Zum Verständnis der unsinnigen Reformwut in Schulen:

Wer hat das Sagen in deutschen Klassenzimmern

 
06. November 2016
Heute lernen, was morgen wichtig ist?
Kategorie: Besser lernen
 Heute lernen, was morgen wichtig ist?

»Die Schule muss das Wissen und die Fähigkeiten vermitteln, die in Zukunft die Lebenschancen des einzelnen und den gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fortschritt bestimmen.« So der verstorbene Politiker Johannes Rau in einem seiner Druckwerke.

Das heißt: Wir sollen heute lernen, was wir morgen brauchen. Leider knüpft diese Forderung nicht an der traditionellen Übereinstimmung darüber an, welche Fähigkeiten zur allgemeinen Lebensbewältigung gebraucht werden. Mit dem Ruf, heute zu vermitteln, was morgen nötig ist, verbindet sich die irrige Meinung, morgen werde etwas anderes benötigt als heute. Das mag sein, aber niemand weiß heute, was die Zukunft uns abverlangen wird; niemand kann sagen, welche Umstände wir antreffen werden. Für die Ausführung unserer Zukunftspläne müssen wir uns mit dem begnügen, was uns heute zur Verfügung steht. Allezeit hat der Mensch die Zukunft mit den vorhandenen Geräten gestaltet, und nicht mit den noch nicht vorhandenen von morgen. Wir können ein Haus nur mit Werkzeug und Material erbauen, das uns heute zur Verfügung steht — auch wenn uns dieses Haus morgen Schutz bieten wird, also ein Zukunftsprojekt darstellt.

Die Forderung, das Lernen und dessen Inhalte auf die Zukunft abzurichten, hieße unseren Kindern zu befehlen, jetzt bereits in den Zug einzusteigen, der morgen um diese Zeit am fraglichen Bahnsteig anhalten könnte. Das aber ist keineswegs sicher!

Karin Pfeiffer

 
 
22. September 2016
Sprachförderung durch Beantworten von textbezogenen Fragen
Kategorie: Besser lernen

Das schulische Lernen bedient sich seit jeher einer hilfreichen Methode, die ihre Aktualität niemals einbüßen wird, ganz einfach deshalb, weil sie erfolgreich ist. Gemeint ist der Frage-Antwort-Unterricht. Erst wenn eine gewisse Reife und damit ein Wissensfundament errichtet ist, kann ein Schüler sich selbst die Fragen stellen, die sein Wissen erweitern. So kann das Lernziel „Textverständnis“ durch Beantworten von inhaltlichen Fragen erreicht werden. Frage-Antwort-Unterricht ist der sicherste Weg zur Wissensfestigung. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
12. Mai 2016
Wie wir lernen
Kategorie: Besser lernen

Wir lernen durch das Tun

Vor einigen Jahren habe ich angefangen, Cello zu spielen. Die meisten Leute würden sagen, dass das, was ich tue, darin besteht, Cello »spielen zu lernen«. Aber diese Worte rufen in unseren Gedanken die seltsame Vorstellung hervor, dass es zwei verschiedene Vorgänge gibt: erstens Cello spielen zu lernen; und zweitens Cello zu spielen. Sie deuten an, dass ich das erste tue, bis ich es abgeschlossen habe, an welchem Punkt ich den ersten Vorgang beende und mit dem zweiten beginne. Kurz, ich fahre fort, »spielen zu lernen«, bis ich »spielen gelernt habe«, und dann fange ich an zu spielen. Natürlich ist das Unsinn. Es gibt keine zwei Vorgänge, sondern nur einen. Wir lernen etwas, indem wir es tun. Es gibt keinen anderen Weg.

John Holt


foto: Dirk Schelpe / pixelio
 
 

 

 
20. Februar 2016
Eine häufig begangene »Todsünde« beim Üben der Rechtschreibung
Kategorie: Besser lernen

Die Gegenüberstellung von Wörtern mit gleich und ähnlich klingenden Laute ist eine Übungsform, die sich ungeheuer großer Beliebtheit erfreut. Rechtschreibaufgaben nach dem Muster d oder t, chs oder x, -ich, -isch oder ig usw. sind so gut wie in jedem Lehrwerk für Rechtschreibung zu finden. Völlig ungeniert stehen hier sehr ähnliche Lerninhalte nebeneinander – offensichtlich erwarten die Produzenten solcher »Lernhilfen«, daß unsere Kinder etwas dabei lernen. Doch das Ergebnis ist, daß sie für die gesamte Schulzeit und wahrscheinlich ihr ganzes Leben lang Probleme mit genau diesen Lerninhalten haben werden.

