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      <channel><title>Stolzverlag.de - Weblog News</title>
<link>http://www.stolzverlag.de/de_blog.html</link>
<description><![CDATA[Wir stellen Ihnen hier die akutellen Informationen aus unserem Weblog zur Verfï¿½gung]]></description>
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<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 13:44:00 +0200</pubDate>
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<item><title>Hast macht dumm</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_536.html</link><description><![CDATA[<div align="left"><table border="0" width="100%" align="center"><tbody><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td style="width: 15%"> </td><td><font face="trebuchet ms,geneva" size="3">Hast macht dumm </font><font size="0"><br /><em><font size="2" color="#808080"><font size="2">von K</font>arin Pfeiffer<br /></font></em><br /></font></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td valign="bottom"><p>Vermeintlicher oder echter Mangel an Zeit verführt beim schulischen Lernen zu flatterhafter Neugier, aus der kein bleibendes Interesse erwächst. Beharrlichkeit ist die Voraussetzung für Lernen. Es gibt dabei nur ein Problem: die Zuwendung zu einer Sache, der wir uns mit dauerhaftem Interesse widmen, kostet Zeit. Ist diese Zeit wirklich nicht vorhanden?</p><p>Unser Lebenstempo steigt. Wir spüren: für das Wesentliche bleibt uns keine Zeit. Wir stöhnen unter der Fuchtel des Arbeitstempos: immer mehr in immer kürzerer Zeitspannen erledigen zu müssen, ist ein Fluch. Die Hast hat vom Wirtschaftsleben auf die Schulen übergegriffen. Das schulische Lernen leidet unter der Mißachtung natürlicher Bio-Rhythmen. Unsere Vorfahren richteten sich noch nach dem Pendelschlag der Natur, sie paßten ihr Leben den Jahreszeiten an, folgten dem Tag-Nacht-Wechsel. Alles zu seiner Zeit! Dank hochentwickelter Technik hat sich der Mensch von der Natur emanzipiert. Nun hat er keine Ausreden mehr, um Ruhephasen einzulegen, muß ständig zu vollem Einsatz bereit sein. Immer mehr Menschen brechen unter der Dauerbelastung zusammen - endlich können sie sich Ruhe gönnen. Krankheit als Notausgang.</p><p>Der Umgang mit der Zeit ist für den Menschen zu einem Problem geworden. Die Uhr diktiert ihm ihren eigenen, erbarmungslosen Rhythmus. Schon den Kleinkindern wird ein Zeitplan aufgezwungen: Krippe, Schule, Freizeit - alles geht nach Stundenplan, der dem individuellen Befinden und den kindlichen Bedürfnisse oft diametral entgegensteht. Wir meinen, der Langsamkeit das Tempo vorziehen zu müssen, weil wir hoffen, ein Zeitpolster zu schaffen, um uns darauf ausruhen zu können. Das ist der Grund, weshalb viele Menschen sich selbst unter Zeitdruck setzen, obwohl sie darunter leiden. Die Hoffnung, &bdquo;Zeit sparen&ldquo; zu können, ist eine der größten Illusionen, denen der moderne Mensch große Opfer bringt. Der Verhaltenspsychologe Konrad Lorenz zitierte seinen Lehrer Oskar Heinroth, der zu sagen pflegte: &bdquo;Neben den Schwingen des Argusfasans ist das Arbeitstempo des westlichen Zivilisationsmenschen das dümmste Produkt intraspezifischer Selektion.&ldquo; <em>(in: Konrad Lorenz: Das sogenannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression)</em></p><p>Die Angst, etwas zu versäumen, wenn man nicht überall dabei, dauernd online und für die Freunde verfügbar ist, hat bereits unsere Kinder erfaßt. Die Schule bildet keinen Ruhepol mehr, wo gelegentliche Langeweile für Verlangsamung sorgt. Wer sich langweilt, kommt zu sich selbst, denkt nach. Übungsaufgaben oder Auswendiglernen gelten als langweilig, ergo werden diese Arbeitsformen vermieden. Verwundert es, wenn Lehrer über den hohen Unruhepegel in Klassenzimmern klagen? Schreiben ist eine der besten und zugleich fruchtbarsten Stilleübungen - weshalb also nicht diese Unterrichtsmethode öfter einsetzen?</p><p>Die Schule darf sich, wenn sie ihren Auftrag ernst nimmt, nicht dem Zeitdiktat unterwerfen. Wer sind denn die Leute, die den Lehrern heute vorschreiben, wie sie zu unterrichten haben, was sie im Unterricht durchnehmen sollen und wieviel Zeit sie sich dafür nehmen dürfen? Im Grunde kann dies nur jeder Lehrer für sich selbst und für seine Klasse entscheiden. Es gibt keine zwei Schulklassen auf der Welt, die sich in ihrer Art und Zusammensetzung gleichen. Nicht eine bürokratische Planwirtschaft darf diktieren, wie der Lehrer seinen Unterricht zu führen hat. Er muß frei sein zu sagen: <strong>&bdquo;Dafür nehme ich mir jetzt Zeit, denn die Kinder brauchen Ruhe. Ich nehme mir die Zeit zum Üben, weil ich möchte, daß meine Schüler etwas lernen. Ich bin dagegen, sie zu bloßen Statisten für die amtliche Sollplanerfüllung herabzuwürdigen. Ich bin Lehrer und habe es mit Menschen zu tun. Und für diese Menschen will ich Zeit haben.&ldquo;</strong></p><p>Es ist genug Zeit für uns alle da. Wir müssen nur den Mut haben, sie uns zu nehmen.</p><p><br /><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156">  </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style>  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} </style> <![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156">  </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style>  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} </style> <![endif]--></p><br /></td><td style="width: 15%"> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td><p class="MsoNormal"><u>Neu aufgelegt: </u><br /><a href="../de_shop_1_1_955_1_zuhoerspiele.html">Zuhörspiele. Fitnessübungen für Ohr und Geist.  >>></a></p></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr></tbody></table></div>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_536.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_536.html</guid><pubDate>Tue, 23 Apr 2013 13:44:00 +0200</pubDate></item>
<item><title>Eine wahre Geschichte aus alten Zeiten</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_535.html</link><description><![CDATA[<table border="0" width="100%" align="center"><tbody><tr><td style="width: 15%"> </td><td align="justify"><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal</w:View>   <w:Zoom>0</w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone>   <w:PunctuationKerning/>   <w:ValidateAgainstSchemas/>   <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid>   <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent>   <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables/>    <w:SnapToGridInCell/>    <w:WrapTextWithPunct/>    <w:UseAsianBreakRules/>    <w:DontGrowAutofit/>   </w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel>  </w:WordDocument> </xml><![endif]--><strong><font size="3">Das Wechselgeld</font></strong><br /><em>von Veronika Weinreich</em><p>Es war im September 1956, die Schule hatte gerade wieder begonnen. Als wir am Mittag nach Hause kamen, stand das Essen bereits auf dem Tisch. Es gab Erbseneintopf. Noch während wir aßen, sagte der Vater: &bdquo;Morgen geht ihr in den Nachbarort und holt drei Hendl ab.