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| 23. September 2011 |
| Kategorien: Schule | Erziehung |
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| Darüber reden ist nicht dasselbe wie ... |
... es zu tun. |
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Reden, reden, reden
In der modernen Schule wird viel Zeit darauf verwendet, über
richtige Einstellungen und erwünschtes Verhalten zu sprechen.
So wurde zum Beispiel das Fach Ethik in den Stundenplan
eingegliedert. Wozu dies? Glauben wir, das wohlmeinende Appellieren
an den Verstand der Schüler brächte irgendwelche
tatsächlichen Verhaltensänderungen mit sich? Wir tun so,
als könnten wir Diesen
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| 26. August 2011 |
| Kategorien: Schule | Erziehung |
»Es ist bedauerlich, daß man den Kindern heute alles erleichtern will, nicht nur jedes Lernen, jede Aneignung von Kenntnissen, sondern selbst das Spiel, und die Spielsachen sollen dazu beitragen. Kaum beginnt das Kind die ersten Worte zu lallen, da ist man schon bemüht, ihm alles zu erleichtern. Die ganze Pädagogik kennt jetzt nur noch die Sorge um die Erleichterung. Eine solche Erleichterung ist aber mitunter keineswegs eine Förderung der Entwicklung, sondern im Gegenteil eine Verleitung zu Oberflächlichkeit, gewissermaßen eine Abstumpfung. Ein paar Gedanken, ein paar Eindrücke, die der Mensch in der Kindheit aus eigener Kraft (ja, meinetwegen auch unter Schmerzen) tiefer erlebt hat, werden das Kind viel tiefer mit dem Leben vertraut machen, als es jede erleichterte Schule tun könnte, aus der denn auch in der Regel nichts Persönliches hervorgeht, weder dies noch das, weder Gutes noch Böses, selbst im Laster nichts Lasterhaftes und auch in der Tugend nichts Tugendhaftes.« | Diese Zeilen stammen nicht, wie man vermuten könnte, von einem Zeitgenossen. Sie wurden vor rund 150 Jahren zu Papier gebracht. Urheber ist der russische Philosoph und Dichter Dichter Fjodor Michailowitsch Dostojewskij. (1821 - 1881)
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| 20. August 2011 |
| Kategorien: Schule | Erziehung |
Als ich heute meine Morgenrunde ging — ich richte mich da nach den Bedürfnissen meines Hundes — begegnete ich der Nachbarin, die ebenfalls mit ihrem Vierbeiner unterwegs war. Wir sprachen dies und das und landeten dann beim Thema Kinder. Meine Nachbarin berichtete mir von einem ihrer Bekannten, deren Dreijähriger bereits einen Computer besäße. »Aber keinen Babycomputer, so'n Plastikdings, sondern einen richtigen.« Sie fände dies überflüssig. Ein Kind müsse doch zuerst einmal mit den realen Dingen des Lebens konfrontiert werden. Ich stimmte ihr zu. Wie kommt es zu diesen grotesken Verirrungen im Umgang mit Kleinkindern? Das Fernsehen und sein gesteigertes Potential, der Computer mit Internetanschluß, erzeugen die uralte Illusion vom mühelosen Lernen. Wenn allein passives Hingucken schlau machen würde, könnte mein Hund das Abendessen kochen, den Tisch decken sowie mit Gabel und Messer essen. Denn bei diesen Tätigkeiten beobachtet er mich täglich mit größtem Interesse und gesammelter Aufmerksamkeit. Lesen kontra Fernsehen Der Bildschirm appelliert an unsere Trägheit, und zwar gleich in zweifacher Hinsicht: nicht denken müssen, sich nicht bewegen müssen. Fernsehen und Internet können eine Art Fluchtweg darstellen, auf dem man sich aus der mühsamen Realität fortstiehlt.