Seit jeher warnen verantwortungsbewußte Pädagogen vor der Methode der Gegenüberstellung ähnlicher Lerninhalte, stiftet sie beim Schüler doch nichts als Unsicherheit und Irrtum. Wer im Schreiballtag die Schreibweisen s, ss oder ß nicht auseinanderhalten kann, wird kaum von einer plötzlichen Schreibsicherheit heimgesucht, wenn wir ihn gerade vor diese Alternativen stellen. Seine wachsende Verwirrung ist als »Ranschburg-Phänomen« bekannt. Das Ranschburg-Phänomen ist die 1902 von dem ungarischen Psychologen Pál Ranschburg nachgewiesene Hemmung des Gedächtnisses bei der Reproduktion von ähnlichen Lerninhalten durch Mangel an gestaltlicher Differenzierung. Sprich: Wenn ich mir gleichzeitig verschiedene Inhalte merken will, die einander ähnlich sind, dann komme ich leicht durcheinander – und je unsicherer ich mich auf dem dargebotenen Lernbereich bewege, umso mehr Ähnlichkeitshemmung wird mich plagen.
(Übrigens bietet uns die sogenannte Rechtschreibreform ein anschauliches Beispiel für die Ranschburg-Hemmung: die jetzt selbst in Zeitungen und Zeitschriften zu beobachtende Verwechslung von »das / dass« hat seine Ursache in der beim flüchtigen Hinschauen »gleichen« Wortgestalt von das/dass – vormals konnte man die beiden Wörtchen optisch besser unterscheiden: das / daß.)

Ein Kind, das ständig gegenüberstellende Aufgaben vorgesetzt bekommt, wird nichts dazulernen – im Gegenteil. Tragisch sind die psychologischen Folgen: es wird zu dem Schluß kommen, es sei zu dumm, um die richtigen Schreibweisen zu behalten. Wie soll dieses bedauernswerte Kind wissen, daß der Mangel nicht bei ihm selbst liegt, sondern daß die Methode selbst »dumm« ist! Die verflixten Gegenüberstellungen haben schon ganze Schreibgenerationen für sicheres und selbstsicheres Schreiben endgültig verdorben.

Einzig als Test ist diese Methode erlaubt und erfüllt dort auch seinen Zweck – wenn getestet werden soll, wie sicher die Schüler in der Anwendung richtiger Schreibweisen sind. Dennoch: es gibt auch bessere „Testmethoden" und die Darbietung gehäufter Rechtschreibprobleme entbehrt der Sinnhaftigkeit. Beim Schreiben in Beruf und Alltag werden solche »Gemeinheiten« nicht auftauchen. Die Schule soll aber doch für das normale Leben vorbereiten, und nicht für ein Rechtschreibkuckucksheim. Gegenüberstellungen sind daher im Grunde eine künstliche und höchst überflüssige Darbietung des Lernstoffes.

 
  

Fazit: Wer wünscht, daß sein Kind in der Rechtschreibung Fortschritte macht, lasse es mit gewöhnlichen und nicht künstlich verkomplizierten Texten üben – und darüber hinaus übe man sich als Erwachsener in Geduld! Gute Dinge wachsen langsam.
Als Übungsform für Schüler mit ungefestigter Rechtschreibung seien Gegenüberstellungen mit gleich- und ähnlichklingenden Buchstaben streng tabu. Fort damit!

 
  
 
29. Januar 2016
Lesewettbewerb
Kategorie: Besser lernen

Lest mal laut und ganz schnell die folgenden Wörter — jeder Versprecher kostet fünfzig Cent fürs Sparschwein. (Wenn ihr zusammenlegt, reicht es für einen Band »Lesetraining«!)

Einlassschluss
Schlusssitzungssaal
Esssaalsessel
Flussseeschwalbe
Ausschusssitzung
Schlussszene
Bissstelle
Nasszelle
Landesausschusssitzung
Ortsschlussschild
Erdnussschale
Schlossanlage
Bassschlüssel
Nussschokolade


 

 

 
02. August 2015
Selbständig lernen
Kategorie: Besser lernen

Missbrauch des Begriffes „selbständig“

Wer sich einmal der Mühe unterzöge, die Fachliteratur zur Pädagogik zu durchforsten, wie oft der Begriff „selbständig“ bzw. damit zusammengesetzte Begriffe aufscheinen, wird auf eine stattliche Anzahl kommen. Dabei handelt es sich jedoch um einen massenhaften Missbrauch des Begriffes.