&ldquo; Und Mutter fügte hinzu: &bdquo;Der Bauer hat uns am Vormittag besucht, mit dem haben wir es ausgemacht.&ldquo; Meine Schwester Marianne, ein Jahr älter, und ich, sahen uns wortlos an. Wir brauchten gar nicht zu widersprechen, denn was die Eltern sagten, mußte gemacht werden, ob es uns nun gefiel oder nicht. Ich war damals zehn Jahre alt und hatte noch zwei Schwestern und vier Brüder. Wir alle hatten unsere festen Pflichten in der Familie zu erfüllen.</p><p>Am nächsten Tag, es war ein Samstag, gingen wir nach dem Essen los. Es war ein ziemlich langer Weg, den Marianne und ich vor uns hatten. Wir wohnten genau in der Dorfmitte von Schwarza. Zuerst mußten wir die endlose Dorfstraße entlang, bis ans Ende, wo nur noch wenige Häuser standen. Dann bogen wir in einen Feldweg ein. Der war ziemlich steil. Wir liegen an Wiesen, Feldern und Waldrändern vorbei. Unterwegs sangen wir Lieder, damit uns der Weg nicht so weit vorkam.</p><p>Endlich hatten wir das Nachbardorf Kühndorf erreicht. Jetzt noch die Dorfstraße bis zur Ortsmitte, dann waren wir am Ziel. Die Bäuerin erwartete uns schon. Sie war eine große, hagere Frau mit strengen Gesichtszügen. Sie trug ihr Haar zu einem Knoten gebunden. Ihre braunen Augen sahen müde aus, und ihre Hände waren voller Risse. Doch sie hatte ein Lächeln für uns übrig. Der Bauer war etwas kleiner als sie, schlank und blaß, mit dünnen, grauen Haaren. Auch seine Hände zeigten Spuren harter Arbeit.<br />&bdquo;Na, da seid ihr ja!&ldquo; begrüßte uns die Bäuerin. &bdquo;Setzt euch, wir sind gerade dabei, Socken zu stopfen, ihr könnte uns helfen.&ldquo; Wir setzten uns, nahmen jede artig eine Socke, Nadel und Faden und fingen an, das Loch damit zu attackieren.  Doch wir konnten es leider noch nicht so gut.<br />Die Bäuerin bemerkte es. &bdquo;Klappt es nicht?&ldquo; fragte sie. &bdquo;Dann geht in die Küche und macht euch dort etwas nützlich!&ldquo; Das taten wir dann auch. Als alles fertig war, bekamen wir eine Tasse Milch und ein Stück Hefezopf. Nach dem langen Weg und der Arbeit schmeckte es noch einmal so gut.<br />Schließlich mußten wir uns auf den Heimweg machen. Die Bäuerin packte uns die drei Hendl, die natürlich schon küchenfertig waren, in eine Tasche und gab mir das Wechselgeld von 1,90 Mark in die Hand.<br />&bdquo;Hast du keinen Geldbeutel?&ldquo; wollte sie wissen.<br />&bdquo;Nein, ich habe nichts, wo ich das Geld reintun könnte.&ldquo; Die Bäuerin lief in die Küche und kam mit einer leeren Backpulvertüte zurück. &bdquo;Da kannst du das Geld reinpacken.&ldquo;</p><p>Ich tat es, wir verabschiedeten uns und gingen in Richtung Heimatdorf. Kurz bevor wir die Straße erreichten, mußte ich dringend austreten. Ich lief ein Stück die Böschung hinauf und hockte mich hin. Meine Schwester wartete indessen am Straßenrand auf mich. Dann ging es weiter die Straße entlang. Rechts, steil nach unten, lag eine große Wiese mit wunderschönen Blumen in allen Farben. Wir beide waren begeistert. &bdquo;Wollen wir der Mutter einen Strauß pflücken?&ldquo; meinte meine Schwester.<br />Ich hatte natürlich nichts dagegen. Also den Hang hinab, um an die schönen Blumen zu gelangen. Wir pflückten einen wunderschönen Strauß, bis meine Schwester mahnte: &bdquo;Jetzt müssen wir aber nach Hause!&ldquo;<br />Wir liefen wieder auf der Straße und kamen dem Dorf immer näher. Plötzlich file mir das Geld wieder in. Wo war das Backpulvertütchen?<br />Ich fand es nicht mehr. Ich mußte es beim Blumenpflücken verloren haben. Also zurück! Wir suchten die ganze Wiese danach ab, doch wir konnten das Tütchen nicht finden. Es wurde schon dunkel. Nun mußten wir aber endgültig nach Hause! Mir war mulmig zumute, denn 1,90 DM war viel Geld für uns. Daheim wurde ich natürlich furchtbar ausgeschimpft.</p><p>Die Wochen und Monate vergingen. Es war ein harter Winter. Als das Frühjahr kam, schmolz die Sonne den Schnee nur so fort. Alles grünte, und auch einige Blumen blühten schon. Für uns Kinder war jede Jahreszeit schön. Der Frühling und auch der Sommer vergingen. <br />Es war bereits Oktober, und im Nachbarort war ein Volksfest. Da durften wir natürlich nicht fehlen. Nach dem Mittagessen gingen unsere Eltern mit uns hin. Jedes Kind bekam eine Bratwurst und durfte einmal mit dem Karussell fahren. Es war für uns ein wunderschöner Tag.<br />Dann ging es wieder nach Hause. Den Weg kannten wir ja zur Genüge. Kurz bevor wir die Straße erreichten, mußte ich wieder mal austreten. Ich lief die Böschung hoch, bis dorthin, wo die vielen Büsche standen. Als ich mich gerade hinkauern wollte, entdeckte ich im Gras ein verblaßtes Papiertütchen. Ich hob es auf und glaubte zu träumen: In dem Tütchen waren 1,90 Mark - genau mein Wechselgeld, das mir die Bäuerin vor einem Jahr gegeben hatte!<br />Meine Eltern staunten nicht schlecht. Ich hatte also das Geld nicht beim Blumenpflücken verloren, sondern beim Austreten. Daß ich es nach einem Jahr wiederfand, ist für mich heute noch ein Wunder.</p>  <!--[if gte mso 9]><xml>  <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156">  </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style>  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} </style> <![endif]--></td><td style="width: 15%"> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td><em>Aus: <a href="https://www.zeitgut.com/shop/advanced_search_result.php?keywords=wo+morgens+der+hahn+kr%E4ht&x=0&y=0">Wo morgens der Hahn kräht.</a> Unvergessene Dorfgeschichten 1912 - 1968<br /><a href="http://www.zeitgut.com/wContent/Startseite/">Zeitgut Verlag</a>, Berlin 2007<br />Seite 324</em></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td><div style="text-align: center"><br /></div></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr></tbody></table><p> </p>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_535.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_535.html</guid><pubDate>Tue, 23 Apr 2013 11:04:00 +0200</pubDate></item>