Lesen hingegen macht Mühe. Die Gedanken des Lesenden richten sich konzentriert auf eine innere Welt der Bilder, die bei der Lektüre entstehen. Ein Leser kann derart in seine Lektüre versunken sein, daß er die Umwelt nicht mehr wahrnimmt. Sehen ist anspruchsloser als Lesen. Die fertigen Bilder können im Betrachter den Eindruck erwecken, man verstehe alles, ohne viel darüber nachzudenken zu müssen. Die meisten der abgebildeten Dinge sind uns vertraut, und über Vertrautes muß man nicht nachdenken. Der kontinuierlich einwirkende optische Reiz hat außerdem etwas Einschläferndes. Denken wir an den Reisenden, der im Zug aus dem Fenster schaut. Er kann die vorbeifliegende Landschaft betrachten und doch nicht über das Gesehene nachdenken. Beispiel aus dem Fernsehalltag: Nach einer Kindersendung kommt eine Wissenschaftssendung. Der Fünfjährige bleibt vor dem Fernseher sitzen. Stellen wir uns nun vor, dasselbe Kind hat einer Geschichte für Kinder zugehört, die über den Rundfunk ausgestrahlt wird. Es hat die Worte nur über das Ohr aufgenommen, das Gehirn hat sich seine eigenen Bilder dazu gemacht. Es folgt ein wissenschaftlicher Vortrag über Moleküle. Wird das Kind ebenfalls vor dem Radiogerät sitzen bleiben und zuhören? Karin Pfeiffer |
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| 22. Juni 2011 |
| Kategorien: Erziehung | Besinnliches |
foto: pixelio
Und dies gilt für alle Menschen: Erzwungener Verzicht schwächt, freiwilliger Verzicht macht stark. Erzwungene Solidarität schafft Feindseligkeit, freiwillige Solidarität stärkt den sozialen Zusammenhalt. Es ist schon wahr: Moralisches Verhalten kann befohlen und unter Anwendung von Gewalt erzwungen werden. Und so geschieht es auch täglich und überall. Das eigentlichen Wollen und Empfinden des Menschen jedoch kann nicht in die Untertänigkeit genötigt werden, auch nicht mittels Autorität oder Waffengewalt. Wir erkennen: Dieses und nichts anderes sind die Grenzen jeder Erziehung. Dieses und nichts anderes sind die Grenzen jeder Politik. Karin Pfeiffer | | |
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| 28. April 2011 |
| Kategorie: Erziehung |
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Herdenmentalität und Konformismus:
Die fauligen Früchte einer modernen
(Nicht)Erziehung
Der Verzicht auf die Ausübung
natürlicher Autorität in der Erziehung hat fatale
Auswirkungen. Der kausale Zusammenhang wird oft nicht erkannt,
hauptsächlich wegen der langen Zeitspanne, die zwischen
Erziehungspraxis und Verhaltensabweichungen liegt. Auch Mobbing und
Aggressivität sind Folgen der mentalen Entwurzelung, welche
durch erzieherische Schwäche und Wegschauen der Erwachsenen
gefördert wird. Zur sogenannten »antiautoritären
Erziehung«, welche heute in weiten Kreisen immer noch, wenn
auch unter anderen Bezeichnungen, praktiziert wird, schreibt
Wolfgang Brezinka folgendes: Diesen Beitrag zu Ende lesen
»
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| 06. April 2011 |
| Kategorien: Erziehung | Besinnliches |
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Seit Gründung des Stolz Verlags führen wir das
Symbol der Zeit-Schnecke im Programm. Nimm dir Zeit zum Lernen!
Lernen kann nur in Verbindung mit Zeit gesehen werden.
Zeitersparnis gibt es nicht; der Versuch, Zeit zu sparen,
mündet in Hektik und Oberflächlichkeit. Unterricht und
Erziehung können nur gelingen, wenn wir uns Zeit für
unsere Kinder nehmen, sie teilhaben lassen an unserem Leben.
Die beste Erziehung ist die, Diesen Beitrag zu Ende lesen
»
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| 10. Februar 2011 |
| Kategorie: Erziehung |
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... ihr Kind nicht anschauen?
Stellen wir uns vor, ein Besucher von einem fremden Stern
bummelt durch eine deutsche Stadt. Ihm fallen Frauen auf, die ihr
Kind von sich abgewandt in einem Karren vor sich herstoßen.
