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Paradoxer Wildwuchs

 
05. Februar 2010
Paradoxer Wildwuchs
Kategorie: Schriftkultur

Neue Rechtschreibung: Paradoxer Wildwuchs

Im Wallis macht sich eine weitere Stimme bemerkbar. Wir können gespannt sein, ob die Lehrer den ihnen zugespielten Ball annehmen.

„Eine klassische Verschlimmbesserung“
von Leander Bregy

Es gibt Menschen, denen ist nur alles Neue gut genug, recht und richtig. Es handelt sich dabei sehr oft um Menschen, die glauben, nur in ständigen Veränderungen und im Neuen liege das Heil der Welt. Und wer mit dieser Kategorie von stets verändernden Menschen nicht einverstanden ist, wird von diesen «Heilbringenden» bald einmal als rückständig, hinterwäldlerisch, konservativ und nicht zeitgemäss abgekanzelt.

Klar: Wer nicht mit der Zeit geht, mit dem geht man mit der Zeit … An dieser Aussage haftet zweifelsohne viel Wahres. Und: Was sich nicht bewährt, Probleme schafft, absolut überholt ist usw. darf und soll geändert, erneuert und verbessert werden. Aber: Die Erfahrung lehrt uns immer wieder, dass vieles vom Neuen, vom Geänderten, vom sogenannt Verbesserten in Tat und Wahrheit reinrassige Verschlimmbesserung ist!
Weiterlesen >>>>>

 
Quelle: Walliser Bote, 27. Januar 2010, Seite 5


Kommentare zu diesem Beitrag:
von K. Moitje (09. Februar 2010, 10:02):
Ich grüße die Leserinnen und Leser,

den Beitrag habe ich zu Ende gelesen. Mit Vielem kann ich mich einverstanden erklären. Nicht jedoch mit der Schreibweise von "heisst". Auch nach neuer Rechtschreibung wird dieses Wort immer noch mit "ß" geschrieben.
Wer so massiv Kritik übt, muss sich auch gefallen lassen, dass ihm etwas genauer auf die Finger geschaut wird.

Mit freundlichen Grüßen
K. Moitje
 
von Karin Pfeiffer (09. Februar 2010, 10:51):
Sehr geehrter Herr Moitje,
es scheint Ihnen entgangen zu sein, daß es sich hierbei um einen Text handelt, der in einer Schweizer Tageszeitung veröffentlicht worden ist. Die Schweiz benutzt bekanntlich das Eszett überhaupt nicht.
Wir achten selbstverständlich das Urheberrecht und geben Quelltexte in exakt der Weise wieder, wie sie vom Autor aufgeschrieben worden sind. Daher "heisst".
 
von K. Moitje (09. Februar 2010, 12:34):
Guten Tag Frau Pfeiffer-Stolz,

vielen Dank für Ihren Hinweis. Ich habe schon registriert, wo der Artikel veröffentlicht wurde. Allerdings wusste ich nicht, dass in der Schweiz das "ß" nicht benutzt wird.
Dann kann ich also festhalten: In der Schweiz gilt zwar auch die Rechtschreibreform. Sie behält sich aber vor, bestimmte sprachliche Eigenarten beizubehalten. Auf mich wirkt diese Schreibweise sehr befremdlich.
Damit wird der Verwirrung doch die Krone aufgesetzt. Vor diesem Hintergrund kann ich nicht so richtig nachvollziehen, worüber sich die Eidgenossen dann überhaupt aufregen?

Mit freundlichen Grüßen
K. Moitje



 

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