<item><title>Gesprächskultur</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_533.html</link><description><![CDATA[<div align="left"><table border="0" width="100%" align="center"><tbody><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td style="width: 15%"> </td><td><font face="trebuchet ms,geneva" size="3">Vom Sprechen und Zuhören </font><font size="0"><br /><em><font size="2" color="#808080"><font size="2">von K</font>arin Pfeiffer<br /></font></em><br /></font></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td valign="bottom"><p><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal</w:View>   <w:Zoom>0</w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone>   <w:PunctuationKerning/>   <w:ValidateAgainstSchemas/>   <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid>   <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent>   <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables/>    <w:SnapToGridInCell/>    <w:WrapTextWithPunct/>    <w:UseAsianBreakRules/>    <w:DontGrowAutofit/>   </w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel>  </w:WordDocument> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal</w:View>   <w:Zoom>0</w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone>   <w:PunctuationKerning/>   <w:ValidateAgainstSchemas/>   <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid>   <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent>   <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables/>    <w:SnapToGridInCell/>    <w:WrapTextWithPunct/>    <w:UseAsianBreakRules/>    <w:DontGrowAutofit/>   </w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel>  </w:WordDocument> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal</w:View>   <w:Zoom>0</w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone>   <w:PunctuationKerning/>   <w:ValidateAgainstSchemas/>   <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid>   <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent>   <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables/>    <w:SnapToGridInCell/>    <w:WrapTextWithPunct/>    <w:UseAsianBreakRules/>    <w:DontGrowAutofit/>   </w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel>  </w:WordDocument> </xml><![endif]-->&bdquo;Nichts wird so oft überflüssigerweise geöffnet wie der Mund&ldquo;, sagt ein Sprichwort. Wo allzuviel geredet wird, hört niemand mehr zu. Gelegent­liches Schweigen erst gibt den Worten einen Sinn. Ein Mensch, der gut zuhören kann, wird allgemein geschätzt. Wer zuhört, ist dem Sprechenden zugewandt, schaut ihn an und nimmt am Gesagten Anteil. Aktives Zuhören erfordert Selbstdisziplin, spontane Bedürfnisse sollen zurückgestellt, Anzeichen von Ungeduld vermieden werden. Das gute Gespräch ist ausgewogen &ndash; im Wechsel wird gesprochen und zugehört. <br />Heute werden viele Gespräche per Mobiltelefon geführt. Wie sich dies langfristig auf die Gesprächskultur auswirkt, wird sich erst noch zeigen müssen. Die Möglichkeit, jederzeit und überall mit einem anderen <br />Menschen in Sprachkontakt zu treten, wird maßlos genutzt. Die Banalität der meisten Gespräche offenbart sich, wenn man fremden Leuten beim Telefonieren zuhören muss. Bloßes Sichmitteilen scheint wichtiger als die Botschaft. Das Telefonieren besitzt Suchtpotential. Zugleich sinkt die Zuhörbereitschaft. </p><p>Bei einem guten Gespräch sind die Partner einander zugewandt und schauen sich an. Die Begegnung von Angesicht zu Angesicht ist Voraussetzung für herzliche Kommunikation. Im Gegensatz dazu beobachten wir einen allgemeinen Trend zur visuellen Vereinzelung. Die Gruppensitzordnung in den Schulen behindert den Blickkontakt zwischen Schüler und Lehrer. Bei der Kommunikation über Mobiltelefon sind die Gesprächspartner räumlich voneinander getrennt. Die Smartphones lenken den Blick des Benutzers auf das Display, auch wenn &bdquo;reale&ldquo; Gesellschaft vorhanden ist. Schon zwischen Kleinkind und Mutter wird der Augenkontakt unterbunden, weil durch die modische Bauweise der Kinderwagen das Baby in Fahrtrichtung sitzt oder liegt. Die Mutter schaut auf das aufgespannte Stoffdach statt in das Gesicht ihres Kindes. Wir halten all dies für normal, weil wir uns daran gewöhnt haben.</p><p>Wir dürfen nicht vergessen, dass jede noch so vorteilhafte technische Errungenschaft auch Schattenseiten zeigt. In einer Welt, die unentwegt zum Plappern verführt, gerät das Zuhören in Vergessenheit. Wenn aber niemand mehr zuhört, müssen wir eines Tages verstummen. Zuhören bringt die Menschen einander näher. Die Angst vor dem unvermeidlichen Alleinsein wird gemildert. Wer jeden Tag wenigstens einen guten Zuhörer findet, darf sich glücklich schätzen.<!--[if gte mso 9]><xml>  <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156">  </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style>  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} </style> <![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156">  </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style>  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} </style> <![endif]--></p></td><td style="width: 15%"> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td><p class="MsoNormal"><u>Neu aufgelegt: </u><br /><a href="../de_shop_1_1_955_1_zuhoerspiele.html">Zuhörspiele. Fitnessübungen für Ohr und Geist.  >>></a></p></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr></tbody></table></div>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_533.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_533.html</guid><pubDate>Wed, 10 Apr 2013 13:44:00 +0200</pubDate></item>
<item><title>Mehr Rechtschreibfehler als früher</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_534.html</link><description><![CDATA[<div align="left"><table border="0" width="100%" align="center"><tbody><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td><h1><font size="4">Wie gut sind d<font size="4">ie Schüler heute in der Rechtschreibung?<br /></font></font></h1></td><td> </td></tr><tr><td style="width: 15%"> </td><td valign="bottom"><p>KARIN HECHLER: Gemessen an den 60er Jahren ist es deutlich schlechter  geworden. Es gibt dafür klare Hinweise. Es gibt keinen fehlerfreien  Aufsatz mehr, auch nicht bei den besten Schülern. Das war früher anders.  Wir sind nicht zufrieden mit dem, was auch gute Schüler in Deutsch  erbringen. </p><p><a href="http://tinyurl.com/dymqp2e">Weiterlesen hier>>>></a> </p></td><td style="width: 15%"> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td><strong>Karin Hechler (63) ist Deutschlehrerin. Sie leitet die  Schillerschule, eine von Frankfurts Schulen, die am Diktatwettbewerb  teilnehmen. Mit ihr hat Thomas J. Schmidt von der »Frankfurter Neuen Presse« über die Orthografie und ihre  Probleme gesprochen.</strong></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr></tbody></table></div>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_534.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_534.html</guid><pubDate>Sun, 03 Mar 2013 13:44:00 +0100</pubDate></item>