Sie schauen es nicht an, reden nicht mit ihm. Er fragt sich,
welchen Sinn das haben solle: Weshalb wollen die Mütter ihre
Kinder nicht anschauen? Haben sie nicht den Wunsch, mit dem
Kind zu sprechen, zu schäkern, zu scherzen? Beinahe
gleichgültig schieben die Frauen die eleganten Kinderwagen vor
sich her. Die armen Hascherle sind angeschnallt. Das Auge der
Mutter kann ja nicht über jede Bewegung wachen! Tut diese
Bewegungseinschränkung dem Kind gut? fragt sich unser
Besucher. Seltsam, diese Menschen. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 24. Januar 2011 |
| Kategorie: Erziehung |
An den Schulen fallen vermehrt Kinder auf, deren Sprachentwicklung verzögert ist. Sie haben Schwierigkeiten, sich artikuliert auszudrücken und benötigen sprachtherapeutische Hilfe. Woran liegt das? Einer der Gründe ist der unreflektierte Dauergebrauch des Schnullers. Viele Kleinkinder haben heute ständig einen Nuckel im Mund. »Dauerschnullern« hat nachteilige Folgen — und zwar nicht nur für die sprachliche Entwicklung des Kindes, diese Ansicht vertritt der Sprachheilpädagoge Peter Fischer. Lesen Sie hier seinen interessanten Aufsatz: Der Schnuller in der (Sprach)Entwicklung Um einen möglichst großen Personenkreis mit dieser Aufklärung zu erreichen, bitten wir unsere Leser, das pdf-Manuskript auszudrucken und an Interessierte weiterzugeben. Bei dem Autor Peter Fischer bedanken wir uns herzlich für die Erlaubnis, seinen Aufsatz hier veröffentlichen zu dürfen. Der Autor: Peter Fischer Kontakt: Praxis Fischer, Norden |  Foto: D. Braun / pixelio
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| 04. Januar 2011 |
| Kategorie: Erziehung |
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Reisen anno dazumal »Was wir vom
Reisen erwarten, ist Abenteuer und nicht Autos ... Eine Reise
über 50 Meilen überraschte den Reisenden mit einer schier
unendlichen Mannigfaltigkeit an neuen Eindrücken und bis dahin
unbekannten Erfahrungen. Zu Fuß konnte man Abenteuern
begegnen, Kurieren, Räubern, Händlern, Mönchen und
hohen Herren, und da sie nicht vorüberflogen mit einer
Geschwindigkeit von 130 km/h, wie es heutzutage passiert, Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 03. November 2010 |
| Kategorie: Erziehung |
Das Hausaufgabenheft Die Hände ballten sich zu Fäusten, die jetzt wie im Fieber zuckten. Der schmächtige Junge hob die Arme leicht an. Ruckartig schleuderte er die Ellenbogen auf und nieder, so, als ob er wegfliegen wolle. Oder kämpfen. Heftig und mit unkoordinierten Schlägen hämmerten die kleinen Fäuste gegen die Hosentaschen. Im Gesicht des Knaben arbeitete es; die Mundwinkel tanzten, die Augenbrauen sträubten sich borstig, stiegen empor, schoben die Nasenwurzelhaut zu einem Faltengebirge zusammen; um den Mund zuckte es, sein Blick flackerte, während die Augen einen glasigen Schimmer bekamen. Man konnte förmlich sehen, welch schauriges Gewitter hinter seiner Stirne tobte. Also verzichtete ich auf einen Eintrag in das Hausaufgabenheft und händigte es ihm wieder aus. Hubert nahm es flugs an sich und sagte, immer noch sehr erregt: »Sonst bekomm' ich wieder furchtbare Schläge.« Das war 1984 in einem ersten Schuljahr. Was mag wohl aus Hubert geworden sein? |  Foto: pixelio
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| 28. August 2010 |
| Kategorie: Erziehung |
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 Foto: Henning Hraban-Ramm /
pixelio
Erwachsen sein? Warum
nicht!
Schwäche ist, wenn der Starke
nicht mehr stark sein will, der Wissende nicht mehr wissend, der
Tüchtige nicht mehr tüchtig und der Ältere nicht
mehr erfahren.
Schwäche und Furcht vor Liebesverlust sind zutiefst
menschliche Eigenschaften. Unsere Kinder jedoch suchen Halt und
keine Scheintoleranz, als welche sich Schwäche so gern tarnt.
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| 02. Juni 2010 |
| Kategorien: Erziehung | Besinnliches |
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»Das ist ein tüchtiger Arzt!« sagt eine Frau
zur anderen, während sie auf die Straßenbahn warten. Wer
diesen Satz aufschnappt, hat sofort ein Bild dieses Arztes vor
Augen: er geht auf seine Patienten ein, nimmt sich für sie
Zeit, erkennt ihre Probleme, kann Krankheiten sicher
diagnostizieren, führt mit Geduld zur Heilung. Ist
rücksichtsvoll, arbeitsam, zuverlässig, klug, gebildet,
herzensgut.
