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 Liebe Leserin, lieber Leser!

Was dem Menschen am Herzen liegt, das möchte er mitteilen! Unser Blog – das Tagebuch »mal ernst, mal heiter« – wächst allmählich aus den Kinderschuhen heraus. Die allererste Eintragung datiert zurück auf den 14. September 2006.

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05. März 2012
Die Copy-&-Paste-Generation
Kategorie: Schule

Inhalt oder Form — was ist wichtiger?

Form und Inhalt gehören zusammen. Gießen wir Wasser in ein Gefäß, dann passt es sich der Form dieses Gefäßes an. Jeder Inhalt wiederum verlangt eine bestimmte Form. Der Versuch, Wasser im Sieb zu tragen, wird scheitern. Inhalt und Form bedingen und beeinflussen einander. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
17. Februar 2012
Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

Mammutprojekt Rechtschreibreform ohne Erfolgskontrolle

Für Schüler sollte das Schreibenlernen leichter werden und für Schreibende die Schreibregeln leichter verständlich: Dies war das erklärte Ziel der Rechtschreibreform, die 1996 in Deutschland eingeführt wurde und 1998 offiziell bundesweit in Kraft trat. Die Einführung der Reform verursachte Millionenkosten, führte gerade bei Lehrern, Journalisten und Autoren zu jahrelangen Debatten.

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Richtig sprechen lernen im Gespräch
Kategorie: Besser lernen

Wie man Kinder zu Sprachtüchtigkeit erzieht?
Möglichst so, daß sie es gar nicht merken. Und wann merken sie es nicht? Wenn Spracherziehung Teil der Kommunikation ist.

Ein Beispiel:

Nach dem Einkaufen fahren die Mutter und ihr fünfjähriger Sohn im Auto nach Hause. Es ist Winter, auf der verschneiten Fahrbahn kommen sie nur langsam voran. Während der Fahrt schaut das Kind aus dem Seitenfenster und beobachtet etwas, das er seiner Mutter aufgeregt mitteilt. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
15. Februar 2012
Ein X für ein U vormachen
Kategorien: Schule | Besinnliches

X für U – von der Verführbarkeit Unmündiger

Wenn ich heute vor Erstklässlern an die Tafel schreibe: 7 + 2 = 10, dann werden es die meisten Schüler in ihre Hefte schreiben, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Sie werden schlicht nicht darüber nachdenken.
Ein paar wenige aber werden irritiert schauen, und dann schnellen Finger in die Höhe. Gewiss wird eines von diesen Kindern mich auf den Fehler aufmerksam machen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
31. Januar 2012
Unsere Nationalhymne - einmal anders
Kategorie: Humor
Unsere Nationalhymne

Virtuose Abwandlungen und meisterhafte Variationen eines Themas (Opus 334, Sammelverzeichnis Pfeif-Sto)

Es spielt: die 5 b der Hauptschule H.
Ort der Darbietung: Klassenraum der 5 b, erste Etage Neubau

Unsere Nationalhymne
Unsere Nazinol Lild
Unnsere Deutsche Hünde
Unsere Natzunahlhunnde
Usere Natsonaslhode
Unsere Nationhyinde
Unser Natzjonalhümde
Unsere Natzionalhunde
Unsere Nationalbedienen
Unsehr Nationalelehodinn
Unsäre Nadzunalhymde
Unsarenasalhümme
Unsar Enasalhimmel


Anmerkungen zum Vortrag

Die 11jährigen Knaben und Mädchen zeigten eine eindrucksvolle Leistung, das darf ohne Übertreibung festgestellt werden. Obwohl sie vierzehn Tage lang vor der Aufführung täglich zum Üben einer einzigen schriftlichen Variante angehalten worden waren, sprühten die Darbietungen geradezu vor Originalität. Mit unverdorbener Begeisterung gingen die Jungen und Mädchen ans Werk. Trotz sturen Vorlagendrills wurde ein unübertroffen hohes Maß an künstlerischem Einfallsreichtum und herzerfrischender Originalität erreicht. Wir staunen über den Mut unserer Kinder, die wie keine Generation zuvor bereit ist, die eigene Meinung vom Schreiben standhaft zu verteidigen. Das läßt voller Zuvertrauen in die Zukunft unserer Nation blicken.


 

 

 
15. Januar 2012
Wozu Bücher gut sind
Kategorie: Humor
Der Wert des Buches richtet sich vor allem nach bestimmten Eigenschaften. In Leder gebundene Bücher können beispielsweise beim Abziehen von Rasierklingen unbezahlbare Dienste leisten.
Dünne Broschüren dagegen eignen sich vortrefflich dazu, wackelnden Tischchen das Gleichgewicht wiederzugeben. Ein Lexikon ist hervorragend geeignet, einen Einbrecher gefechtsunfähig zu machen.

