Wozu Handschrift?
»Da sind wohl Hühner spazierengegangen«, seufzt die Lehrerin. Am häuslichen Schreibtisch beugt sie sich über das Heft eines Schülers, versucht dessen Schrift zu entziffern. In dieser Szenerie
»Da sind wohl Hühner spazierengegangen«, seufzt die Lehrerin. Am häuslichen Schreibtisch beugt sie sich über das Heft eines Schülers, versucht dessen Schrift zu entziffern. In dieser Szenerie
Die eigene Handschrift zu verbessern, dafür ist es nie zu spät. Schauen wir einmal, was dazu alles nötig ist:
Rückgabe der Klassenarbeit in einem achten Schuljahr. Die Aufsatzhefte werden verteilt. Mit Spannung schlägt jeder Schüler das Heft auf, sobald er es vor sich liegen hat.
Schreiben heißt Denken — Schreiben ist das langsame, bedächtige Abtasten von Wörtern und Begriffen. Dabei errichtet der Schreibende in Gedanken eine Brücke von der realen zur geistigen Welt. Schreiben, gemeint ist handschriftliches Niederlegen von Gedanken,
Erst stiess ich mich daran, wenn im Tram und auf Plätzen aus jugendlichen Mündern lautstark von voll-, mega- und obergeil die Rede war. Denn just bei diesem Wort sitzt die bisherige Begrifflich-keit aus naheliegenden Gründen ziemlich tief.
„Zehn Jahre nach der offiziellen Einführung der Rechtschreibreform ist die Bilanz dieses obrigkeitlichen Gewaltaktes der Kultusbürokratie an der Sprache so ernüchternd wie eh und je“, kommentiert Heike Schmoll in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den Jahrestag der fragwürdigen Vergewaltigung der Sprache durch einige besessene Linguisten.
Vor gut 20 Jahren beschlossen die Kultusminister neue Schreibregeln für Schüler. Der ehemalige bayerische Kultusminister Hans Zehetmair (CSU), der selbst an der Reform mitgewirkt hat, bereut dies heute.
Ist ein Lehrer, der von seinen Erstklässlern verlangt, dass sie die I-Punkte genau über das i setzen, ein I-Tüpfel-Reiter?
\"Schreiben nach Gehör\" in den ersten Schuljahren sei unterlassene Hilfeleistung, so die Redakteurin Uta Rasche in einem aktuellen Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.