Tüchtigkeit ist eine Charaktertugend, die einen hohen
gesellschaftlichen Rang besitzt. Wir unterscheiden zwischen
verschiedenen Tüchtigkeiten: Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 28. April 2010 |
| Kategorie: Erziehung |
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Rituale und Wiederholungen in der
Pädagogik
(Teil II) von Karin
Pfeiffer
(Teil I:
siehe hier)
Jede Beschränkung der körperlichen Sinne ist auch eine
Beschränkung der Welterkenntnis. Helen Keller war einer
schweren Erkrankung im frühen Kindesalter zufolge blind und
taub geworden. Im Dunkel des Nichtsehens, im Schweigen des
Nichthörens blieb ihr hauptsächlich der Tast- und
Gleichgewichtssinn. Das Mitleid raubte den Eltern die Kraft, dem
Kind pädagogische Grenzen zu weisen. Allzugroße
Nachgiebigkeit aber ist nicht Liebe, sondern Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 12. März 2010 |
| Kategorie: Erziehung |
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Rituale und Wiederholungen in der
Pädagogik
(Teil I) von Karin
Pfeiffer
Wiedersehen macht Freude, sagt der Volksmund. Wir
beobachten an uns selbst, wie bloßes Wiedererkennen von
gewissen Daseinsmustern Ordnung ins Chaos widerstreitender
Wahrnehmungen bringt. Das beruhigt, denn nun scheint vorhersehbar,
was passieren wird. Wiedererkennen von Verhaltensmustern ist in der
Pädagogik von herausragender Bedeutung, die selten genug
Würdigung erfährt. Ein geordneter Tagesablauf, die
Wiederkehr gewisser Rituale, Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 08. Dezember 2009 |
| Kategorie: Erziehung |
| Kinder brauchen Geheimnisse — heute notwendiger
denn je! |
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Szene I (1960)
Zu Hause. Die Mutter putzt das Treppenhaus. Plötzlich
stößt sie einen kleinen Schrei aus. Die vierjährige
Mathilde stürzt aus der Küche heraus.
Was ist denn, Mami?
— Mir war grad', als wär' was vorbeigeflogen.
— Was denn, Mami?
— Ich weiß nicht - wahrscheinlich hab' ich mich geirrt.
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| 20. November 2009 |
| Kategorie: Erziehung |
Der Einbezug in den Arbeitsalltag sollte nicht nur unter dem Gesichtspunkt der »Entwürdigung« des Kindes gesehen werden; denn das Gefühl der Nützlichkeit ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Menschenwürde. Robert Nef Jede Epoche verurteilt die Pädagogik der vorangegangenen und ersetzt die alten Irrtümer durch neue.
Robert Nef Die Einstellung einer Kultur gegenüber Kindern und Behinderten ist der Indikator ihrer (Un-)Menschlichkeit. Der Blick zurück sollte nicht in sozialpolitischer Empörung steckenbleiben … Denn schneller als sie denkt, könnte die Gegenwart die ebenso berechtigte Empörung der Nachwelt auf sich ziehen. Wie viele Eltern wollen nicht heute dem Staat »ihr eigenes Fleisch und Blut auf den Hals werfen«? Wie viel Zeit und Wertschätzung bleibt für das Kind zwischen den Kraftfeldern von Selbstverwirklichung und Prestige übrig? Und wo endet eine Volksschule, die laufend mit Neuerungen gestreßt wird, die nicht kindgerecht sind? Um aus der Geschichte zu lernen, genügt es nicht, zurückzublicken. Es braucht auch den kritischen und selbstkritischen Vergleich mit den Handlungsmustern und Leitmotiven der Gegenwart.
Peter Ruch, Theologe in: Schweizer Monatshefte Nr. 968, März/April 2009 (Hesch mi lieb? Seite 40) |
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| 15. September 2009 |
| Kategorien: Politik | Erziehung |
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foto: pixelio
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Die bedrohte Familie
„Keine Gesellschaft hat je über die Zeit
Bestand gehabt, der die Familie als Grundlage des Zusammenlebens,
der Zugehörigkeit und Gemeinsamkeit verloren gegangen ist.
Dennoch oder gerade deswegen ist die Familie wie auch das Recht und
das Privateigentum stets den Angriffen staatlicher Willkür
ausgesetzt gewesen. Es gab kein totalitäres System, das sich
nicht die Entmachtung der Familie zum Ziel gesetzt hätte."