<item><title>Fitnessübungen für das Ohr</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_532.html</link><description><![CDATA[<table border="0" width="100%" align="center"><tbody><tr><td style="width: 15%"> </td><td align="justify"><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal</w:View>   <w:Zoom>0</w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone>   <w:PunctuationKerning/>   <w:ValidateAgainstSchemas/>   <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid>   <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent>   <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables/>    <w:SnapToGridInCell/>    <w:WrapTextWithPunct/>    <w:UseAsianBreakRules/>    <w:DontGrowAutofit/>   </w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel>  </w:WordDocument> </xml><![endif]-->  <p class="MsoNormal">Keinen Augenblick lang herrscht in unserem Kopf Schweigen. Immerzu spricht es, das ist uns meist gar nicht bewusst. Wenn ein anderer Menschen mit uns redet und wir aufmerksam zuhören, wiederholen wir die gehörten Worte im Geiste. Auf diese Weise eignen wir uns einen Teil des Gesagten an. Kinder lernen Sprache nur durch Nachahmung. Denken ist stumme Zwiesprache mit sich selbst. Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft lassen sich schulen, wenn wir die Kinder zu innerem Nachsprechen anregen. Dies lässt sich auf spielerischem Wege erreichen, begleitet durch Ruhe und freundliche Zuwendung. Auch Denken will Weile haben.</p>    <p class="MsoNormal"><u>Neu aufgelegt: </u><br /><a href="../de_shop_1_1_955_1_zuhoerspiele.html">Zuhörspiele. Fitnessübungen für Ohr und Geist.  >>></a></p>  <!--[if gte mso 9]><xml>  <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156">  </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style>  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} </style> <![endif]--></td><td style="width: 15%"> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td><div style="text-align: center"><img src="../media/orig/2013/zuhoeren.jpg" border="0" width="250" height="166" /></div></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr></tbody></table><p> </p>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_532.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_532.html</guid><pubDate>Sun, 03 Mar 2013 11:04:00 +0100</pubDate></item>
<item><title>Der Zeitaspekt in der Pädagogik</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_531.html</link><description><![CDATA[<div align="left"><table border="0" width="100%" align="center"><tbody><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td style="width: 15%"> </td><td><font face="trebuchet ms,geneva" size="3">Stören und Trödeln<font size="3"></font> </font><font size="0"><br /><em><font size="2" color="#808080"><font size="2">von K</font>arin Pfeiffer<br /></font></em><br /></font></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td valign="bottom"><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal</w:View>   <w:Zoom>0</w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone>   <w:PunctuationKerning/>   <w:ValidateAgainstSchemas/>   <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid>   <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent>   <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables/>    <w:SnapToGridInCell/>    <w:WrapTextWithPunct/>    <w:UseAsianBreakRules/>    <w:DontGrowAutofit/>   </w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel>  </w:WordDocument> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal</w:View>   <w:Zoom>0</w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone>   <w:PunctuationKerning/>   <w:ValidateAgainstSchemas/>   <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid>   <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent>   <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables/>    <w:SnapToGridInCell/>    <w:WrapTextWithPunct/>    <w:UseAsianBreakRules/>    <w:DontGrowAutofit/>   </w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel>  </w:WordDocument> </xml><![endif]-->    <p class="MsoNormal"><em>Wer keine Zeit hat, ist ärmer als der ärmste Bettler.<br />(Volksmund)<br /></em></p>    <p class="MsoNormal">Kleine Kinder wehren sich heftig, wenn sie unter das Diktat der Stundenpläne gezwungen werden. Sie leben nach der &bdquo;natürlichen Uhr&ldquo;, und diese tickt im Einklang mit dem kosmischen Rhythmus, dem alles Lebendige unterworfen ist. Die künstliche Zeit, der wir Erwachsenen folgen, greift schmerzhaft in unsere echten Bedürfnisse ein und verformt unser Wollen. Dauerhektik kann geistig und körperlich krank machen.</p>  <p class="MsoNormal">Kinder besitzen ein natürliches Zeitempfinden, und danach richten sie sich instinktiv. Der von außen auf sie ausgeübte Zeitdruck führt schließlich dazu, daß sich die meisten von ihnen klaglos fügen und sich im starren Korsett der arbeitsteiligen Gesellschaft einrichten. </p>  <p class="MsoNormal">Das Training für ein Leben nach der Uhrzeit beginnt heute immer früher. Spätestens dann, wenn das Kind in fremde Obhut gegeben wird, weil die Mutter einer außerhäuslichen Erwerbsarbeit nachgehen muß, regiert unerbittlich die Uhr. Das Kindergartenkind ist bereits Opfer strenger Zeiteinteilung, und dies bedeutet: Beschleunigung aller Lebensvorgänge, keine Zeit zum Verweilen, Eile, Hektik &ndash; Ausnahmen sind selten, denn auch Freizeit und Urlaub sind minutiös mit Aktivitäten ausgefüllt, man will ja nichts versäumen. Asyl bekommt nur das kranke Kind. In allen Industrieländern der Erde ist dasselbe zu beobachten: Die Refugien der Ruhe und Selbstbesinnung schwinden dahin. </p>    <p class="MsoNormal"><strong>Gewaltloser Widerstand: Trödeln</strong></p>  <p class="MsoNormal">Nicht alle Kinder lassen diese Zumutung wehrlos über sich ergehen. Die individuellen Strategien zur Abwehr zeitlicher Fremdbestimmung sind vielfältig. Manche Kinder reagieren aufsässig, werden aggressiv, zappelig, sind laut und ungehorsam. Andere Kinder wählen weniger spektakuläre Methoden. Sie stellen sich taub oder dumm, reagieren lustlos und werden träge. »Weiche Waffen« im Ringen um individuelle Zeitautonomie sind gewohnheitsmäßiges Zuspätkommen und allgemeine Unaufmerksamkeit. Eine besonders wirksame Gegenwehr aber ist das Trödeln. Trödelnde Kinder bringen Mütter zur Verzweiflung, trödelnde Schüler stellen die Geduld des Lehrers auf die Probe. Trödeln ist eine Art <em>gewaltloser Widerstand</em>, dem Erwachsene meist nichts anderes entgegenzusetzen haben als Schimpfen, Drohen und Nörgeln.</p>    <p class="MsoNormal">Nonkonformes Verhalten stört, ist unbequem und deshalb für Eltern und Lehrer ein Ärgernis. Man sollte es sich als Erwachsener nicht zu leicht machen und störende Kinder in die Schubladen &bdquo;krank&ldquo;, &bdquo;charakterschwach&ldquo; oder &bdquo;dumm&ldquo; einordnen. Vielfach sind es gerade sensible und kluge Kinder, welche sich gegen die ubiquitäre Alltagshetze mitsamt der unvermeidlichen Oberflächlichkeit, Gleichgültigkeit, ja Lieblosigkeit auflehnen. Die Masseninstitution Schule verlangt nun einmal Gleichschritt und Gehorsam, eine systemimmanente Notwendigkeit. Hier gibt es kaum etwas zu reformieren. Allerdings liegt es in der Hand eines jeden Verantwortlichen, kleine Refugien des Trostes und der Hilfe einzurichten. Diese Freiheit kann ihnen kein Gesetz und keine bürokratische Vorschrift nehmen.</p>    <p class="MsoNormal"><strong>Nischen der Ruhe einrichten</strong></p>  <p class="MsoNormal">Ja, auch in der Schule gibt es Nischen, wo die Herrschaft der Uhr zeitweilig gebrochen werden kann. Körper und Geist bedürfen dringend der Pausen. Auf den Stundenplänen der &bdquo;alten&ldquo; Schule war das Ruheprinzip bereits eingebaut: Musik, Kunst, Leibesübungen durchbrachen den Vormittag. Im Unterricht selbst gab es ebenfalls Ruhephasen, in denen einfach nur geschrieben oder gezeichnet wurde. </p>  <p class="MsoNormal">Niemand von uns verfügt über die Macht, das System als solches ändern, aber jedem einzelnen Lehrer kann es gelingen, im eigenen Umfeld Ruhepole zu schaffen &mdash; für sich selbst und für die Schüler. Generalrezepte dafür gibt es nicht, hier sind Eigeninitiative, Mut und Phantasie gefragt.</p>  <!--[if gte mso 9]><xml>  <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156">  </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style>  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} </style> <![endif]--></td><td style="width: 15%"> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr></tbody></table></div>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_531.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_531.html</guid><pubDate>Thu, 21 Feb 2013 13:44:00 +0100</pubDate></item>