Selbständig lernen ist kein Lernziel und keine Unterrichtsmethode, sondern das Randergebnis guten Unterrichts. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
03. Mai 2015
Was Experten so empfehlen
Kategorie: Besser lernen

Lesen und Schreiben lernen

Der Mensch lernt durch Nachahmen. Selbst als Erwachsene schauen wir immer und überall: Was tun die anderen? Wie tun sie es? Und danach richten wir unser eigenes Denken und Handeln aus. Schulkinder lernen das Lesen und Schreiben ebenfalls durch praktisches Nachahmen. Allerdings haben Leute, welche sich Experten auf dem Gebiete der Pädagogik nennen, diese alte Weisheit auf den Kopf gestellt. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
08. Februar 2015
Handschrift in der Schule - eine Umfrage
Kategorie: Besser lernen

Wie gravierend sind die Probleme mit der Handschrift? Lehrerverband startet eine Umfrage.

BERLIN. Das Thema Handschreiben rückt immer mehr in den Fokus – unlängst wurde bekannt, dass Finnland die Schreibschrift in den Schulen abschaffen und verstärkt im Unterricht auf die Tastatur setzen wird. Das Problem, dass die Handschrift im Alltag zurückgedrängt wird, hat auch die deutschen Schulen erreicht. Der Deutsche Lehrerverband (DL) stellt fest, dass sich Klagen aus der Lehrerschaft über Probleme mit der Handschrift von Schülern häufen. „Der Anteil der schreibschwachen Kinder und Jugendlichen dürfte zwischen 20 und 50 Prozent liegen“, schätzt DL-Präsident Josef Kraus.

Weiterlesen hier >>>>


 

 

 

 

 
24. Januar 2015
Grober Unsinn: Schreiben nach Gehör
Kategorie: Besser lernen

 

 

Das Üben ist Sache der Schule!

Stefan Stirnemann, Kantonsschullehrer und Gründungsmitglied der Schweizer Orthographischen Konferenz, wurde von der Zeitung "Ostschweiz am Sonntag" zur Methode des Schreibens nach Gehör befragt. Er bezeichnete diese inzwischen in den ersten Schuljahren weitverbreitete Unterrichtsmethode als «groben Unsinn».

Ein Blick auf die Ergebnisse des Laissez-faire-Schreibunterrichts erfüllt den unvoreingenommenen Beobachter mit ungläubigem Staunen. Wie kommt es, dass mit Beharrlichkeit an der untauglichen Methode festgehalten wird? Woher diese Realitätsblindheit? Eine Antwort auf diese Frage ist überfällig.
Und weil sich die Kinder mangels guter Anleitung und kontinuierlicher Übung beim Schreiben inzwischen sehr schwer tun, weil viele es gar nicht mehr richtig lernen, geht man nun daran, die Handschrift selbst Stück für Stück aus dem Schulunterricht zu verbannen, das Schreiben sollen jetzt die Computer erledigen.
Davor kann man nur warnen, denn Schreiben ist mehr als bloße Handbewegung, es dient der Verinnerlichung der Gedanken. Der Verzicht auf Handschrift wird auch das Denken der kommenden Generationen nachhaltig verändern, soviel ist sicher. Über die Nebenfolgen scheint sich in der Medien- und Technikeuphorie kaum jemand ernsthafte Gedanken zu machen. Und doch sind wir gerade dabei, die Fundamente unserer Schriftkultur zu untergraben. Wem gute Schulnoten der Kinder zu wenig sind, wer ihnen Bildung zukommen lassen möchte, sollte auf die Vermittlung korrekter Handschrift und guter Rechtschreibung nicht verzichten. 

Lesen Sie hier das Interview in Ostschweiz am Sonntag >>> 

 

  Dein Freund und Helfer rät:

Silben-Lesen

LRS überwinden

ABC-Geschichten

Sinnerfassend lesen, korrekt abschreiben

5-Minuten-Diktate

Kurze Texte zum Abschreiben

 

 

 
 
24. November 2014
Grammatik lernen
Kategorie: Besser lernen

 

Grammatik lernen, aber richtig!