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| 29. August 2009 |
| Kategorien: Erziehung | Besinnliches |
 FRIEDEN ... ... bedeutet Geben und Nehmen Studien zeigen, dass Kinder, die gemeinsam mit ihren Eltern essen, deutlich besser mit Stress umgehen. Einer von vielen guten Gründen für einen kleinen Familienklatsch bei Tellergeklapper. Natürlich sind Familien manchmal unangenehmer als ein Mückenstich am Knöchel. Andererseits: Man kann auch mit niemandem besser lachen. | Unterwegs am Ufer eines Alpenflusses entdeckte ich am Rande des idyllischen Gehweges eine Tafel mit dieser Inschrift. Wie viele Spaziergänger am Wasser mögen zum Lesen angehalten und im Weitergehen über die Botschaft nachgesonnen haben? Eine schöne Idee — das jedenfalls findet Ihre Karin Pfeiffer |
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| 07. Juni 2009 |
| Kategorie: Erziehung |
Eltern und Lehrern ins Poesiealbum geschrieben: Da sitzen Kinder rund um einen Tisch, vor sich Schüsseln mit der köstlichen Mahlzeit, die sie zu sich nehmen. Da tritt ein Knabe dem neben ihm sitzenden Kind unter dem Tisch gegen das Schienbein. Das ist, was man nicht sieht. Da schreit das getretene Kind laut auf. Der Schmerzreflex läßt es über dem Tisch nach dem Angreifer schlagen. Das ist, was man sieht. Mit unerbittlicher Konsequenz erfüllt sich nun das Gesetz, dem alles Leben gehorcht. Der Knabe, der sichtbar über dem Tisch zurückgeschlagen hat, wird bestraft. Des Ortes gemeinsamer Nahrungsaufnahme verwiesen, muß er unter Schimpf und Schande hungrig zu Bette gehen. Jener aber, der im Verborgenen den Angriff listig vorbereitet und durchgeführt, bekommt, was er begehrt hat: Zuwendung und die volle Schüssel des aus der Runde Ausgestoßenen. Auf diese Weise wird uns vergolten, was wir tun oder was wir lassen, sei es nun das Gute oder das Böse. Darauf kommt es nicht an. Was einzig zählt ist, ob man es sieht oder nicht sieht. Karin Pfeiffer |
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| 28. April 2009 |
| Kategorien: Schule | Erziehung |
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Kinderschutz, Eigennutz,
Nutzlosigkeit
Vor etwa zweihundert Jahren wurden Kinder als kleine Erwachsene
begriffen, und man steckte sie in Erwachsenenkleider. Was die
Kleidung betrifft, hat sich vieles geändert, bequem,
pflegeleicht und kindgerecht sind die Sachen zum Anziehen.
Während unsere Gesellschaft Kindern einerseits den Status
zugesteht, dem größtmögliche Rücksicht
gebührt, überfordert sie den Nachwuchs in anderen
Bereichen. Diese Feststellung bedarf der
Erklärung. Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 24. April 2009 |
| Kategorien: Erziehung | Besinnliches |

Aktive Kenntnis der Sprachbegriffe In unserer Sprachkultur entscheidet nicht die körperliche Gewalt, sondern es regieren die Worte. Am besten behauptet sich, wer möglichst viele Begriffe im aktiven Wortschatz bevorratet. Passives Sprachverständnis ist zwar besser als gar nichts zu verstehen, doch entscheidend ist letztlich, ob im praktischen Leben das jeweils passende Wort zur Verfügung steht. Ein Mensch mit mangelhafter Kenntnis der Wörter und ihrer Bedeutungen wird sich schlecht behaupten können, denn es fehlt ihm die Möglichkeit, seine Wünsche auf die übliche und allgemein anerkannte Weise zu artikulieren. Was tut Robinson auf der Insel, wenn er einen Wunsch verspürt? Er greift nach dem Objekt seiner Begierde, eignet es sich wortlos an. Er braucht keine Rücksicht auf Mitmenschen zu nehmen. Wie handelt der Mensch in unserer Gesellschaft, wenn er von einer Begierde getrieben wird? Sofern das Objekt seiner Begierde fremdbesetzt ist, wird er es sich nicht einfach durch einen Griff aneignen können. Er muss, wie es üblich ist, seine Sprechwerkzeuge zu betätigen, um ans Ziel zu kommen. Dazu braucht er die richtigen Worte. Und was ist, wenn ein Mensch sich durch einen Mitmenschen schlecht behandelt