<item><title>Abstrakte Schmerzen tun nicht weh</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_97.html</link><description><![CDATA[<table border="0" width="100%" align="center"><tbody><tr><td style="width: 15%"> </td><td align="justify"><p><font face="trebuchet ms,geneva" size="2"><span>Wir leiden nicht unter Bauchschmerzen, wenn wir keine haben. Das ist jedem klar und überflüssig zu sagen. </span><span>Oder doch nicht?</span><span> </span><span>Kürzlich las ich in einem sehr interessanten Buch mit dem Titel »Die Logik des Misslingens« die folgenden Sätze:</span><span> </span></font></p><p><font face="trebuchet ms,geneva" size="2"><font color="#666600"><span>»Jemand,  der starke Kopfschmerzen hat und davon gequält wird, wird vermutlich  gern zu einem Mittel greifen, welches die Kopfschmerzen beseitigt,  selbst wenn als Nebenwirkungen Bauchschmerzen angekündigt werden. Die  Kopfschmerzen sind real, die Bauchschmerzen abstrakte Zukunft &ndash; und  werden vermutlich, solange sie nicht vorhanden sind, gern in Kauf  genommen werden. Wenn sie aber einmal da sind, wird sich alles umkehren.  Um die quälenden Bauchschmerzen loszuwerden, wird man bald zu einem  Mittel greifen, welches ebendiese beseitigt, aber Kopfschmerzen  produziert.« <br />(Seite 100)</span><span> </span></font></font></p><p><font size="2"><span></span><font face="trebuchet ms,geneva"><font color="#000000"><span>Damit stecken wir in der Zwickmühle, bei der wir zwischen Kopf- und  Bauchmerzen hin und her pendeln. Liegt nur genügend Zeit zwischen der  »Kopfschmerzbekämpfung« und den ersten Symptomen der »Bauchschmerzen«,  so werden die Wechselwirkungen nicht mehr als Ursache erkannt. Zahlreiche politische Eingriffe in die gesellschaftliche Wirklichkeit erzeugen langfristig unerwünschte Nebenwirkungen, die zwar bekannt sind, aber die, weil in  abstrakter Ferne liegend, hingenommen werden in der vagen Hoffnung, so  schlimm werde es schon nicht kommen. Millionen Raucher denken so.  Und die Trinker tun es ihnen gleich. Auch Beispiele aus der  Nationalökonomie, des Staats- und Gemeinwesens und der Politik gibt es  zahlreich. Ein staatlicher Eingriff wird »Reform« genannt:  Gesundheitsreform, Schulreform, Rechtschreibreform, Währungsreform,  Agrarreform, Wirtschaftsreform, Familienreform, Steuerreform ... Und das funktioniert so: Ein Loch auf, das andere zu &mdash; bzw. Kopfschmerzen hie,  Bauchschmerzen da.</span><span> Ist doch ganz normal. Oder etwa nicht?</span></font></font></font></p></td><td style="width: 15%"> </td></tr><tr><td> </td><td> <font face="trebuchet ms,geneva"><font color="#000000"><span><font size="3"><img src="../dbgfx/richtext/juni/essen_2.gif" border="0" width="135" height="150" /></font></span></font></font><font face="trebuchet ms,geneva" size="2"><font color="#000000"><span>Das SPÄTER ist gar zu abstrakt.</span></font></font></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td><font face="trebuchet ms,geneva"><font color="#000000"><span><font size="2">Dietrich  Dörner<font size="2">:</font> Die Logik des Misslingens. Strategisches Denken in komplexen  Situationen. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 2003</font></span></font></font></td><td> </td></tr></tbody></table><p> </p>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_97.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_97.html</guid><pubDate>Tue, 19 Feb 2013 11:04:00 +0100</pubDate></item>
<item><title>Buch versus Computer</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_530.html</link><description><![CDATA[<div align="left"><table border="0" width="100%" align="center"><tbody><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td style="width: 15%"> </td><td><font face="trebuchet ms,geneva" size="3">Erleben wir den Niedergang der Sprachkultur<font size="3">?</font> </font><font size="0"><br /><em><font size="2" color="#808080"><font size="2">von K</font>arin Pfeiffer<br /></font></em><br /></font></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td valign="bottom"><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal</w:View>   <w:Zoom>0</w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone>   <w:PunctuationKerning/>   <w:ValidateAgainstSchemas/>   <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid>   <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent>   <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables/>    <w:SnapToGridInCell/>    <w:WrapTextWithPunct/>    <w:UseAsianBreakRules/>    <w:DontGrowAutofit/>   </w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel>  </w:WordDocument> </xml><![endif]--><p>Buchvorstellung</p><p>Barry Sanders. Der Verlust der Sprachkultur. S. Fischer Verlag 1995</p><p><br />Einige Zitate aus dem Buch:</p><p>&bdquo; ... die Zuhilfenahme von mehr Computerleistung wird das Problem [der zunehmenden Analphabetisierung] nur verschärfen. Indem man die Schüler an den Bildschirm fesselt, ... zerstört man ihre Anlagen für das Lesen und Schreiben. ... Im Ergebnis bringt der Computer sie dem Analphabetismus immer näher. Er zerrüttet das Verhältnis zu den Mitmenschen und verstärkt den Effekt der zerrütteten Familienverhältnisse, die zu Hause erlebt werden. Der Gesellschaftsvertrag wurde nicht an einem Textverarbeitungscomputer verfaßt. Er läßt sich auch nicht an einem Textverarbeitungscomputer wieder herstellen.&ldquo; (S. 170)</p><p>&bdquo;Analphabetismus ist der gefährliche Fallout, der bei der Kungelei zwischen Pädagogik und Technik entsteht.&ldquo; (S. 172)</p><p>&bdquo;Wie alle Werkzeuge besitzt auch der Computer die Kraft, die individuelle Wahrnehmung so zurechtzubiegen, daß sie sich seiner Arbeitsweise anpaßt. Alle Werkzeuge, die Uhr nicht minder als das Buch, wirken als Metaphern, die das Seelenleben prägen. Jahrtausendelang war der innere Antrieb von Kultur das Alphabet. Derzeit wird es als solches von seinem Platz verdrängt.&ldquo; <br />(S. 172 f)<br /><font size="2" color="#666699">[Anmerkung K. P.: Nicht das Werkzeug paßt sich dem Menschen an, sondern umgekehrt &mdash; der Mensch paßt sich dem Werkzeug an &mdash; &bdquo;Werkzeuge&ldquo; im weitesten Sinne sind Messer, Betten, Schuhe, Kleidungsstücke, Fahrzeuge, Bücher, Maschinen, Einrichtungsgegenstände, Häuser, Straßen, &mdash; kurz, alle einfachen und komplexen Artefakte.]