Theoretisches Sprachwissen hat nur dann einen brauchbaren Nutzen, wenn es sich mit der Sprachpraxis verbindet. Grammatikunterricht sollte sich daher nicht im bloßen Lernen von Merksätzen erschöpfen. Im Grammatikunterricht darf man mit der Sprache spielen, dennoch geht es nicht ohne ernsthaftes und fleißiges Üben. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
08. Juli 2014
Beschleunigung schadet
Kategorie: Besser lernen

 

Beschleunigung der Lernprozesse schadet

Moshe Feldenkrais (1904 – 1984) ist sicher den meisten von Ihnen bekannt, die Therapieform „Feldenkrais-Methode“ geht auf diesen Wissenschaftler zurück. Er probagierte einen neuen Ansatz, das menschliche Gehirn anzuregen und weiterzuentwickeln, und zwar durch geradezu lächerlich-einfache Bodenübungen. Doch seine Methode war und ist erfolgreich: die  Veränderung der menschlichen Motorik beeinflusst das Gehirn, es kann bei gewissen Krankheiten Genesung bewirken. Umgekehrt können schädliche – vor allem verfrühte – Bewegungsmuster beim Kind Lernblockaden bewirken, die sich verfestigen und fatale Auswirkungen auf den Lebenslauf des Kindes haben. Die heute übliche Verfrühungspädagogik – alles soll immer schneller und immer früher gelernt werden – ist absolut schädlich! Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
05. Mai 2014
Grundlagen des schulischen Lernens
Kategorie: Besser lernen

 

Wir dürfen nicht vergessen, daß unsere Kultur auf Schrift beruht. Die Beherrschung des Lesens und Schreibens ist Voraussetzung für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Der Computer ersetzt das handwerkliche Können nicht, er kann dieses allenfalls ergänzen. Der schulische Wissenserwerb stützt sich -- und dies wird sich nicht ändern -- auf das geschriebene Wort. Die Erfordernisse des modernen Unterrichts unterscheiden sich daher nicht grundlegend von jenen, die gepflegt wurden, als es noch keine digitalen Kommunikationsmedien gab. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
06. März 2014
5 Minuten täglich sind besser als eine Stunde pro Woche
Kategorie: Besser lernen

Vom Lernen der Rechtschreibung

„Da schreibt er bis zur zehnten Zeile alles richtig, aber dann geht's los. Im letzten Abschnitt häufen sich die Fehler, das kann man dann gar nicht mehr lesen", klagt die Mutter. Tja, ums Lesen geht es, nicht ums Schreiben. Das vergessen wir manchmal.
 
 „Was heißt das?" Der Finger des Lehrers deutet auf ein Wort im Heft des Schulkindes. Dieses guckt angestrengt auf das Wort, seine Stirn legt sich in Falten, es murmelt etwas in seinen Pullover, und wenn es einen guten Tag hat, flackert so etwas wie eine Erinnerung auf, und es ruft strahlend aus: „Huhn". Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
18. Januar 2014
Unsere Kinder brauchen uns
Kategorie: Besser lernen

Viele Menschen verwechseln Macht mit Gewalt. Mit Macht meine ich nicht Bestrafung oder Zwang, sondern die natürliche Autorität, über welche die Eltern verfügen, wenn ihre Kinder aktiv Verbindung zu ihnen aufnehmen, zu ihnen blicken, und die Signale für ihr Sein, ihr Verhalten und die von ihnen anzustrebenden Werte bei ihnen suchen. Je mehr Macht oder Autorität wir haben, desto weniger müssen wir auf Gewalt zurückgreifen – und umgekehrt. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
23. Oktober 2013
Geduld, Zeit, ein guter Lehrer
Kategorie: Besser lernen
 

Aufgrund eines Programmfehlers klappt der Link zum redaktionellen Beitrag des Newsletters nicht. Daher stelle ich den Beitrag als pdf-Dokument hier ein, Sie können es kostenlos herunterladen!