fühlt? Auch dann hilft das passende Vokabular weiter. Die Alternative, handgreiflich zu werden, ist in unserer Kultur wenig akzeptabel. Ein Mensch ohne Worte ist in unserer Kultur verloren. Neben der Möglichkeit, Wünsche durchzusetzen, fehlen dem wortlosen Menschen auch die in sprachliche Begriffe gekleideten Erinnerungen an Vergangenes. Daraus ergibt sich notwendig, dass geplantes Handeln in die Zukunft nicht möglich ist. Zukünftiges kann nur durch Phantasie erschlossen werden. Phantasie benötigt Wörter. Zwar kann die Zukunft auch in Bildern ausgemalt werden, doch damit wird in unserer Schriftkultur niemand bestehen. Was folgt aus dieser wirren Gedankenhütte? Vor allem das: Eltern und Lehrer müssen wieder mehr mit ihren Kindern sprechen! Kommunikation mit Worten bildet die Eintrittskarte in die Welt der Wortsprache. Diese Feststellung ist alles andere als banal. Eine wachsende Zahl von Kindern ist heute mit Sprachkonserven und unpersönlicher visueller Kommunikation überversorgt. Pictogramme, Zeichnungen, Fotos und Filme überfluten das Gehirn, ohne das Denken zu fordern. Im selben Ausmaß schrumpft die Menge an Zuwendungs- und Handlungskommunikation, wie ich das Sprechen in den täglichen Lebensvollzügen bezeichnen würde. Manchen Kindern fehlen schon heute grundlegende Kenntnisse und Mittel, um an sprachlicher Kommunikation erfolgreich partizipieren zu können. Verena Katerle | | |
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| 22. April 2009 |
| Kategorien: Erziehung | Besinnliches |

Vom Warten Manch einer verdirbt sich das Leben, weil er es nicht fertigbringt, geduldig warten zu können. Zum Warten gehören Mut und das Vertrauen, dass es sich zu warten lohnt. Der Gedanke, etwas zu verpassen, ist unerträglich. Doch diesen Zwiespalt muss aushalten, wer warten will. Sicherheit und Geborgenheit sind deshalb eine Vorbedingungen des Wartenkönnens. Das Warten fällt leichter, wenn man bereits öfter erfahren hat, dass nach qualvoller Wartezeit etwas Positives geschieht, etwas, das für die Wartezeit entschädigt. Wer solch wichtige Erfahrung machen darf, ist für spätere Geschehnisse gewappnet, die zu Wartezeiten zwingen. Wer wartet, entsagt der Welt für die Zeitspanne des Wartens. Da niemand in die Zukunft schauen kann, weiß der Wartende nicht, wann seine Wartezeit abläuft. Das ist eine Belastung und Bewährungsprobe, die nur besteht, wer aus einem Gefühl der Fülle heraus zu handeln vermag. Wer die Erfahrung machen musste, regelmäßig um seinen Lohn betrogen zu werden, kann geduldiges Warten aus diesem Grund schlecht ertragen. Am schlimmsten für den Wartenden ist die Angst davor, zu kurz zu kommen, weil die anderen schneller sind und sich nehmen, was auch er begehrt. Wenn nun nicht genügend des Begehrten vorhanden ist, geht leer aus, wer geduldig und bescheiden gewartet hat. Warten ist daher nur in einer geordneten Welt möglich, in der jedem Menschen sein Platz gesichert ist. Wo ist dies am ehesten zu erwarten? In den nächsten Tagen werden wir uns an dieser Stelle Gedanken machen über praktische Konsequenzen in der Schulerziehung, die dem Wartenkönnen förderlich sind. Peter Stolz | | |
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| 16. April 2009 |
| Kategorien: Schule | Erziehung |
| Entschleunigung ist die einzig
wirksame Medizin zur Heilung von Überaktivität und
Konzentrationsstörungen. Die Maßnahmen wirken jedoch
nicht sofort, sie bedürfen der geduldigen Praxis über
längere Zeiträume hinweg. Das ist mühevoll, weil die
Erwachsenen die eigene Lebensführung in Frage stellen und
eventuell ändern müssen. Sie mögen dabei nicht zu
streng mit sich selbst sein: auch kleine Erfolge sind Erfolge! Wer
große Ziele erreichen will, kann dies immer nur in kleinen
Schritten tun. Das gilt für Erwachsene und Kinder
gleichermaßen. |
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Folgende Vorschläge erheben keinen Anspruch
auf Vollständigkeit.