Mark Twain, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker
(1835 - 1910)

 
 

 

 
08. Januar 2012
Frank und das Vokabelheft
Kategorie: Anekdoten

Im Unterricht
Englisch in der fünften Klasse. Ein kleiner Test steht auf dem Programm. Ich diktiere gerade die erste Aufgabe, da hebt Frank seine Hand. In der Erwartung, er wolle eine Frage zum Test loswerden, rufe ich ihn auf. Er zieht ein kleines Heftchen aus der Tasche, wedelt damit in der Luft herum und fragt: »Kann ich ein neues Vokabelheft anfangen? Das alte ist leer.« (Seltsam, alle meine Schüler sagen, das Heft sei »leer«, wenn sie ausdrücken wollen, es sei »voll« oder »vollgeschrieben«.) Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
20. Dezember 2011
Blind
Kategorie: Besinnliches

Haben Sie schon einmal versucht ...

... ein kleines Stück Weges mit geschlossenen Augen zurückzulegen?

Ist es Ihnen wir mir ergangen: schon nach ein paar Schritten konnte ich mich nicht mehr fortbewegen, weil mich die Zwangsvorstellung plagte, gegen ein Hindernis zu prallen oder eine Untiefe hinabzustürzen. Dabei befand ich mich auf einem schnurgeraden, geschotterten und gut befestigten Weg, zu beiden Seiten von flachem Wiesengelände gesäumt ... Mir hätte nichts passieren können. Absolut nichts! Aber ohne die gewohnten Sinneseindrücke meiner Augen fühlte ich mich orientierungslos verloren, das ängstigte mich mehr, als ich vermutet hatte.

Kape


 
 

 

 
13. Dezember 2011
Abschaffung der Schreibschrift
Kategorie: Schriftkultur
 

Lasst die Schnörkel leben!

Auch bei der Süddeutschen macht man sich jetzt Sorgen um den Niedergang der Schreibkultur. Seit der Grundschulverband e.V. konsequent und unbeirrt die Abschaffung der Schreibschrift vorantreibt, Hand in Hand mit der Politik, scheint das Schicksal der Schreibschrift besiegelt zu sein. Ein Containerschiff, das mit Hilfe und Segen der mächtigen Ministerialbürokratie vom Stapel läuft, wird niemand aufhalten können, weder mit Bitten noch mit sachkräftigen Argumenten und Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
06. Dezember 2011
Ein Schulhofkrimi
Kategorie: Anekdoten

 

Die List des Schulleiters

Lebensklugheit gepaart mit humorvoller Listigkeit führt im Leben oft weiter als beintrockene Gespräche. Ein Exempel dafür ist folgende Geschichte, die Frau Prasuhn für uns aufgeschrieben hat:

Vor einiger Zeit erfuhr ich vom Tod des Rektors an meiner ehemaligen Schule. Sofort kamen mir viele Erinnerungen an diesen freundlichen, humorvollen Mann, bei dem kaum ein Tag vergangen war, an dem er uns Kollegen oder seine Schüler nicht zum Lachen gebracht hatte. Für Wortspiele, lustige Verse und vor allem Witze hatte er eine besondere Vorliebe. Nie ging ihm der Vorrat aus, immer hatte er Nachschub auf Lager. Er konnte aber auch streng sein, wenn dies notwendig war. Darum hatten die Schüler durchaus Respekt vor ihm. Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
Was vor 200 Jahren an den Schulen gelehrt wurde
Kategorie: Schule

Die Seele und Seelenkräfte
Aus einem Lesebuch für Schulen Anno 1805

(Diesem Textabschnitt voran stehen Betrachtungen über das Wesen von Pflanzen und Tieren.)

Ich kann noch mehr, ich kann reden, das kann ein Thier nicht; ich kann die Ursache und Wirkung von etwas begreifen, oder warum etwas so und nicht anders ist; z.B. ich kann begreifen, warum es jetzt warm in der Stube und kalt auf der Straße ist; warum man die Kinder in die Schule schickt, warum man ackert und pflügt, und düngt und sät. Ich begreife, daß man nichts weiß, wenn man nicht lernet, daß manche Menschen arm sind, weil sie nicht arbeiten wollen, daß man gemeiniglich in Verachtung geräth, wenn man sich schlecht aufführt. Wie die Saat, so die Erndte! Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
24. November 2011
Immer mehr Sprachstörungen
Kategorie: Besser lernen

Sprachstörungen bei deutschsprachigen Kindern

Hallo, ich heiße Martha und bin fast 48. Ich unterrichte seit über 20 Jahren an einer Grundschule. Mir fällt auf, dass seit Jahren die Zahl der Kinder zunimmt, die Sprachstörungen verschiedener Art haben. Häufig zu beobachten sind verwaschene Aussprache und Artikulationsprobleme bei diversen Buchstaben. Ich will jetzt hier nicht auf die Einzelheiten eingehen, meine Kolleginnen und Kollegen werden selbst genügend eigene Erfahrungen besitzen. Insgesamt habe ich den Eindruck, als seien immer mehr Kinder in der Sprachentwicklung zurückgeblieben, auch ihr Wortschatz ist bescheiden. Manche Begriffe kennen die Kinder gar nicht mehr. Beim Unterrichten muss man sich das immer vergegenwärtigen, andernfalls kann ein oder das andere Kind nur deshalb seine Aufgaben nicht machen, weil es gar nicht weiß, worum es geht. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

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