21.02.2013
Kleine Kinder wehren sich heftig, wenn sie unter das Diktat der Stundenpläne gezwungen werden. Sie leben nach der „natürlichen Uhr“, und diese tickt im Einklang mit dem kosmischen Rhythmus, dem alles Lebendige unterworfen ist. Die künstliche Zeit, der wir Erwachsenen folgen, greift schmerzhaft in unsere echten Bedürfnisse ein und verformt unser Wollen. Dauerhektik kann geistig und körperlich krank machen.
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19.02.2013
Wir leiden nicht unter Bauchschmerzen, wenn wir keine haben. Das ist jedem klar und überflüssig zu sagen. Oder doch nicht? Kürzlich las ich in einem sehr interessanten Buch mit dem Titel »Die Logik des Misslingens« die folgenden Sätze:
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15.01.2013
Heimtückisch ist der Computer, weil er den Benutzer unbemerkt, quasi nebenbei, zur „habituellen Faulheit“ verführt: die Vorstellung, eine Aufgabe schneller, besser und müheloser erledigen zu können, beseelt jeden Computerbenutzer. Ein folgenschwerer Irrtum. Denn Lernen braucht Zeit und ist ohne innere Beteiligung des Lernenden nicht möglich.
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06.01.2013
Schulversager befinden sich in einem Teufelskreis aus Hilflosigkeit. Sie sind wie gelähmt, wenn sie den Berg der unerledigten, großen Aufgabe vor sich sehen. Den kleinen Anforderungen des täglichen Unterrichts gegenüber fühlen sie sich nicht mehr gewachsen, denn der unbewältigte Aufgabenberg überschattet alles. So kann es kommen, daß ein Schulkind nicht einmal mehr die geringsten Lernanstrengungen unternimmt.
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13.12.2012
Seit die Reformschreibung in den Schulen verpflichtend eingeführt und von weiten Teilen der Schriftgemeinschaft mehr oder minder widerwillig übernommen wurde, hat sich vor allem die s-Schreibung zu einer unerschöpflichen Fehlerquelle entwickelt. An Warnungen hat es nicht gefehlt, dennoch wurde die neue s-Regel, das Herzstück der Reform, als ein Meisterstück der Logik gelobt und in ihrer Einfachheit gepriesen. Nun stellte sich aber gerade
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12.12.2012
Wenn ich das Christkind wäre (das echte – denn vom Geburtsdatum 25. Dezember bin ich eines) , dann würde ich Ihnen – Eltern und Lehrern – ein bestimmtes Buch unter den Weihnachtsbaum legen und Ihnen die Lektüre dringend empfehlen. Die folgenden Zitate stammen aus diesem Buch.
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20.11.2012
Bildung erscheint heute als eine Art Konsumartikel, den man am Stück oder im Sonderangebot kaufen kann. Abgangszeugnisse werden durch die Schule verteilt, und wir nennen sie »Bildungszertifikate«. Neben der Schule ist das Internet ein Mega-Supermarkt, in dem man je nach Bildungshunger beliebig »shoppen« kann.
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31.10.2012
Die älteren Lehrer werden sich noch gut an die Mengenlehre erinnern, die in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts in die Lehrpläne der Schulen Eingang fand. Diese »Neue Mathematik« funktionierte nicht, hat Lehrer ins Schwitzen gebracht und für heillose Verwirrung bei mindestens einer Schülergeneration gesorgt.
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17.10.2012
Der Mensch benötigt ein Ziel. Je konkreter ihm dieses Ziel vor Augen steht, desto mehr wird er sich anstrengen, wird er trotz Schwierigkeiten durchhalten können. Das »Prinzip Hoffnung« ist nichts anderes als ein bestimmtes Ziel, das er zu erreichen hofft. Die Hoffnung ist der Treibstoff, aus dem der Lebensmotor gespeist wird.
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16.09.2012
Ein weiterer Aspekt sind unsere Sprachgewohnheiten: »Könntest du dich vielleicht mal bitte ein bisschen beeilen?«
Mit diesem Satz, der auf den ersten Blick nicht weiter ungewöhnlich wirkt, versuchte eine meiner Kindergartenmütter ihren 3jährigen Sohn jeden Morgen zur Eile anzutreiben – vergeblich übrigens!
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