Karin Pfeiffer

 
 Geduld, Zeit, ein guter Lehrer  (Textbeitrag zum aktuellen Newsletter)  

 

 

 
12. September 2013
Schrift ist nicht zum Schreiben da
Kategorie: Besser lernen
  Die Rechtschreib- und Grammatikleistungen der Grundschüler haben sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Soweit das Ergebnis einer aktuellen Längsschnittstudie, durchgeführt vom Siegener Germanistikprofessor Wolfgang Steinig. Der Bayerische Philologenverband fordert nun einen besseren Deutschunterricht in der Grundschule. Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
03. Juli 2013
Besser rechnen
Kategorie: Besser lernen
     
 

Zahlendreher vermeiden
von Karin Pfeiffer

 
 

Mathematik und Leseverständnis hängen eng zusammen.
Deutlich wird das bei Sachaufgaben.
Denken wir an die Ziffernschreibung im Deutschen:

Beispiele

die Zahl 28
wir schreiben: zwei acht
wir sagen: acht und zwanzig


Die Zahl 45825
wir schreiben: vier fünf acht zwei fünf
wir sagen: fünf und vierzig tausend acht hundert fünf und zwanzig
(würde man dies schreiben, bekäme man das: 540000800520)

Wir Erwachsenen sind geübt darin, die Zahlen richtig herum zu setzen, dass uns die Schwierigkeit nicht mehr bewusst wird. Für manche Kinder ist das aber eine Falle, die sich auftut, wenn nicht von Anfang an konsequent das Ziffernschreiben geübt wird. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
23. April 2013
Hast macht dumm
Kategorie: Besser lernen
     
  Hast macht dumm
von Karin Pfeiffer

 
 

Vermeintlicher oder echter Mangel an Zeit verführt beim schulischen Lernen zu flatterhafter Neugier, aus der kein bleibendes Interesse erwächst. Beharrlichkeit ist die Voraussetzung für Lernen. Es gibt dabei nur ein Problem: die Zuwendung zu einer Sache, der wir uns mit dauerhaftem Interesse widmen, kostet Zeit. Ist diese Zeit wirklich nicht vorhanden? Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
10. April 2013
Gesprächskultur
Kategorie: Besser lernen
     
  Vom Sprechen und Zuhören
von Karin Pfeiffer

 
 

„Nichts wird so oft überflüssigerweise geöffnet wie der Mund“, sagt ein Sprichwort. Wo allzuviel geredet wird, hört niemand mehr zu. Gelegent­liches Schweigen erst gibt den Worten einen Sinn. Ein Mensch, der gut zuhören kann, wird allgemein geschätzt. Wer zuhört, ist dem Sprechenden zugewandt, schaut ihn an und nimmt am Gesagten Anteil. Aktives Zuhören erfordert Selbstdisziplin, spontane Bedürfnisse sollen zurückgestellt, Anzeichen von Ungeduld vermieden werden. Das gute Gespräch ist ausgewogen – im Wechsel wird gesprochen und zugehört. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
21. Februar 2013
Der Zeitaspekt in der Pädagogik
Kategorie: Besser lernen
     
  Stören und Trödeln
von Karin Pfeiffer

 
 

Wer keine Zeit hat, ist ärmer als der ärmste Bettler.
(Volksmund)

Kleine Kinder wehren sich heftig, wenn sie unter das Diktat der Stundenpläne gezwungen werden. Sie leben nach der „natürlichen Uhr“, und diese tickt im Einklang mit dem kosmischen Rhythmus, dem alles Lebendige unterworfen ist. Die künstliche Zeit, der wir Erwachsenen folgen, greift schmerzhaft in unsere echten Bedürfnisse ein und verformt unser Wollen. Dauerhektik kann geistig und körperlich krank machen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
15. Januar 2013
Buch versus Computer
Kategorie: Besser lernen
     
  Erleben wir den Niedergang der Sprachkultur?
von Karin Pfeiffer

 
 

Buchvorstellung

Barry Sanders. Der Verlust der Sprachkultur. S. Fischer Verlag 1995


Einige Zitate aus dem Buch:

„ ... die Zuhilfenahme von mehr Computerleistung wird das Problem [der zunehmenden Analphabetisierung] nur verschärfen. Indem man die Schüler an den Bildschirm fesselt, ... zerstört man ihre Anlagen für das Lesen und Schreiben. ... Im Ergebnis bringt der Computer sie dem Analphabetismus immer näher. Er zerrüttet das Verhältnis zu den Mitmenschen und verstärkt den Effekt der zerrütteten Familienverhältnisse, die zu Hause erlebt werden. Der Gesellschaftsvertrag wurde nicht an einem Textverarbeitungscomputer verfaßt. Er läßt sich auch nicht an einem Textverarbeitungscomputer wieder herstellen.“ (S. 170) Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
12. Dezember 2012
Computer verhindern Lernen
Kategorie: Besser lernen
     