• Lebenstempo
verringern
Programme mit eingebauter Zeitersparnis vermeiden. Wir haben kein
Zeitkonto, das uns Muße verspricht! Wer Zeit sparen will,
hetzt durchs Leben. Diesen
Beitrag zu Ende lesen »
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| 06. Februar 2009 |
| Kategorie: Erziehung |
| Frühförderung in Vorschule und
Kindergarten
Dieser Tage erreichte uns ein Brief aus Neuseeland. Das
eigentliche Anliegen des Schreibens verblaßte angesichts der
zwischen den Zeilen verborgenen Botschaft: im
englischsprachigen Raum werden seit geraumer Zeit bereits
Zweijährige in Krabbelstuben intellektuell beschult. Dies ist
eine alarmierende Entwicklung. Auch bei uns wird die Forderung nach
Frühbeschulung immer lauter. Sogenannte Experten aus dem
Dunstkreis der Politik (deren verborgene Motivation einmal eine
spezielle Durchleuchtung verdiente) reden dem Volk ein, Diesen Beitrag zu Ende lesen
»
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| 27. Januar 2009 |
| Kategorien: Gesundheit | Erziehung |
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Heute schnüre ich wieder die
Laufschuhe und mache meine Runde. Es ist kurz nach eins. Am
Schulgebäude gibt es eine kleine Bedarfshaltestelle für
den Schulbus, neu eingerichtet für ein halbes Dutzend Kinder,
deren Eltern (noch) nicht bereit sind, sie im Auto zu kutschieren.
Den vor Jahren auf Wunsch der Elternschaft eingerichtete Geh- und
Radweg vom Schulhaus zum Ortsrand benutzen immer weniger
Diesen Beitrag zu Ende lesen
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| 21. November 2008 |
| Kategorie: Erziehung |
| Im Newsletter Nr. 25 vom Oktober 2008
konnten Sie in der Rubrik »Nachrichten aus Lendersdorf«
einen Beitrag lesen, den wir
aus aktuellem Anlaß
unten noch einmal einstellen. Der Text
löste völlig überraschend zahlreiche
Rückmeldungen und Zuschriften aus — ein Zeichen
dafür, wieviel Diskussionsbedarf zur Thematik
besteht. |
foto: pixelio
»Augen-Blicke«
An einem dieser schönen Herbsttage radelte ich, heiter wie
der Himmel, in die Stadt. Unterwegs kam mir eine junge Frau
entgegen. Sie schob einen Kinderwagen. Noch jetzt sehe ich ihr
Gesicht vor mir. Was nun ist an einer kinderwagenschiebenden Mutter
derart beeindruckend, daß ich davon berichten muß? Es
war die sichtbare und vollkommene Hingewandtheit zum Kinde.
Lächelnd schaute die Frau in das rollende Bettchen hinein, sie
spitzte die Lippen und formten zärtliche Worte. Und noch
einmal die Frage: was könnte an diesem Anblick so Besonderes
sein? Diesen Beitrag zu Ende
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| 23. Oktober 2008 |
| Kategorien: Erziehung | Besinnliches |
Tüchtigkeit erlangt man, indem man häufig entsprechend handelt. Das gilt für handwerkliches und künstlerisches Können ebenso wie für moralische Tüchtigkeiten. Schon Aristoteles dachte darüber nach. Dessen Erkenntnisse: »Denn was man erst lernen muß, bevor man es ausführen kann, das lernt man, indem man es ausführt: Baumeister wird man, indem man baut, und Khitarakünstler, indem man das Instrument spielt. So werden wir auch gerecht, indem wir gerecht handeln, besonnen, indem wir besonnen, und tapfer, indem wir tapfer handeln. … Ohne solches Handeln hat niemand auch nur die leiseste Aussicht, jemals ein sittlich wertvoller Mensch zu werden.« aus: Wolfgang Brezinka, Tüchtigkeit. Analyse und Bewertung eines Erziehungszieles. Verlag Ernst Reinhardt, Seite 32
| Siehe dazu auch hier»» |
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| 18. Oktober 2008 |
| Kategorien: Schule | Erziehung |