</font></p><p>&bdquo;Mit einem Vergleich aus dem Bereich der Medizin könnte man über den pervertierten Zustand des heutigen Erziehungswesens sagen, daß hier Ärzte ihren Patienten Gift verabreichen. Lehrer versuchen mit Hilfe von Computern und Textverarbeitungsprogrammen ihre Schüler aus dem Klauen des Analphabetismus zu retten. Aber ihre Patienten werden dabei immer kränker. Fast siebzig Millionen Amerikaner sind nicht in der Lage, die aufgedruckte Warnung auf dem Etikett einer Arzneiflasche zu entziffern oder durch einen Zeitungsartikel hindurchzufinden. Die Mehrheit davon sind nicht Schwarze oder Mexikaner oder Zugewanderte: Es sind im Lande geborene Weiße. <strong>In der Schule werden Kinder zwar in immer früherem Alter im Lesen unterrichtet, aber spätestens in der vierten Klasse beginnen die Leistungen auf diesem Gebiet bei den meisten nachzulassen. Der Notendurchschnitt bei Lesetests ist im Lauf des vergangenen Jahrzehnts von Jahr zu Jahr gesunken.&ldquo;</strong> [Hervorhebung von K.P.] (S. 173)</p><p><font color="#666699">[Heimtückisch ist der Computer, weil er den Benutzer unbemerkt, quasi nebenbei, zur &bdquo;habituellen Faulheit&ldquo; verführt: die Vorstellung, eine Aufgabe schneller, besser und müheloser erledigen zu können, beseelt jeden Computerbenutzer. Ein folgenschwerer Irrtum. Denn Lernen braucht Zeit und ist ohne innere Beteiligung des Lernenden nicht möglich. Dabei können Computer nur stören. Nach wie vor ist das Buch die Quelle, aus der man das meiste Lernen kann.]</font> <br />&bdquo;Dem Buch wohnt Autorität inne. Aber die ist &mdash; eben Autorität, nicht technologische Despotie. Beim Lesen eines Buches können wir uns den Autor vorstellen: ein menschliches Wesen aus Fleisch und Blut, mit einem Gesicht und einer Geschichte.&ldquo; (S. 194) <br /><font color="#666699">[Das Buch ist im Raum körperlich vorhanden. Ich spüre seine Existenz, auch wenn ich ihm den Rücken zuwende. Auch der Computer ist im Raum, und ich spüre den Kasten &mdash; aber es ist eben ein technisches Gerät, und wenn kein Strom fließt, sind keine Buchstaben darin, sondern nur Metallplatten, Platinen, Drähte, Schaltungen und so fort.]</font></p><p><font color="#666699">[Doch das Buch hat keine Lobby mehr. Es ist zu wenig daran zu verdienen. Ein Buch ist nicht SPEKTAKULÄR. Im Vergleich zu den blinkenden &bdquo;interkommunikativen&ldquo; Medien erscheint es nachgerade die Verkörperung der Ödnis und Langeweile. Dagegen die blinkenden, lockenden Maschinen!] </font><br />&bdquo;Die Elektronikindustrie pumpt Millionensummen in die Marktforschung und in Verkaufsstrategien. Derart geballter Finanzkraft haben Bücher nichts entgegenzusetzen. Selbst in den Unterstufen-Schulen mit ihren radikal modernen Unterrichtsmethoden für Lesen und Schreiben verblaßt die Lese- und Schreibkenntnis neben dem Fernsehbildschirm, der Filmleinwand, dem Videobildschirm. ... Lese- und Schreibkenntnis ist nicht mit dem Computer zu vermitteln - nicht mit der Maschine, die die Schüler ihrer Fähigkeit beraubt, sich einen Begriff von Sprache zu bilden.&ldquo; (S. 195 f) <br /><font color="#666699">[Ein Kind, das am Computer &bdquo;schreiben lernt&ldquo;, simuliert das Schreiben, und im ersten Moment sieht es für den Betrachter so aus, als ob das Kind tatsächlich schreiben gelernt hätte. Wir dürfen nicht den augenblicklichen Erfolg zur Grundlage unserer Bewertung machen. Erst wenn wir längere Zeiträume &mdash; das heißt Jahre! &mdash; überblicken, kommen wir zu einem endgültigen Resümee.] </font></p><p>Wir hören es ungern, und mancher wird böse, wenn ihm das folgende gesagt wird. Dennoch: der Computer dient in erster Linie &mdash; als Spielzeug zum Zeitvertreib! &bdquo;Tatsächlich hat sich bei einschlägigen Untersuchungen herausgestellt, daß die Mehrzahl der PC-Benutzer den Rechner weniger zur Abfassung von Texten als zum Spielen benutzt.&ldquo; (S. 197)<br /><font color="#666699">[Jeder, der am Computer arbeiten will, wird bestätigen können, welche Versuchungspotenz in Internet liegt mit seinen vielfältigen Verlockungen aller Art ... Wenn wir Erwachsene dieser Versuchung schon schwer widerstehen können, wie schwer muß es erst dem Kind fallen?]</font></p><p><font color="#666699">Barry Sanders beklagt den Verlust der Oralität: es wird zu wenig miteinander gesprochen. Innerhalb der Familien, unterwegs und in geschäftlichen Belangen &mdash; überall drängt sich die Technik zwischen die Menschen, aus dem Gespräch wird &bdquo;Kommunikation&ldquo;. Kommunikation ist etwas anderes als Sprache. Sprache ist Leben, Kommunikation ist Technik. Sprache verbindet Wesen und Herzen der Menschen, Kommunikation dient der Vermittlung von Information und Befehl. Sprache ist das Verständigungsmittel der Liebe, Kommunikation das der Politik. Blutleere Buchstaben vor flimmernden Bildschirmen sind das Ende der Sprache, wie wir sie kennen, und wie sie die westliche Welt durch das Alphabet prägte.</font></p><p>Das Buch: Ein MUST READ für alle interessierten Pädagogen und Eltern!</p><p>Hier noch einmal die Daten:</p></td><td style="width: 15%"> </td></tr><tr><td> </td><td><p><br /><strong>Barry Sanders. Der Verlust der Sprachkultur. S. Fischer Verlag 1995</strong><br />Das Buch ist antiquarisch zu beziehen, siehe <a href="http://tinyurl.com/agwnx5t">zum Beispiel hier>>>>>> :</a> </p></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr></tbody></table></div>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_530.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_530.html</guid><pubDate>Tue, 15 Jan 2013 13:44:00 +0100</pubDate></item>
<item><title>Von großen und kleinen Aufgaben</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_529.html</link><description><![CDATA[<div align="left"><table border="0" width="100%" align="center"><tbody><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td valign="bottom"><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal</w:View>   <w:Zoom>0</w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone>   <w:PunctuationKerning/>   <w:ValidateAgainstSchemas/>   <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid>   <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent>   <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables/>    <w:SnapToGridInCell/>    <w:WrapTextWithPunct/>    <w:UseAsianBreakRules/>    <w:DontGrowAutofit/>   </w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel>  </w:WordDocument> </xml><![endif]--><strong>Eine große unerledigte Aufgabe bildet ein unüberwindliches Hindernis für die Erledigung zahlreicher kleiner Aufgaben.</strong><p>Es ist nicht lange her, da kostete mich die Erledigung täglicher Routineaufgaben große Überwindung. Ich erkannte die Ursache, gleichwohl konnte sie nicht beseitigen. Die unbewältigte Aufgabe lag vor mir wie ein gewaltiges Bergmassiv. Ich schob die große Aufgabe vor mir her und fühlte mich täglich erschöpfter und mutloser, weil ich viel wertvolle Zeit mit sinnlosem Tun vergeudete.