  Jeder Dummkopf kann eine Maschine bedienen
von Karin Pfeiffer

 
 

Wenn ich das Christkind wäre (das echte – denn vom Geburtsdatum 25. Dezember her bin ich eines), dann würde ich Ihnen – Eltern und Lehrern – ein bestimmtes Buch unter den Weihnachtsbaum legen und Ihnen die Lektüre dringend empfehlen. Die folgenden Zitate stammen aus diesem Buch.

Mathematik:
„Der Computer und sein kleiner Bruder, der Taschenrechner, verhindern, dass man die Grundlagen des Rechnens lernt. Sie verhindern, dass man einen Blick für das Wesen der Mathematik entwickelt, dass man mit Zahlen vertraut wird oder Algebra wirklich versteht.“ Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
31. Oktober 2012
Entdeckendes Lernen ist Zeitverschwendung
Kategorie: Besser lernen
     
  Mathe-Murks an der Grundschule
von Karin Pfeiffer

 
  Die älteren Lehrer werden sich noch gut an die Mengenlehre erinnern, die in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts in die Lehrpläne der Schulen Eingang fand. Diese »Neue Mathematik« funktionierte nicht, hat Lehrer ins Schwitzen gebracht und für heillose Verwirrung bei etlichen Schülergenerationen  gesorgt. Der Mißerfolg des Projekts Mengenlehre hat leider nicht zu mehr Besonnenheit bei den Lehrplanmachern geführt. Bis zum heutigen Tage wird versucht, das curriculare und methodische Rad neu zu erfinden — sei es im Schulfach Deutsch oder Mathematik. Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
23. August 2012
Die Schrift ist nicht zum Schreiben da
Kategorie: Besser lernen
     
  Vom Zweck des Schreibens
Friedrich Roemheld

 
 

Fragt sich also, was der Zweck des Schreibens ist! Diese Frage ist nicht überflüssig. Daß sie aufgeworfen werden muß, ist allerdings, man muß schon sagen, beschämend. Denn so viel auch über die Schrift und Schreibung und Rechtschreibung geredet und geschrieben wird, tagaus und tagein: keiner von all den vielen berufenen und unberufenen, gelehrten und ungelehrten Rufern im Streit, die eine Neugestaltung unserer Schreibweise verlangen, scheint sie jemals ernstlich bedacht zu haben. Sie alle stehen offensichtlich auf dem naiven Standpunkt, die Schrift sei eben – zum Schreiben da! Unausgesprochen liegt diese Auffassung all ihren Erwägungen und Überlegungen, Forderungen und Folgerungen zugrunde. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
08. August 2012
Das Ohr beim Lesen und Schreiben
Kategorie: Besser lernen
   
 

Wir hören, was wir schreiben

Kürzlich habe ich ein Buch gelesen, welches mich sehr beeindruckt hat. Der Autor, ein Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (1), behandelt darin die Rolle des Ohres beim Schreibenlernen. Lesen und Schreiben über die Ohren? Wer den Lesevorgang an sich selbst aufmerksam beobachtet, wird dies bestätigt finden: man »hört« die Wörter. Es kommt deshalb beim Lesenlernen darauf an, jeden Buchstaben dem richtigen Laut zuzuordnen. Später werden Silben und Wörter mit komplexen Lautfolgen verknüpft. Grafische Zeichen gehen mit den akustischen Zeichen eine feste Verbindung ein. Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
06. April 2012
Rechtschreiben lernen: das AuA-Konzept
Kategorie: Besser lernen

Rechtschreiben lernen durch Abschreiben?

