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Gedanken zu Kindheit und Erziehung

 
20. November 2009
Gedanken zu Kindheit und Erziehung
Kategorie: Erziehung

Der Einbezug in den Arbeitsalltag sollte nicht nur unter dem Gesichtspunkt der »Entwürdigung« des Kindes gesehen werden; denn das Gefühl der Nützlichkeit ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Menschenwürde.

Robert Nef


Jede Epoche verurteilt die Pädagogik der vorangegangenen und ersetzt die alten Irrtümer durch neue.

Robert Nef


Die Einstellung einer Kultur gegenüber Kindern und Behinderten ist der Indikator ihrer (Un-)Menschlichkeit. Der Blick zurück sollte nicht in sozialpolitischer Empörung steckenbleiben … Denn schneller als sie denkt, könnte die Gegenwart die ebenso berechtigte Empörung der Nachwelt auf sich ziehen. Wie viele Eltern wollen nicht heute dem Staat »ihr eigenes Fleisch und Blut auf den Hals werfen«? Wie viel Zeit und Wertschätzung bleibt für das Kind zwischen den Kraftfeldern von Selbstverwirklichung und Prestige übrig? Und wo endet eine Volksschule, die laufend mit Neuerungen gestreßt wird, die nicht kindgerecht sind? Um aus der Geschichte zu lernen, genügt es nicht, zurückzublicken. Es braucht auch den kritischen und selbstkritischen Vergleich mit den Handlungsmustern und Leitmotiven der Gegenwart.

Peter Ruch, Theologe
in: Schweizer Monatshefte Nr. 968, März/April 2009
(Hesch mi lieb? Seite 40)

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