</p><p>Das Lebensgefühl, das sich in solcher Lage einstellt, ist gedrückt. Der Gedanke an die unerledigte Aufgabe verdunkelt die Tage. Man füllt diese mit nebensächlichen Tätigkeiten aus und läßt doch das Wesentliche liegen. Manch kleine Pflicht landet im Papierkorb, wenn man nur lange genug wartet. Das Grundlegende aber harrt geduldig der Lösung, und je länger wir uns einer wichtigen Aufgabe verweigern, desto mehr bedrängt uns diese. Entdeckerfreude und Lebenslust versickern im sumpfigen Feindesgelände des &bdquo;Ich müßte dieses oder jenes endlich anpacken!"</p><p><strong>Die Hilflosigkeit des Schulversagers</strong></p><p>Schulversager befinden sich in einem Teufelskreis aus Hilflosigkeit. Sie sind wie gelähmt, wenn sie den Berg der unerledigten, großen Aufgabe vor sich sehen. Den kleinen Anforderungen des täglichen Unterrichts gegenüber fühlen sie sich nicht mehr gewachsen, denn der unbewältigte Aufgabenberg überschattet alles. So kann es kommen, daß ein Schulkind nicht einmal mehr die geringsten Lernanstrengungen unternimmt.</p><p>Kein Mensch auf der Welt ist in der Lage, das Problem eines Mitmenschen zu lösen. Dieser schmerzhafte Erkenntnis müssen sich auch Eltern und Lehrer stellen. Das Kind kann seinen Berg nur selbst abtragen. Depression oder Hyperaktivität werden erst verschwinden, wenn die »große Aufgabe« bewältigt ist: Lesen, Schreiben, Rechnen. Das Versagen in diesen wesentlichen Bereichen des Lernens blockiert alles übrige schulische Tun.</p><p><strong>Schritt für Schritt zum Erfolg </strong></p><p>Große Aufgaben werden niemals über Nacht bewältigt. Wie der Bergwanderer setzt der Lernende einen Fuß vor den anderen, kaum merklich gewinnt er an Höhe, manchmal geht es wieder ein Stück bergab. Auf diesem anstrengenden Weg brauchen die Kinder liebevolle Begleitung. Wenn wir sie allein losschicken, werden viele von ihnen angesichts der »großen Aufgabe« scheitern. Da nützt es nichts, ihnen zahlreiche Verhaltensregeln, reichlich Proviant und raffinierte technische Ausrüstung mit auf den Weg zu geben. Hilfreicher ist die persönliche Begleitung und das Beispiel eines geliebten Menschen, der auf schwierigen Wegpassagen vorangeht. Kinder lernen nur von Menschen die sich persönlich kümmern, mitgehen und jeden Lernschritt aufmerksam begleiten. Ein solcher Weg macht Mühe: nicht nur dem Kind, auch dem Erwachsenen. Dessen müssen wir uns klar werden, denn mir scheint, es ist ein wenig in Vergessenheit geraten.<br />Appelle an den Willen des Kindes, Moralpredigten, formelle Verhaltensvorgaben oder aber das vernachlässigende »Mach mal selbst!« erzeugen Schuldgefühle oder Wut, und beides nagt am kindlichen Selbstgefühl.</p><p>Seit ich begonnen habe, meinen »großen Berg« abzutragen, klappt es auch im Alltag wieder besser. Seither ist mir klar, was zur Wiedererlangung der eigenen Handlungskompetenz notwendig ist: warmherzige Zuwendung von Mitmenschen, die Bereitschaft zuzuhören und private Zeit zu opfern. Auch wenn moderne Schulen eher an Produktionsstätten für Bildung erinnern, in denen Effizienz und Technokratie die Herrschaft zu übernehmen drohen, so wage ich doch zu behaupten: In dieser Schule gibt es immer noch Raum für Anteilnahme und Warmherzigkeit &mdash; damit die großen Aufgaben gelingen. </p><p class="MsoNormal">  </p><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156">  </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style>  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} </style> <![endif]--></td><td style="width: 15%"> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr></tbody></table></div>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_529.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_529.html</guid><pubDate>Sun, 06 Jan 2013 13:44:00 +0100</pubDate></item>
<item><title>Unbeherrschbar und fehlerhaft: die neue s-Schreibung</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_528.html</link><description><![CDATA[<div align="left"><table border="0" width="100%" align="center"><tbody><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td><h1><font size="4">Die s-Regel der Rechtschreibreform &mdash; kritisch betrachtet<br /></font></h1></td><td> </td></tr><tr><td style="width: 15%"> </td><td valign="bottom"><p>Seit die Reformschreibung in den Schulen verpflichtend eingeführt und von weiten Teilen der Schriftgemeinschaft mehr oder minder widerwillig übernommen wurde, hat sich vor allem die s-Schreibung zu einer unerschöpflichen Fehlerquelle entwickelt. An Warnungen hat es nicht gefehlt, dennoch wurde die neue s-Regel,  das Herzstück der Reform, als ein Meisterstück der Logik gelobt und ihrer vorgeblichen Einfachheit halber gepriesen. Nun stellte sich gerade die s-Schreibung schon recht früh als besonders knifflig heraus. Zunächst hoffte man auf ein Übergangsphänomen. Heute wissen wir es besser. Die s-Schreibung verschlechtert sich mit jeder Generation von Schülern, die nach den neuen Regeln schreiben lernt. <br />Ein Widerspruch? </p><p>Inge Müncher ist dieser Frage nachgegangen und fand heraus, daß die neuen s-Regeln eine unzulässige Verkürzung darstellen: sie sind nämlich unvollständig. </p><p><a href="../dbdocs/doc494-s-Regel-Inge-Muencher.pdf">Weiterlesen hier>>>></a> </p></td><td style="width: 15%"> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td>Lesetip: <a href="../de_shop_48_1_592_1_der-grosse-bloeff-.html">Der große Blöff. Neue deutsche Rechtschreibung &mdash; einfach unlernbar.</a><br />von Claudia Ludwig und Karin Pfeiffer<br /></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr></tbody></table></div>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_528.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_528.html</guid><pubDate>Thu, 13 Dec 2012 13:44:00 +0100</pubDate></item>
<item><title>Computer verhindern Lernen</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_527.html</link><description><![CDATA[<div align="left"><table border="0" width="100%" align="center"><tbody><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td style="width: 15%"> </td><td><font face="trebuchet ms,geneva" size="3">Jeder Dummkopf kann eine Maschine bedienen </font><font size="0"><br /><em><font size="2" color="#808080"><font size="2">von K</font>arin Pfeiffer<br /></font></em><br /></font></td><td> </td></tr><tr><td> </td><td valign="bottom"><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal</w:View>   <w:Zoom>0</w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone>   <w:PunctuationKerning/>   <w:ValidateAgainstSchemas/>   <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid>   <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent>   <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables/>    <w:SnapToGridInCell/>    <w:WrapTextWithPunct/>    <w:UseAsianBreakRules/>    <w:DontGrowAutofit/>   </w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel>  </w:WordDocument> </xml><![endif]-->  <p class="MsoNormal">Wenn ich das Christkind wäre (das echte &ndash; denn vom Geburtsdatum 25. Dezember her bin ich eines), dann würde ich Ihnen &ndash; Eltern und Lehrern &ndash; ein bestimmtes Buch unter den Weihnachtsbaum legen und Ihnen die Lektüre dringend empfehlen. Die folgenden Zitate stammen aus diesem Buch. </p>    <p class="MsoNormal">Mathematik:<br />&bdquo;Der Computer und sein kleiner Bruder, der Taschenrechner, verhindern, dass man die Grundlagen des Rechnens lernt. Sie verhindern, dass man einen Blick für das Wesen der Mathematik entwickelt, dass man mit Zahlen vertraut wird oder Algebra wirklich versteht.