Zum Schulbeginn
Nehmt euren Schülern nicht das Papier weg, und die Stifte!
Lasst sie mit Tinte klecksen und mit Killer Löcher in die Heftseiten reiben!
Nehmt euren Schülern nicht das Papier weg, und die Stifte!
Lasst sie mit Tinte klecksen und mit Killer Löcher in die Heftseiten reiben!
Wie lernt ein Kind Lesen und Schreiben?
Angestrebt ist eine Automatisierung: Die Schrift wird mit dem Auge erfasst, und zugleich
Erinnern Sie sich: Als Sie zuletzt bei der Ankunft auf einem fremden Bahnhof aus dem Zug gestiegen sind, was haben sie als erstes gemacht? Was taten sie, als sie aus dem Bahnhofsgebäude heraustraten, in das Gewimmel fremder Menschen, in den ungegliederten Raum der
Schwäche ist, wenn der Starke nicht mehr stark sein will, der Wissende nicht mehr wissend, der Tüchtige nicht mehr tüchtig und der Ältere nicht mehr erfahren.
Sprache wird über das Ohr wahrgenommen. Die gesprochenen Wörter treffen in zeitlicher Aufeinanderfolge auf das Ohr.
Schrift wird vom Auge aufgenommen. Die geschriebenen Wörter treffen in räumlichem Nebeneinander auf das Auge.
Neulich schnürte ich wieder einmal meine Laufschuhe. Der Himmel leuchtete freundlich herunter, und so begann ich frohen Sinnes meine Traditionsrunde am Flußufer. Nach nicht einmal zehn Minuten spürte ich die ersten Tropfen. Der Himmel hatte sich verdüstert. Trotzig trabte ich weiter: jetzt erst recht! Bald schon sprühte es
Jedes Ding hat drei Seiten: eine, die Du siehst,
eine, die ich sehe
Das Recht auf Dummheit wird von der Verfassung geschützt. Es
Die Vorstellung, ein Kind könne am Bildschirm das Lesen und Schreiben erlernen, ist heute weit verbreitet. Doch gleicht dies dem vergeblichen Bemühen, mittels Computer Geige zu lernen oder sich virtuell auf einen Marathonlauf vorzubereiten. Eindimensionalität der Sinneseindrücke und Abstraktheit des elektronischen Mediums behindern das praktische Lernen eher, als daß sie dieses förderten
Unter die Rubrik »Verwissenschaftlichung« des Unterrichts könnte man auch die Formulierung zahlreicher, verunglückter Rechtschreibregeln zählen, die seit 1996 in die Pädagogik Eingang gefunden haben, und denen dort ein langes Leben beschieden sein dürfte.