 Wir beklagen die kindlichen Konzentrationsstörungen und übersehen dabei gern, dass die notwendige Voraussetzung für geistige Sammlung und Merkfähigkeit heute alles andere als günstig ist. Wenn ein Topf löchrig ist, läuft eingefülltes Wasser wieder heraus. Daran ist nichts zu ändern, es sei denn, wir stopften die Löcher zu. Auf den Mangel an Konzentration angewendet bedeutet dies, dass sich die Bedingungen des täglichen Lebens ändern müssen. Bildlich gesprochen: wir müssen die »Löcher« stopfen. Einige der Löcher reißen die modernen Medien, allen voran das Fernsehen. Und wenn es uns noch soviel Überdruss bereitet: Fernsehen nach dem Lernen oder vor dem Schlafengehen stört die Gedächtnisleistung in bezug auf das Gelernte. Die passiv aufgenommenen Bilder überlagern die aktiven Gehirntätigkeiten und löschen alles, was neu ist und noch nicht verankert im Langzeitgedächtnis. Günstiger wäre es, nach dem Lernen zu schlafen, siehe unser Beitrag zum Mittagsschlaf. Und noch etwas spricht gegen das Fernsehen bis tief in die Nacht hinein: Kinder bedürfen, mehr noch als Erwachsene, einer regelmäßigen, ihrem Alter entsprechenden Nachtruhe. Schlafmangel beeinträchtigt die geistige und seelische Entwicklung. | | Verena Katerle |
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| 07. August 2008 |
| Kategorie: Erziehung |
| Der folgende Text entstand vor etwa hundert Jahren. Es lohnt sich, über seine Aussage nachzudenken. Deutlich wird darin die Erkenntnis, dass Glück und Zufriedenheit nicht auf direktem Wege gelernt, erworben, vermittelt werden können. Ein positives Lebensgefühl wird sich am ehesten für jenen Menschen einstellen, der die Nüsse selbst knacken muss. Wir sollten daher keine Scheu davor haben, unseren Kindern in der Lebensführung Selbständigkeit dort zuzugestehen, wo die Voraussetzungen dazu gegeben sind. Hindernisse und Hürden allerlei Art sind nichts anderes als jene Ziegelsteine, aus welchen das Haus des Glücks gebaut wird. | | Gesegnet mein Wille zum Leiden! Ich verdanke ihm meinen inneren Frieden, meinen Mut im Lebenskampfe, meine Kraft und Stärke. Traurig lächeln muß ich, wenn ich allenthalten verkünden höre, das heranwachsende Geschlecht solle eine Erziehung zur Lebensfreude erfahren. Was für eine Gattung Freude mag das sein, von der diese Erzieher träumen? Zur gemeinen Lebensfreude braucht nicht erst erzogen zu werden, den Weg zu ihr finden Menschen und Tiere von selbst; es kann also doch nur von einer schönen und erhabenen Daseinsfreude die Rede sein, und den Weg, der zu ihr führt, haben wir gekannt, ehe einer der Lebensfreude-Verbreiter, die jetzt so laut werden, geboren war. Wir wußten, daß dieser Weg das Streben nach Selbstvervollkommnung ist, daß in ihr das einzig reine Glück der Erde besteht und daß es nur durch den Willen zum Kämpfen und zum Leiden errungen werden kann. Marie von Ebner-Eschenbach (1813 - 1916)
|  foto: pixelio |
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| 05. April 2008 |
| Kategorie: Erziehung |
 foto: pixelio
Im Vertrauen auf das Gute, angewiesen auf Erwachsene ... »Da die meisten seelischen Fehlhaltungen sich in der Kindheit entwickeln, hat der Erwachsene den Eindruck, daß die Art seines Verhaltens angeboren, er will damit sagen, unabänderlich sei. Die Eindrücke und Formungen, denen ein Kind ausgesetzt ist, sitzen umso fester, je früher im Kindesalter sie gesetzt werden. Vergleicht man die Seele des Kindes mit dem unbeschriebenen Blatt eines Buches, so hat das am meisten Geltung, was zuerst eingetragen wird. Je älter das Kind wird, um so mehr Blätter sind beschrieben. Wenn später alle Kapitel fertiggeschrieben sind, ist eine Änderung schwerer, als wenn von vornherein alles richtig eingetragen wäre.« | Dr. med. M. O. Bruker aus dem lesenswerten Buch: Lebensbedingte Krankheiten. Lebenskrisen bewältigen – Krankheitsursachen vermeiden, emu Verlag, Lahnstein 1986, Seite 173f |
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