&ldquo;</p>  <p class="MsoNormal">Befürworter des Computers sagen: &bdquo;Dank der Rechner behandeln wir den Stoff in Mathematik schneller &hellip; die Schüler kommen dann früher zu fortgeschritteneren Themen. Es gibt in der Mathematik so viel zu lernen, dass man seine Zeit nicht mit dem Einmaleins verschwenden sollte.&ldquo;</p>    <p style="margin-left: 35.4pt" class="MsoNormal"><font color="#808080">Aha. Dasselbe Argument kennen wir auch aus dem Schreibunterricht der ersten Klasse &ndash; Anlauttabellen verhelfen den Kindern dazu, schneller Texte schreiben zu können. Der Computer sowieso, denn das Tippen geht schneller als das Schreiben mit der Hand. Natürlich kann das nicht gutgehen, wenn wir den Kindern Maschinen (auch die Anlauttabelle ist eine Art Maschine) an die Hand geben, noch ehe sie die Grundlagen beherrschen. Rechner und Computer überspringen die einzelnen Lernschritte. Tipp, tipp! Rechnen und Schreiben am Computer ist nicht wirklich Rechnen und Schreiben, sondern eine Simulation davon. Zahlen und Buchstaben bleiben dem Schüler fremd, er bekommt kein Gespür für sie. </font></p>    <p class="MsoNormal">&bdquo;Kinder, die mathematische Probleme mit dem Taschenrechner lösen, drücken die Tasten, sehen das Ergebnis und akzeptieren, was ihnen die kleine Maschine sagt. So kann es passieren, dass eine Schülerin eine Arbeit abgibt, in der die Höhe des Fernsehturms von Toronto mit 0,0034117 Millimeter angegeben wird.&ldquo;</p>    <p class="MsoNormal">&bdquo;Leider ist es so, dass das Erlernen des Multiplizierens nicht gerade eines jener Projekte zum Wohlfühlen ist, die für die Selbstverwirklichung angepriesen werden. Das mechanische Auswendiglernen des großen Einmaleins macht nicht so viel Spaß, wie Marsbewohner auf dem Bildschirm abzuschießen.&ldquo;</p>    <p class="MsoNormal">&bdquo;Also weg mit diesen verdammten Dingern. Sie befördern uns auf dem schnellsten Weg in eine Welt kluger Maschinen und dummer Menschen.&ldquo;</p>    <p class="MsoNormal">&bdquo;Immer und immer wieder zu üben ist heutzutage aus der Mode gekommen und wird &hellip; als stumpfsinniges Pauken abgetan. Es ist aber nötig, um zu einem Grundbestand mathematischer Fähigkeiten zu kommen. Wenn wir wollen, dass Schüler mit Mathematik umgehen können, dann kommen sie nicht darum herum, das Einmaleins zu lernen.&ldquo;</p>    <p class="MsoNormal">&bdquo;Die besten Studenten, die hier auftauchen, sind die Kinder von Einwanderern, die sich Computer nicht leisten können.&ldquo;</p>    <p class="MsoNormal">&bdquo;Computer lassen die schulischen Fähigkeiten verkümmern, sie machen Lehrer und Schulverwaltungen bestechlich, sie fördern schlechte Pädagogik und unterstützen antiintellektuelle Einstellungen.&ldquo;</p>    <p class="MsoNormal">Diese &bdquo;ketzerischen&ldquo; Worte stammen von einem, der Computer liebt. Sein Leben lang hat der damit verbracht, Programme zu erstellen. Er empfindet die Technik als Bereicherung. Und gerade deshalb warnt er uns vor der Verabsolutierung der EDV. Die EDV kann keine Probleme lösen, und wenn wir sie dazu mißbrauchen, haben wir erst recht ein Problem, ein sehr großes. </p>  <p class="MsoNormal">Die Grundkonstanten des Lernens haben sich nicht verändert, der Computer ist kein Zaubergerät, das sich beschleunigend auf Lernen und Fertigkeiten auswirkt &ndash; im Gegenteil. Wer Kinder liebt und Computer als tolles Hilfsmittel schätzt, sollte unbedingt dieses Buch lesen:</p>  <!--[if gte mso 9]><xml>  <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156">  </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style>  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} </style> <![endif]--></td><td style="width: 15%"> </td></tr><tr><td> </td><td> </td><td> </td></tr><tr><td> </td><td><p class="MsoNormal"><strong>Clifford Stoll. LogOut. Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben.</strong> S. Fischer Verlag, Ffm 2001 </p>    <p class="MsoNormal"><a href="http://www.amazon.de/LogOut-Computer-nichts-Klassenzimmer-High-Tech-Ketzereien/dp/3596155126">hier der Link zum Buch &ndash; lesenswert sind auch die Kundenrezensionen!</a></p></td><td> </td></tr></tbody></table></div>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_527.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_527.html</guid><pubDate>Wed, 12 Dec 2012 13:44:00 +0100</pubDate></item>
<item><title>Was ist Bildung?</title><link>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_526.html</link><description><![CDATA[<div align="center"><table border="0" cellspacing="5" cellpadding="5" width="450" align="center"><tbody><tr><td><p><font face="trebuchet ms,geneva" size="2"><font face="trebuchet ms,geneva">Bildung  erscheint heute als eine Art Konsumartikel, den man am Stück oder im  Sonderangebot kaufen kann. Abgangszeugnisse werden durch die Schule  verteilt, und wir nennen sie »Bildungszertifikate«. Neben der Schule ist  das Internet ein Mega-Supermarkt, in dem man je nach Bildungshunger  beliebig »shoppen« kann. </font></font></p><p><font face="trebuchet ms,geneva" size="2"><font face="trebuchet ms,geneva">Ist das wirklich »Bildung« im ursprünglichen Sinne des Wortes?</font></font></p><p><font face="trebuchet ms,geneva" size="2"><font face="trebuchet ms,geneva">Was ist denn überhaupt Bildung?</font></font></p><p><font face="trebuchet ms,geneva" size="2"><font face="trebuchet ms,geneva">Ist  Bildung, daß ich weiß, welchen Knopf ich an der Maschine drücken muß?  Welche Buchseite ich aufschlagen muß? Ist jemand gebildet, der weiß, wie  man die Suchmaschine im Internet bedient? Ist derjenige gebildet, der  sich dem Zeitgeist grundsä<font size="2">tzlich unterwirft </font>oder jener,  der trotz Gegenwindes an Verhaltensweisen oder Werten festhält, die sich bewährt haben und von denen wir mit gutem Grund annehmen, daß sie zeitlos sind? Ist gebildet, wer die Nebenflüsse der Donau  aufzählen kann? Ist nur der gebildet, der ein glänzendes Abgangszeugnis  einer Schule oder ein<font size="2">en akademischen Grad </font>vorweisen kann?</font></font></p><p><font face="trebuchet ms,geneva" size="2"><font face="Trebuchet MS">Was ist Bildung?</font> </font></p></td></tr><tr><td> </td></tr></tbody></table></div>  <p> </p>]]></description><comments>http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_526.html</comments><guid isPermaLink="true">http://www.stolzverlag.de/de_blog_permalink_526.html</guid><pubDate>Tue, 20 Nov 2012 08:40:00 +0100</pubDate></item>

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