Ja, wie denn sonst! Richtig schreiben lernt man durch Nachahmen (Abschreiben) und Üben. Und weil dies so ist, darf jedes Kind zuversichtlich sein, dass es richtig schreiben lernt! Freilich muss eines gesagt werden: Haben durch ungünstige Lehrmethoden sich erst einmal schlechte Schreibgewohnheiten und Rechtschreibfehler verfestigt, dann sind Korrekturen mühsam und verlangen vom Schulkind Geduld und Fleiß. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
27. Oktober 2011
Schrift und Rechtschreibung gehören zusammen
Kategorien: Besser lernen | Schriftkultur

Es ist eine Binsenweisheit: Schrift und Rechtschreibung sind voneinander getrennt gar nicht denkbar. Schreiben lernen bedeutet deshalb immer auch zugleich Rechtschreiben lernen. Heute wird im ersten Schreibunterricht der Schule die Orthographie vielerorts ausgeklammert. Im eigentlichen Sinne kann dann nicht von Schreibenlernen gesprochen werden. Kinder lernen das Nachzeichnen von Buchstaben, sie üben sich ohne Anleitung im phonetischen Kritzeln — nicht aber im herkömmlichen Schreiben! Schreiben heißt immer auch richtig schreiben. Siehe oben. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
17. Oktober 2011
Der pädagogischen Weisheit letzter Schluss
Kategorien: Schriftkultur | Besser lernen

»Diktate sind nicht dienlich, um Rechtschreibung zu erwerben.«
»Diktate setzen Schüler unnötig unter Streß«
»Diktate dienen der Selektion.«

Diese Weisheiten sind vor Jahren von hochbezahlten Wissenschaftlern in jahrelanger Forschungsarbeit erarbeitet und der anfangs überraschten Lehrerschaft präsentiert worden. Aber nicht nur das. Dem Kind müsse außerdem Gelegenheit gegeben werden, die Schrift selbst zu entdecken und auszuprobieren, wie diese wohl funktioniere. Je weniger ein Schüler beim Schreibenlernen gegängelt werde, desto besser beherrsche er später die Schriftsprache.

Weil elfenbeintürmelnde Wissenschaft im Vergleich zum profanen Erfahrungswissen besser abschneidet, haben sich die Praktiker beschämt gezeigt und sich alsbald bereiterklärt, das »Freie Schreiben« ohne Diktatstress im Unterricht zu praktizieren. In der Schule sind seither herrliche Zeiten angebrochen! Und es klappt doch wie am Schnürchen, oder was! Ist es daher nicht an der Zeit, die wertvollen Erkenntnisse auch auf andere Gesellschaftsbereiche zu übertragen? Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
01. Oktober 2011
Vereinfachte Ausgangsschrift – ein ständiges Ärgernis
Kategorie: Besser lernen
Eine Zuschrift:

Sehr geehrte Frau Pfeiffer!

Mit großem Interesse habe auch ich Ihre Beiträge zu der VA gelesen. Ich selbst bin Realschullehrerin und wurde zunächst durch meine Schüler mit der VA konfrontiert. Als junge Lehrerin fiel mir zunächst nur auf, dass einige Kinder anders schreiben, als ich es gelernt (und mir für meinen Unterricht wieder angeeignet hatte) hatte; ich fand die Schrift "unansehnlich und schwer lesbar"; die Art und Weise, wie manche Schüler, vor allem Jungen, die Buchstaben schrieben fand ich kurios (an erster Stelle nenne ich hier das "e", das viele eben nicht neu ansetzten, sondern von oben her schrieben, so dass der Buchstabe im Wort aussieht wie ein großes "R"; die Reihe der entarteten Buchstaben könnte ich endlos fortsetzten, aber jeder, der sich mit der Schrift befasst, weiß sicher, wovon ich spreche). Im Laufe meiner Lehrtätigkeit habe ich unzähligen Schülern gezeigt, wie man die Buchstaben anders und somit lesbarer gestalten kann. Die Lesbarkeit war eigentlich mein einziges Kriterium damals.
Jetzt bin ich Mutter von zwei Kindern und mein erster Sohn geht nun in die zweite Klasse. Ich werde (leider) zum zweiten Mal mit der VA konfrontiert.
Diesen Beitrag zu Ende lesen »


Nach oben

Tagebucharchiv:
März 2017
Februar 2017
November 2016
September 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
November 2015
Oktober 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Mai 2014
März 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
September 2009
August 2009
Juli 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
November 2008
Oktober 2008
September 2008
August 2008
Juli 2008
Juni 2008
Mai 2008
April 2008
März 2008
Februar 2008
Januar 2008
Dezember 2007
November 2007
Oktober 2007
September 2007
August 2007
Juli 2007
März 2007
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006

Veranstaltungen:



[ Seite weiterempfehlen | Seite zu Favoriten hinzufügen | Druckversion dieser Seite anzeigen ]